Mac Studio mit M5 Ultra: 512 Gigabyte Speicher kosten ab 22.299 Dollar

Der neue Mac Studio kombiniert M5-Ultra-Leistung mit bis zu 512 Gigabyte Speicher; das größte Speicherupgrade kostet 15.500 US-Dollar.

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Mit der Einführung einer Spitzenkonfiguration des Mac Studio auf Basis des M5-Ultra-Prozessors bietet Apple seit dem 28. Oktober 2026 ein Desktop-System an, das über bis zu 512 Gigabyte Unified Memory verfügt.

Das System richtet sich an professionelle Anwendersegmente wie die Forschung an künstlicher Intelligenz, VFX-Studios für 8K-Produktionen, Ingenieure sowie Datenanalysten und tritt in direkte Konkurrenz zu traditionellen High-End-Workstations.

Technische Architektur des M5 Ultra

Der verbaute M5-Ultra-Chip setzt auf ein Quad-Die-Design, das aus zwei M5-Max-Dies besteht. Die Recheneinheit verfügt über eine 36-Core-CPU mit 12 Super- und 24 Performance-Kernen, eine 80-Core-GPU mit Neural Accelerators sowie eine 32-Core Neural Engine.

Die Speicherbandbreite beläuft sich auf 1,2 Terabyte pro Sekunde, was im Vergleich zu den 819 Gigabyte pro Sekunde des M3 Ultra einem Zuwachs von rund 50 Prozent entspricht. Äußeres Design und Konnektivität mit Thunderbolt 5 bleiben unverändert.

Auf technischer Ebene unterscheidet sich die Speicherbestückung der Varianten deutlich: Während die Ausführung mit 256 Gigabyte Arbeitsspeicher auf 4-Gigabyte-LPDDR5X-Chips setzt, erfordert die 512-Gigabyte-Version den Einsatz von 8-Gigabyte-Chips, die über 64 Speicherkanäle angebunden sind.

Hohe Aufpreise und Speicherökonomie

Die Einstiegsvariante des Mac Studio mit M5 Ultra kostet 5.499 US-Dollar und ist mit einer 30-Core-CPU, 64-Core-GPU, 96 Gigabyte Speicher und einer 1-Terabyte-SSD ausgestattet. Die Konfiguration mit 512 Gigabyte Speicher beginnt hingegen bei 22.299 US-Dollar. Mit einer 16-Terabyte-SSD klettert der Preis auf bis zu 29.799 US-Dollar.

Allein der Aufpreis für den Speicherwechsel von 96 Gigabyte auf 512 Gigabyte liegt bei 15.500 US-Dollar; der Schritt von 256 Gigabyte auf 512 Gigabyte schlägt mit 11.500 US-Dollar zu Buche. Das Speicherupgrade auf 16 Terabyte SSD gegenüber dem Basisspeicher kostet 7.500 US-Dollar.

Umgerechnet liegt der Preis für das Speicherupgrade auf 512 Gigabyte bei etwa 37,26 US-Dollar pro Gigabyte. Beim M3 Ultra im Jahr 2025 lag der Vergleichswert bei 9,62 US-Dollar pro Gigabyte; derselbe Ausbauschritt kostete seinerzeit 4.000 US-Dollar, womit sich die Kosten nun nahezu vervierfacht haben.

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Diese Preisstruktur führt zu ungewöhnlichen Rechenbeispielen: Zwei separate Mac-Studio-Systeme mit M5 Ultra und jeweils 256 Gigabyte Arbeitsspeicher kosten zusammen 21.598 US-Dollar. Damit sind zwei Einzelgeräte um 701 US-Dollar günstiger als ein einzelner Rechner mit 512 Gigabyte. Über Thunderbolt 5 lassen sich mehrere Systeme mit etwa 15 Gigabyte pro Sekunde koppeln, allerdings entsteht dabei kein gemeinsamer Speicherpool.

