Der neue Hochleistungsrechner soll Künstliche Intelligenz und kreative Profi-Arbeiten bewältigen – doch die Markteinführung verzögert sich.
Apple bereitet die Veröffentlichung einer neuen Generation seines Mac Studio vor. Das Herzstück: der M5 Ultra-Prozessor. Branchenkreisen zufolge unterstützt das Gerät erstmals bis zu 768 Gigabyte einheitlichen Arbeitsspeicher. Das ist ein gewaltiger Sprung – die aktuelle M3-Ultra-Generation kommt maximal auf 192 Gigabyte.
Getestet habe Apple Konfigurationen mit rund 36 CPU-Kernen und 80 GPU-Kernen, berichten mit der Sache vertraute Quellen. Der Fokus liegt klar auf anspruchsvollen KI-Workloads und professionellen Kreativanwendungen – etwa Videobearbeitung, 3D-Rendering oder maschinellem Lernen.
Verzögerter Start und explodierende Speicherpreise
Eigentlich sollte der M5 Ultra Mac Studio bereits Anfang 2026 erscheinen. Doch die Markteinführung verzögert sich. Grund sind Engpässe bei Hochleistungs-Speicherchips. Analysten rechnen nun mit einem Verkaufsstart im Laufe des zweiten Halbjahres.
Die Nachricht kommt zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt. Denn Apple hat am 25. Juni 2026 die Preise für zahlreiche aktuelle Modelle drastisch erhöht. Der Grund: explodierende Kosten für Arbeitsspeicher.
Betroffen sind Macs und iPads gleichermaßen. Das Basismodell des M3 Ultra Mac Studio kostet nun 5.299 Euro – zuvor waren es 3.999 Euro. Die teuerste Konfiguration mit 16 Terabyte Speicher und 96 Gigabyte RAM schlägt mit stolzen 14.299 Euro zu Buche.
Preisschock bei MacBook und iPad Air
Die RAM-Preise sind um 98% gestiegen – und weitere 60% stehen bevor. Wer jetzt noch ein Mac Studio oder MacBook konfiguriert, sollte die richtige Strategie kennen. Unser kostenloser Report zeigt, wie Sie die Preisexplosion umgehen und den optimalen Zeitpunkt für Ihren Kauf finden. Jetzt Report anfordern
Auch andere Produkte sind betroffen. Das 14-Zoll MacBook Pro mit einem Terabyte Speicher kostet jetzt 1.999 Euro statt 1.699 Euro. Das MacBook Air mit 512 Gigabyte liegt bei 1.299 Euro – ein Plus von 200 Euro. Selbst das iPad Air (128 GB) verteuerte sich von 599 auf 749 Euro.
Apple-Chef Tim Cook begründete die Anpassungen mit „nicht mehr tragbaren Kosten für Komponenten“. Die Marktdaten geben ihm recht: Die Preise für DRAM-Chips schossen im ersten Quartal 2026 um 98 Prozent nach oben. Für das zweite Quartal werden weitere 60 Prozent erwartet.
Apples Chip-Roadmap: Der Blick geht nach vorne
Der M5-Chip selbst kam erst Anfang März 2026 auf den Markt – mit speziellen neuronalen Beschleunigern für KI-Aufgaben. Doch schon jetzt zeichnet sich eine strategische Neuausrichtung ab.
Für den M6 (Codename „Komodo“) planen die Kalifornier offenbar keine Pro-, Max- oder Ultra-Varianten mehr. Stattdessen soll ein einfacher M6-Chip in einem 2-Nanometer-Verfahren gefertigt werden und etwa 200 Gigabyte pro Sekunde Bandbreite liefern. Er kommt voraussichtlich Ende 2026 in einem neuen Mac mini und einem dünneren „MacBook Ultra“ mit OLED-Touchscreen zum Einsatz.
Der M5 Ultra kommt später – aber die Preise steigen jetzt. Statt zu warten, können Profis mit den richtigen RAM-Upgrade-Strategien heute noch sparen. Unser Leitfaden verrät, welche Konfigurationen sich lohnen und wann das Warten auf den M5 Ultra wirklich sinnvoll ist. Leitfaden jetzt sichern
Das eigentliche Ziel heißt M7 (Codename „Borneo“). Für 2027 und 2028 plant Apple eine KI-zentrierte Architektur. Die M7 Pro und Max sollen auf 240 Gigabyte pro Sekunde Speicherbandbreite kommen. Der M7 Ultra könnte sogar auf 256 CPU-Kerne skalieren.
Bis dahin bleibt der M5 Ultra Mac Studio die erste Wahl für Profis, die maximale Rechenleistung brauchen – und bereit sind, tief in die Tasche zu greifen.

