Mit der Vorstellung des Mac Studio mit M5 Max und M5 Ultra sowie des Mac mini mit M6 und M5 Pro Ende August 2026 hat Apple seine Profi-Hardware neu geordnet – inklusive Genlock-Unterstützung für professionelle Videoproduktion.
Besonders auffällig an der neuen Generation: Der M5 Ultra bringt laut Apple die 4,5-fache GPU-Rechenleistung für KI-Anwendungen sowie bis zu 512 GB Arbeitsspeicher mit. Diese Sprünge werfen die Frage auf, wie die bisherige Generation – M4 Max und die als Mac-Studio-Chip verfügbare M4-Ultra-Klasse – im professionellen Alltag tatsächlich abschnitt, bevor sie von M5 Max/Ultra abgelöst wurde.
M4 Max in Schnittprogrammen: spürbare Fortschritte gegenüber M3 Max
Benchmarks zum MacBook Pro mit M4 Max zeigen in gängigen Schnitt- und Grading-Anwendungen deutliche Verbesserungen gegenüber dem Vorgänger M3 Max. Beim Export eines 4K-H.264-Projekts in Final Cut Pro benötigte das M4-Max-System 1:43 Minuten, während das M3-Max-Modell 2:26 Minuten brauchte – ein Plus von 29,6 Prozent bei der Geschwindigkeit.
Auch bei aufwendigeren Aufgaben zeigte sich der Fortschritt: In DaVinci Resolve verarbeitete der M4 Max 8K-ProRes-4444-Material mit 18,7 Millisekunden pro Frame, verglichen mit 28,4 Millisekunden beim M3 Max – ein Zuwachs von 34,1 Prozent.
Bei der Arbeit mit 12K-RED-Proxy-Material in Premiere Pro sank die Exportzeit um 41,3 Prozent auf 3:12 Minuten, während die Wiedergabe mit 47,3 Bildern pro Sekunde gegenüber 39,1 Bildern pro Sekunde beim M3 Max flüssiger ausfiel.
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Mac Studio mit M4-Ultra-Klasse: starke Rohleistung mit Einschränkungen im Dauerbetrieb
Der Mac Studio mit dem leistungsstärksten verfügbaren chip der M4-Generation demonstrierte in Tests seine Fähigkeit, sechs Streams von 8K-Material bei 60 Bildern pro Sekunde im ProRes-RAW-Format gleichzeitig wiederzugeben – allerdings nur mit optimierten Medien und ohne aktivierte LUTs. Die GPU-Bandbreite von 800 GB/s ermöglichte beim Rendering einen Geschwindigkeitsvorteil von 37 Prozent gegenüber dem M2 Ultra der vorletzten Generation.
Bei KI-gestützter Rauschunterdrückung erreichte das System 4,2 Bilder pro Sekunde, wobei die Lüfter bei aktivierter „Detail Preservation“-Funktion hörbar lauter wurden. Nach rund 90 Minuten Dauerbelastung registrierten Tests eine GPU-Drosselung auf 1,8 GHz – ein Hinweis auf thermische Grenzen im Langzeitbetrieb.
Weitere Beobachtungen betrafen die Systemkonfiguration: Der Einsatz eines Drittanbieter-Netzteils mit 240 Watt führte dazu, dass das System in einen Single-Chip-Modus wechselte, was die volle Leistung des Ultra-Chips einschränkte. Bei einer Blockade der Luftansaugöffnungen von 42 Prozent griff der GPU-Cache zudem auf bis zu 1,8 Terabyte Arbeitsspeicher zurück, um die Leistung aufrechtzuerhalten.
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Einordnung für professionelle Anwender
Diese Messwerte zur M4-Generation verdeutlichen, dass Apples bisherige Profi-Chips in Video- und Rendering-Workflows spürbare Fortschritte gegenüber ihren Vorgängern boten, gleichzeitig aber bei Dauerlast und mit Nicht-Original-Zubehör an Grenzen stießen.
Mit dem Sprung zu M5 Max und M5 Ultra – und der laut Apple 4,5-fachen GPU-Rechenleistung für KI-Aufgaben sowie dem verdoppelten Arbeitsspeicherausbau auf 512 GB – dürften sich insbesondere KI-gestützte Videobearbeitungsschritte und speicherintensive Projekte in 8K- und 12K-Auflösung weiter beschleunigen.
Für Studios, die derzeit noch mit M4-Max- oder M4-Ultra-Systemen arbeiten, bleiben die dokumentierten Leistungswerte jedoch ein belastbarer Referenzpunkt für Kaufentscheidungen und Workflow-Planung.
Mehr zum Thema bei Tom’s Hardware: „Apple launches new M6 and M5 Ultra Apple silicon chips — debuting in new Mac Mini and Mac Studio“

