Mac Studio mit M5 Ultra: Bis zu 512 GB Speicher für lokale KI-Modelle

Die neuen Mac-Studio-Modelle sind seit dem 22. September erhältlich und bieten mehr Rechenleistung, Speicher und Anschlüsse für lokale KI.

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Mit der Einführung der neuesten Generation des Mac Studio hat Apple eine signifikante Aktualisierung seiner Desktop-Workstations vollzogen. Im Fokus stehen dabei die neuen Prozessoren M5 Max und M5 Ultra, die insbesondere bei Anwendungen im Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI) und bei grafikintensiven Prozessen deutliche Performance-Steigerungen erzielen sollen. Die Geräte, die Ende August 2026 angekündigt wurden, sind seit dem 22. September 2026 auf dem Markt verfügbar.

Leistungssteigerungen bei CPU und Grafik

Die Architektur der M5-Serie bringt laut Herstellerangaben erhebliche Fortschritte gegenüber den Vorgängermodellen. Der M5 Max verfügt in der Basiskonfiguration über eine 18-Core CPU, die sich aus sechs Super-High-Performance-Kernen und zwölf Performance-Kernen zusammensetzt.

Die Grafikleistung wird durch eine GPU mit bis zu 40 Kernen bereitgestellt, die über integrierte Neural Accelerators verfügt. In ersten Benchmark-Tests erreichte der M5 Max im Multi-Core-Bereich von Geekbench 7 einen Wert von 35.104 Punkten und liegt damit auf Augenhöhe mit dem bisherigen M3 Ultra.

Für noch höhere Anforderungen ist der M5 Ultra konzipiert, dessen Basis laut Berichten bei 30 CPU-Kernen und 64 GPU-Kernen liegt und in der Vollausstattung bis zu 36 CPU-Kerne sowie 80 GPU-Kerne bietet.

Die Rechenleistung bei KI-Anwendungen soll durch den neuen chip bis zu 4,3-mal schneller ausfallen als bei früheren Generationen. Bei der Grafikleistung wird ein Zuwachs um den Faktor 1,8 angegeben, während die CPU-Geschwindigkeit um bis zu 30 Prozent gegenüber einem M3 Ultra gestiegen sein soll.

Fokus auf lokale KI-Anwendungen und Speicherkapazitäten

Ein zentraler Aspekt der neuen Hardware ist die Eignung für lokale Sprachmodelle (Large Language Models, LLMs). Der M5 Ultra unterstützt eine Unified Memory Architecture (UMA) mit einer Kapazität von bis zu 512 GB. Dies ermögliche laut Fachberichten den Betrieb von Modellen mit bis zu 100 Milliarden Parametern direkt auf dem Endgerät. Dies sei besonders für datenschutzsensible Branchen wie das Gesundheitswesen, das Finanzwesen oder den Rechtssektor relevant, in denen die Verarbeitung sensibler Daten in der Cloud vermieden werden soll.

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Der Speicher des M5 Ultra arbeitet demnach um 50 Prozent schneller als beim M3 Ultra und erreicht eine Bandbreite von bis zu 1,2 TB/s. Beim M5 Max variiert die Bandbreite je nach Konfiguration zwischen 460 GB/s und 614 GB/s. Die verbauten PCIe-Gen-6-SSDs erreichen Schreibgeschwindigkeiten von bis zu 14 GB/s, wobei die Speicherkapazitäten beim M5 Ultra auf bis zu 16 TB erweitert werden können.

Konnektivität und professionelle Schnittstellen

Apple integriert im neuen Mac Studio erstmals die Standards Wi-Fi 7 und Bluetooth 6. Eine wesentliche Neuerung stellt zudem die Implementierung von Thunderbolt 5 dar. Diese Schnittstelle bietet eine Datenübertragungsrate von bis zu 120 Gbit/s und ermöglicht es, bis zu vier Mac-Studio-Systeme zu einem Cluster zu verbinden. In einem solchen Verbund könne bei verteilten KI-Inferenz-Aufgaben die dreifache Leistung eines Einzelsystems erzielt werden.

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Die Anschlussmöglichkeiten unterscheiden sich je nach Modell an der Gehäusefront: Während der M5 Max dort über zwei USB-C-Ports mit 10 Gb/s verfügt, bietet der M5 Ultra an der Vorderseite zwei vollwertige Thunderbolt-5-Anschlüsse.

Rückseitig sind beide Varianten mit vier Thunderbolt-5-Ports, HDMI 2.1, zwei USB-A-Schnittstellen sowie 10Gb-Ethernet ausgestattet. In der Maximalkonfiguration unterstützt der M5 Ultra die Ansteuerung von bis zu acht Displays gleichzeitig.

Wirtschaftliche Einordnung und Marktperspektive

Die Preisgestaltung beginnt bei 2.499 US-Dollar für das Modell mit M5 Max. Die leistungsstärkere Ultra-Variante wird ab 5.499 US-Dollar angeboten. Marktanalysen setzen diese Anschaffungskosten in Relation zu Cloud-basierten KI-Diensten; demnach entspreche der Preis des M5 Ultra etwa den Kosten für ein 23-jähriges Abonnement eines gängigen Cloud-KI-Dienstes zum Preis von monatlich 20 US-Dollar.

Trotz der Leistungssprünge bleibt das äußere Design des Aluminiumgehäuses seit der Einführung der Produktlinie im Jahr 2022 unverändert. Während die Basiskonfigurationen seit Ende September 2026 ausgeliefert werden, deuten Berichte darauf hin, dass die Verfügbarkeit bestimmter High-End-Konfigurationen erst im Verlauf des Jahres 2027 vollständig sichergestellt sein könnte.

Branchenbeobachter weisen zudem darauf hin, dass Apple die M6-Generation bei den High-End-Chips überspringen könnte, um bereits für das Jahr 2028 ein Upgrade auf eine M7-Ultra-Architektur mit verbesserten Kühlmodulen vorzubereiten.