Apple hat seine offizielle Support-Dokumentation zur Wiederherstellung von Mac-Computern angepasst und die technischen Voraussetzungen dafür spürbar angehoben. Wenn ein Mac im sogenannten DFU-Modus (Device Firmware Update) wiederhergestellt werden muss, sind dafür künftig mindestens 60 GB freier Speicherplatz erforderlich. Zuvor lag der Mindestwert bei 32 GB, wie das Fachportal ifun.de in einem Bericht vom 3. November 2026 meldete.
Die deutliche Erhöhung der Speichervorgabe betrifft Fälle, in denen ein Rechner aufgrund von Systemfehlern, abgebrochenen Updates oder schwerwiegenden Softwareproblemen nicht mehr regulär startet und über ein zweites Gerät repariert werden muss.
Höhere Anforderungen an den helfenden Rechner
Der benötigte Speicherplatz von mindestens 60 GB muss auf dem zweiten Mac bereitstehen, von dem aus der Reparaturprozess initiiert und gesteuert wird. Bei diesem Vorgang fungiert das funktionierende System als Host-Gerät, das die notwendigen System- und Wiederherstellungsdateien herunterlädt und auf den fehlerhaften Rechner überträgt.
Für Nutzer und IT-Administratoren bedeutet diese Vorgabe, dass ein spontaner Einsatz eines Zweitgeräts zur Systemrettung eine ausreichende Speicherkapazität voraussetzt. Insbesondere auf Geräten mit kleineren internen SSD-Konfigurationen kann ein Puffer von 60 GB eine vorherige Bereinigung des Speichers erforderlich machen, bevor die Wiederherstellung gestartet werden kann.
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Vereinfachte Abwicklung direkt über das Betriebssystem
Das Verfahren zur Behebung tiefgreifender Systemprobleme bei Macs wurde in den vergangenen Jahren technisch grundlegend überarbeitet. Seit der Veröffentlichung von macOS Sonoma lässt sich die Wiederherstellung unmittelbar über den Finder des Host-Rechners durchführen. Zuvor war für diesen Vorgang zwingend der Einsatz des separaten Programms Apple Configurator notwendig.
Wird der betroffene Mac mit einem passenden Kabel verbunden und in den DFU-Modus versetzt, erkennt macOS das verbundene Gerät automatisch in der Seitenleiste des Finders. Von dort aus können Anwender die erforderlichen Reparaturmaßnahmen direkt anstoßen.
Wiederbelebung oder vollständiges Zurücksetzen
Bei der Fehlerbehebung im DFU-Modus stehen zwei unterschiedliche Verfahren zur Auswahl:
- Wiederbelebung: Bei dieser Option wird die Firmware des betroffenen Rechners aktualisiert und das Wiederherstellungssystem neu aufgespielt. Der Vorteil dieses Weges liegt darin, dass die auf dem internen Laufwerk gespeicherten Nutzerdaten erhalten bleiben.
- Vollständige Wiederherstellung: Schlägt die reine Wiederbelebung fehl oder ist das System irreparabel beschädigt, bleibt das komplette Zurücksetzen des Geräts. Dabei wird der Mac vollständig gelöscht, die Firmware neu installiert und das Betriebssystem in den Auslieferungszustand versetzt. Sämtliche vorhandenen Daten gehen dabei verloren.
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Mit der gestiegenen Speicherplatzanforderung auf 60 GB stellt Apple sicher, dass für die umfangreicheren Systemabbilder und temporären Installationsdaten genügend Kapazität auf dem ausführenden Rechner bereitsteht.

