Mac-Reihe: Apple erwartet 23-Prozent-Wachstum trotz Preissprünge

Apple hebt Preise für MacBooks und iPads deutlich an, bringt aber neue KI-Tools für Entwickler. Trotz höherer Kosten prognostizieren Analysten Rekordmarktanteile.

Juni 2026 eine umfassende Preiserhöhung für seine Hardware-Produkte umgesetzt. Gleichzeitig bringt das Unternehmen frische Software-Tools und KI-Erweiterungen für Entwickler an den Start. Was steckt hinter dem Spagat zwischen höheren Kosten und wachsender Nachfrage?

Preisschock bei MacBooks und iPads

Die steigenden Preise für Speicherchips treffen Apples Kunden nun direkt im Portemonnaie. Das MacBook Neo kostet statt 599 nun 699 Euro – ein Aufschlag von rund 100 Euro. Noch deutlicher fällt der Sprung beim MacBook Air mit 512 GB aus: Hier steigt der Preis von 1.099 auf 1.299 Euro. Das 1-TB-MacBook Pro verteuert sich um satte 300 Euro auf 1.999 Euro.

Auch Tablet-Fans müssen tiefer in die Tasche greifen. Das iPad Air mit 128 GB kostet jetzt 749 Euro statt bisher 599 Euro. HomePod und Apple TV wurden ebenfalls teurer. Einzig die iPhone-Reihe blieb von den aktuellen Anpassungen verschont.

Der Grund für die Preisschübe ist globaler Natur: Der KI-Boom treibt die Nachfrage nach Rechenzentren in die Höhe, was die Produktion von DRAM-Speicherchips ausbremst. Die Folgen sind dramatisch: Im ersten Quartal 2026 stiegen die DRAM-Preise um 98 Prozent, für das zweite Quartal werden weitere Zuwächse von bis zu 63 Prozent erwartet.

Neue Tools für den Umstieg und die Entwicklung

Pünktlich zu den Preisänderungen liefert Apple auch technische Neuerungen. Der Windows Migration Assistant 3.0.2.1 erleichtert den Umstieg von Windows auf macOS Tahoe 26, Sequoia 15 und Sonoma 14. Kontakte, Kalender, Mails, Musik, Fotos und Lesezeichen wandern per Sicherheitscode vom PC auf den Mac – ein Prozess, der mehrere Stunden dauern kann.

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Für Entwickler hält Xcode 26.6 eine spannende Neuerung bereit: Google Gemini gesellt sich als KI-Assistent zu Anthropic Claude Agent und OpenAI Codex. Dazu kommen Swift 6.3.3 und aktualisierte Software-Kits für iOS 26.5 und macOS 26.5. Wer schon für macOS 27 designen will, findet neue Vorlagen für Figma und Sketch – inklusive der Liquid-Glass-Optik, erweiterten Komponenten und verbessertem Dark Mode.

Apples Chip-Strategie auf der Kippe?

Branchenbeobachter berichten von einem strategischen Schwenk in der Prozessor-Entwicklung. Apple soll demnach die M6 Pro und M6 Max überspringen, um schneller auf KI-optimierte Hardware zu setzen. Ein Basismodell des M6 wird bereits in 14-Zoll-MacBook-Pro-Modellen getestet und soll noch 2026 mit rund 200 GB/s Speicherbandbreite erscheinen.

Für 2027 ist die M7-Generation geplant: Der Basis-Chip soll 240 GB/s bieten, die Varianten Pro, Max und Ultra folgen bis 2028. Trotz der veränderten Roadmap hält Apple am M5 Ultra für das Mac Studio fest – mit bis zu 36 CPU-Kernen, 80 GPU-Kernen und 768 GB Arbeitsspeicher.

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Rekordmarktanteile trotz höherer Preise

Die Preissteigerungen scheinen Apples Erfolg kaum zu bremsen. Laut Marktforschern von Counterpoint Research könnte der iPhone-Marktanteil 2026 auf 25 Prozent klettern, der der iPads sogar auf 39 Prozent.

Besonders bemerkenswert: Während der gesamte Laptop-Markt um 11 Prozent schrumpfen dürfte, erwarten Analysten für die Mac-Reihe ein Wachstum von 23 Prozent – das entspräche einem Marktanteil von 12 Prozent. Als entscheidenden Vorteil sehen Experten die Integration von Apple Intelligence, die das Ökosystem von der Konkurrenz abhebt. Während andere Hersteller zweistellige Rückgänge verkraften müssen, scheint Apple die Gunst der Stunde zu nutzen.