Ältere Apple-Rechner wie das MacBook Air aus dem Jahr 2013 stoßen bei der Software-Aktualisierung auf technische Hürden. Viele Anwendungen setzen mindestens OS X 10.9 Mavericks voraus, während auf den Geräten ab Werk oft noch OS X 10.8.4 eingerichtet ist.
Eine erfolgreiche Inbetriebnahme erfordert oft spezifische Schritte zur Umgehung von Systemfehlern, zur Rechteverwaltung oder bei der parallelen Einrichtung moderner Windows-Betriebssysteme über Boot Camp.
Upgrade auf OS X Mavericks und Behebung von Systemfehlern
Beim Upgrade eines 2013er MacBook Air von OS X 10.8.4 auf OS X 10.9 Mavericks verlangen viele neuere Programme mindestens die höhere Betriebssystemversion. Fehlen für den Installationsprozess die notwendigen Administratorrechte oder ist das Kennwort unbekannt, lässt sich das System über die Tastenkombination Command+S im Einzelbenutzermodus starten.
Über die Befehlsabfolge fsck -y, mount -uaw /, rm /var/db/.AppleSetupDone und einen anschließenden Neustart per reboot wird der Einrichtungsassistent reaktiviert. Nutzer können daraufhin ein neues Administratorkonto anlegen und das alte Profil in den Systemeinstellungen unter dem Pfad Benutzer & Gruppen entfernen.
Tritt während der Aktualisierung auf OS X 10.9 die Fehlermeldung auf, dass die Kopie des Installationsprogramms manipuliert oder beschädigt sei, liegt die Ursache an abgelaufenen Zertifikaten. Das Problem lässt sich beheben, indem das Systemdatum vor dem Start des Prozesses manuell auf ein früheres Jahr umgestellt wird. Danach läuft die Installation regulär durch.
Boot-Camp-Installation von Windows 10 auf älteren Modellen
Neben älteren Versionen von macOS lassen sich viele Geräte auch für Windows nutzen. Für ein MacBook Air aus dem Jahr 2011 wird ein 64-Bit-Abbild von Windows 10 benötigt, das direkt von Microsoft bezogen wird, sowie ein USB-Stick mit mindestens 8 GB Speicherplatz.
Über den Boot-Camp-Assistenten wird das Startmedium vorbereitet. Die ISO-Datei darf dabei nicht auf dem Zielstick abgelegt werden, da dieser während der Vorbereitung formatiert wird. Nach dem Anlegen der Partition und der Installation wird das Paket über die Datei Setup im BootCamp-Ordner vervollständigt.
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Für OS X 10.11 gelten identische Arbeitsschritte. Für das kleinere 11-Zoll-Modell des MacBook Air von 2011 wird von einer nativen Windows-10-Installation abgeraten; hier bieten Virtualisierungslösungen wie Parallels, VMware Fusion oder VirtualBox eine stabilere Umgebung.
Auf dem 12 Zoll großen MacBook von 2015 gestaltet sich die Einrichtung ähnlich. Auch hier sind ein 8-GB-USB-Stick, eine 64-Bit-ISO-Datei sowie eine Boot-Camp-Partition von mindestens 30 GB im Format MS-DOS (FAT) erforderlich. Da Macs dieses Modelljahres ausschließlich den GPT-Standard und kein MBR unterstützen, muss der BCD mithilfe des DG-Werkzeugs manuell in die EFI-Partition geschrieben werden.
Nach dem Start mit gehaltener Option-Taste und der Formatierung der Zielpartition im NTFS-Format wird das Betriebssystem aufgespielt. Bei einer Bildschirmauflösung von 1920×1080 Bildpunkten wird unter Windows eine Skalierung von 140 % empfohlen.
Typische Windows-Treiberprobleme und Rückkehr zu Windows 7
Nach einer Neuinstallation unter Windows 10 funktionieren Eingabegeräte wie Touchpad und Tastatur mitunter nicht, da die passenden Treiber fehlen. Zur Behebung wird macOS gestartet, im Boot-Camp-Assistenten ausschließlich der Treiberspeicher auf einen 8-GB-USB-Stick geladen und dieser anschließend unter Windows 10 mithilfe einer externen USB-Maus ausgeführt.
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Ein bekanntes Problem beim MacBook Air von 2011 betrifft zudem den Ruhezustand: Geht das Gerät unter Windows 10 nicht in den Standby-Modus, sollten Windows Update gestoppt, das Hilfsprogramm Wushowhide gestartet und dort die Aktualisierungen der Intel-Treiber ausgeblendet werden.
Fehlt im Windows-Explorer der Kontextmenü-Eintrag für neue Ordner, hilft in der Registry der Wechsel zum Pfad HKEY_CLASSES_ROOT\Directory\Background\shellex\ContextMenuHandlers\New, wo der Standardwert von {D969A300-E7DF-11d0-A93B-00A0C90F2719} auf {D969A300-E7FF-11d0-A93B-00A0C90F2719} angepasst wird.
Soll anstelle von Windows 10 das ältere Windows 7 eingerichtet werden, muss eine bestehende Windows-10-Installation zuvor zwingend über Boot Camp deinstalliert werden. Beim MacBook Air kann alternativ ein bootfähiger USB-Stick genutzt werden, um über ein PE-Menü unter Punkt 2 ein vorbereitetes Windows-7-Image wiederherzustellen.
Eine weitere Option ist die herkömmliche Partitionierung samt Windows-7-Installationsmedium, wobei stets eine vorherige Datensicherung erforderlich ist. Ein vergessenes Mac-Passwort lässt sich in diesem Zusammenhang alternativ über die Tastenkombination Command+R, das Terminal und den Befehl resetpassword zurücksetzen.

