Der Entwickler Om Lahore hat mit RemoveMacAI ein kostenloses Open-Source-Werkzeug unter MIT-Lizenz veröffentlicht, das Apple Intelligence unter macOS 27 Golden Gate abschaltet und die lokal gespeicherten KI-Modelle vollständig vom System entfernt. Das Programm soll rund 12 GB oder mehr Speicherplatz freigeben.
Hintergrund der Entwicklung ist eine Umstellung im aktuellen Betriebssystem von Apple: Seit der Veröffentlichung von macOS 27 im September 2026 fehlt ein zentraler Schalter zur Deaktivierung der KI-Dienste. Nutzer müssen Funktionen einzeln abstellen, während die Modelle dennoch auf dem Datenträger verbleiben und bei Updates neu geladen werden.
Hohe Speicherbelegung auf macOS 27 Golden Gate
Apple beziffert den Bedarf für die neuesten Funktionen auf bis zu 14 GB On-Device-Speicher für Rechner mit M3-Chip oder neuer sowie mindestens 12 GB Unified Memory; andere kompatible Macs benötigen bis zu 8 GB, während es unter macOS 26 bis zu 7 GB waren.
Reale Messungen dokumentierten laut Berichten vom 5. Oktober 2026 jedoch deutlich höhere Werte zwischen 20 und 30 GB. Auf einem Mac mini wurden 20,67 GB und auf einem M3 MacBook Air 22,42 GB festgestellt, während ein Nutzer 30,16 GB meldete.
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The Verge verzeichnete in den Systemeinstellungen eines MacBook Air 35,05 GB, und MacRumors ermittelte 20,67 GB auf einem M4 Pro Mac mini. In einem Erfahrungsbericht sank der freie Speicher nach dem Update von macOS Tahoe auf Golden Gate von etwa 35 GB auf knapp 20 GB. Nach der Ausführung von RemoveMacAI wies das System 0 MB Speicher für Apple Intelligence aus.
Besonders für Geräte mit 256 GB Festspeicher, die sich nachträglich nicht erweitern lassen, führt diese Auslastung zu Problemen. Andrew Cunningham von Ars Technica hielt in seinem System-Review fest, dass generative KI bei einer Installation von macOS 27 unvermeidbar sei.
John Gruber von Daring Fireball erklärte, dass Institutionen mit internen KI-Verboten Golden Gate nicht zulassen und auf den Kauf neuer Rechner verzichten, solange Apple Intelligence nicht entfernbar bleibt.
Funktionsweise und blockierte Systemdienste
RemoveMacAI installiert zur Deaktivierung ein Konfigurationsprofil und nutzt Apples Restriktionsschlüssel. Die KI-Modelle werden über Apples Asset-Dienst entfernt. Um erneute Downloads zu blockieren, leitet das Tool Anfragen auf einen geschlossenen lokalen Port um (127.0.0.1 Port 9). Die System Integrity Protection bleibt dabei aktiv, und das geschützte System-Volume wird nicht modifiziert.
Das Werkzeug entfernt fünf Modellsets: Foundation Models, Image/Genmoji, Spatial Photos, Photos Clean Up sowie die Codevervollständigung für Xcode. Es deaktiviert unter anderem Siri samt Menüleistensymbol, Writing Tools, Genmoji, Image Playground, die ChatGPT-Erweiterung, visuelle Intelligenz sowie Zusammenfassungen in Safari, Mail, Messages und Notes.
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Die Diktierfunktion bleibt hingegen aktiv. Über den Befehl zum Zurücksetzen lassen sich alle Änderungen umkehren. Mit einer Beibehalte-Option können einzelne Features bewahrt werden, wobei Textfunktionen den Verbleib der Foundation Models erfordern.
Grafische Oberfläche und technische Hürden
RemoveMacAI läuft ausschließlich auf Rechnern mit Apple Silicon und wurde auf macOS 27.0 getestet; für macOS 27.0.1 wird Version 0.2.3 oder später empfohlen.
Wie Berichte vom 7. Oktober 2026 zeigen, steht die Software inzwischen zusätzlich als App mit grafischer Benutzeroberfläche bereit. Diese stellt Modifikationen vor der Ausführung dar und bietet eine Rückgängig-Funktion. Da die App nicht notarisiert ist, sind zusätzliche Schritte beim Öffnen erforderlich.
Das Tool stammt nicht von Apple, weshalb künftige Betriebssystem-Updates die Funktionsweise beeinträchtigen könnten. Die genutzten Profil-Restriktionen gelten seit macOS 26.4 als veraltet, greifen unter macOS 27.0.1 aber weiterhin. Das Projekt verzeichnete laut Ars Technica auf GitHub zunächst über 1.700 Sterne und stieg am Dienstagmorgen auf über 2.800 Sterne an.

