Mac Pro Aus: Apple plante 152-GPU-Chip, verwarf ihn

Interne Dokumente zeigen Apples gescheiterte Pläne für M2/M3 Extreme-Chips und zwei neue Mac Pro-Prototypen vor dem Produktionsaus.

Der US-Konzern hatte vor dem Aus der Mac Pro-Reihe mehrere Hochleistungsvarianten in der Pipeline – darunter Prozessoren mit bis zu 152 GPU-Kernen.

Apple hat im Vorfeld der Einstellung seiner Mac Pro-Produktlinie im März 2026 offenbar an gleich mehreren extrem leistungsfähigen Prozessoren und neuen Gehäusevarianten gearbeitet. Wie aus internen Unterlagen hervorgeht, entwickelte das Unternehmen sowohl die „Extreme“-Versionen seiner M2- und M3-Chips als auch zwei komplett neue Mac Pro-Modelle. Warum keines dieser Projekte das Licht der Welt erblickte, zeigt ein Blick auf die technischen und wirtschaftlichen Hürden.

M2 und M3 Extreme: Doppelte Leistung, doppelte Probleme

Die ambitioniertesten Projekte waren die M2 Extreme– und M3 Extreme-Chips. Diese sollten im Vergleich zu den damaligen „Ultra“-Varianten die doppelte Anzahl an CPU- und GPU-Kernen bieten. Konkret war der M2 Extreme mit 48 CPU-Kernen und 152 GPU-Kernen geplant – eine Leistungsklasse, die selbst heutige High-End-Workstation-Chips in den Schatten stellt.

Doch die Pläne scheiterten an mehreren Fronten. Die hohen Produktionskosten machten eine wirtschaftliche Vermarktung nahezu unmöglich. Hinzu kam die Frage nach der tatsächlichen Nachfrage: Der Kreis der Profi-Anwender, die eine derartige Rechenleistung benötigen und zu zahlen bereit sind, ist überschaubar. Ein weiterer entscheidender Faktor war eine globale RAM-Knappheit, die die Fertigung dieser speicherhungrigen Chips zusätzlich verteuerte und erschwerte.

Zwei Mac Pro-Prototypen, die nie kamen

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Neben den Prozessoren arbeitete Apple an zwei konkreten Mac Pro-Modellen, die unterschiedliche Entwicklungsstufen erreichten. Das erste, intern als J170 bezeichnet, war ein Intel-basierter Mac Pro – und das zu einem Zeitpunkt, als der Konzern längst auf eigene Chips umgestiegen war. Dieses Modell sollte offenbar jene Profis bedienen, die auf spezialisierte Software oder fremde Grafikkarten angewiesen sind.

Das zweite Modell, J190, basierte auf dem M3 Ultra und war ursprünglich für Anfang 2025 geplant – parallel zu einem aktualisierten Mac Studio. Während der Mac Studio tatsächlich erschien und bis heute das leistungsfähigste Apple-Gerät im regulären Verkauf ist, wurde die Mac Pro-Version gestrichen. Im März 2026 zog Apple dann den Schlussstrich unter eine 20-jährige Produktgeschichte.

Mac Studio als neues Flaggschiff – Ausblick auf M5 Ultra

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Mit dem Ende des Mac Pro hat der Mac Studio die Rolle des Spitzenreiters im Apple-Universum übernommen. Aktuelle Modelle setzen auf den M3 Ultra und bieten bis zu 96 Gigabyte Arbeitsspeicher. Für viele Profis, die früher auf die Erweiterbarkeit und die hohe Kernzahl des Mac Pro angewiesen waren, ist dies die neue Referenz.

Die Blicke richten sich nun auf die nächste Generation. Branchenbeobachter rechnen für Herbst 2026 mit einem aktualisierten Mac Studio, der den M5 Ultra erhalten soll. Ob dieser chip die Lücke schließen kann, die der Mac Pro hinterlässt, bleibt abzuwarten – zumal die Frage nach Erweiterbarkeit und Drittanbieter-Kompatibilität weiterhin ungelöst ist.