Im tschechischen Markt startet das 512-Gigabyte-Modell mit 1-Terabyte-SSD bei 658.990 Kč und reicht voll ausgebaut bis 883.990 Kč. Der Aufpreis von 96 auf 512 Gigabyte beträgt dort 465.000 Kč, von 256 auf 512 Gigabyte sind es 345.000 Kč.

Das M5-Ultra-Basismodell kostet 154.990 Kč, die Vollversion mit 36-Core-CPU verlangt einen Zuschlag von 39.000 Kč. Zwei 256-Gigabyte-Systeme kosten mit 627.980 Kč in Tschechien 31.010 Kč weniger als das 512-Gigabyte-Spitzenmodell.

Leistungsprofil und Lieferzeiten

In Benchmark- und Leistungstests, über die Anfang November 2026 berichtet wurde, zeigt sich der M5 Ultra mit 36-Core-CPU, 80-Core-GPU und 96 Gigabyte Arbeitsspeicher bei Multi-Core-Aufgaben fast doppelt so schnell wie ein Ryzen 9 9950X3D mit 32 Threads. In Blender liegt der Vorsprung bei über 70 Prozent.

Bei der Ausführung von DeepSeek R1 70B arbeitet der chip über 20-mal schneller als eine Nvidia RTX 5090, wenngleich letztere bei OptiX-Raytracing und Gaming die Führung behält. Der Leistungsbedarf des M5-Ultra-Systems lag im Test bei etwa 150 Watt gegenüber rund 200 Watt beim Konkurrenzsystem.

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Interne Apple-Tests belegen zudem die Einsatzmöglichkeiten für große Sprachmodelle: Das Modell Mistral Medium 3.5 mit 128 Milliarden Parametern beansprucht maximal 158 Gigabyte Speicher, während Qwen 3.8 mit 27 Milliarden Parametern bis zu 68 Gigabyte belegt.

Extrem große Modelle wie Muse Spark Open mit 816 Milliarden Parametern in 4-Bit-Quantisierung erfordern rund 493 Gigabyte Speicher und lassen sich auf einem Einzelsystem nicht vollständig betreiben.

Die Auslieferung der neuen Konfigurationen erfolgt von Ende November bis Anfang Dezember 2026. Berichten zufolge betragen die regulären Lieferzeiten für den M5 Ultra sieben bis acht Wochen, für Modelle mit 512 Gigabyte Arbeitsspeicher verlängert sich die Frist auf zehn bis zwölf Wochen.

Wirtschaftliche Entwicklung und Server-Perspektiven

Die Einführung fällt in eine Phase starker Absatzzahlen für Apples Mac-Sparte. Im September-Quartal 2026 erzielte Apple einen Mac-Umsatz von 10,8 Milliarden US-Dollar, was je nach Auswertung einem Zuwachs von 23,7 bis 24 Prozent entspricht.

Dieser Bereich steuerte 9,4 Prozent zum Gesamtumsatz bei und bildete den drittgrößten Umsatzträger nach dem iPhone und den Services. Im gesamten Fiskaljahr 2026 verzeichnete Apple Rekord-Mac-Verkäufe mit einem Spartenumsatz von 37,9 Milliarden US-Dollar (plus 12,5 Prozent), während der Konzernumsatz im Schlussquartal um 12 Prozent auf 114,5 Milliarden US-Dollar stieg.

Branchenberichten von Anfang November 2026 zufolge plant Apple mittelfristig eine weitere Vergrößerung des Adressraums: Der für 2028 anvisierte M7 Ultra soll bis zu 1,5 Terabyte Unified Memory unterstützen. Dies überträfe das Limit des M3 Ultra um mehr als das Dreifache und läge etwa doppelt so hoch wie das für den M5 Ultra vorgesehene Limit von 768 Gigabyte.

Zudem befinden sich ein M5-Ultra-Server unter dem Codenamen J246 sowie ein dedizierter M7-Ultra-Server für KI-Anwendungen im Vorlauf, der für 2029 avisiert wird.