MacBook Air: Lieferengpässe in Europa – DRAM-Knappheit trifft Apple

Apples MacBook-Air-Auslieferungen in Europa stocken wegen DRAM-Mangel. Parallel locken Rabatte auf M3-Modelle, während die Preise für neue Geräte steigen.

Berichte vom 12. August 2026 bestätigen weitreichende Lieferengpässe bei Apples MacBook-Air-Modellen in Europa. Während die Verfügbarkeit neuer Geräte stark eingeschränkt ist, setzt das Unternehmen gleichzeitig auf aggressive Rabattaktionen für MacBook-Pro-Modelle mit M3-Chips, um die Marktdynamik aufrechtzuerhalten. Die Verzögerungen betreffen sowohl Standardkonfigurationen als auch individuell angepasste Geräte und ziehen sich durch das gesamte aktuelle Hardware-Portfolio.

Verzögerungen bei Auslieferungen und Preisgestaltung

Im Apple Online Store werden die Lieferzeiten für das MacBook Air derzeit mit zwei bis drei Wochen angegeben. Bei kundenindividuellen Konfigurationen (Custom-Konfigurationen) müssen Käufer laut aktuellen Daten vom 12. August 2026 mit Wartezeiten von über einem Monat rechnen. Detaillierte Logistikdaten für bestimmte Regionen verdeutlichten bereits Anfang der Woche das Ausmaß der Engpässe: Während ein herkömmliches MacBook Neo innerhalb von zwei Tagen lieferbar war, wurden für das 13″ MacBook Air M5 mit 16 GB Arbeitsspeicher und 512 GB SSD-Speicher Zeiträume von 15 bis 22 Tagen aufgerufen. Noch gravierender stellten sich die Wartezeiten für Hochleistungsrechner dar; ein Mac Studio mit M4 Max Chip wurde mit einer Lieferzeit von 56 bis 70 Tagen gelistet.

Trotz dieser Knappheit zeigen sich im Einzelhandel unterschiedliche Preisstrategien. Bei Amazon wurde das 13″ MacBook Air M5 (16 GB/512 GB) zuletzt für 1.243 US-Dollar geführt, was einem Nachlass gegenüber dem regulären Preis von 1.299 US-Dollar entspricht. Die 15″-Variante in gleicher Konfiguration war für 1.399 US-Dollar statt 1.499 US-Dollar erhältlich. Apple selbst bietet im Rahmen seines Refurbished-Programms das 13″ MacBook Air M5 für 1.099 US-Dollar an. Diese Preisstruktur steht vor dem Hintergrund einer Preiserhöhung im Juni 2026, als der Einstiegspreis für das 13″-Modell von 1.099 US-Dollar auf 1.299 US-Dollar angehoben wurde.

DRAM-Knappheit als Ursache für Produktionsengpässe

Branchenanalysen und Medienberichte identifizieren eine akute Speicherknappheit als Hauptursache für die instabilen Lieferketten. Der Branchenanalyst Ming-Chi Kuo berichtete bereits am 10. August 2026, dass Apple seine Hardware-Lieferungen für das Jahr 2026 aufgrund eines Mangels an DRAM-Komponenten reduzieren müsse. Diese Verknappung betrifft neben dem MacBook Air auch den Mac mini, den Mac Studio sowie kommende iPhone-Generationen.

Marktdaten von TrendForce unterstreichen den finanziellen Druck auf die Hardware-Hersteller: Im ersten Quartal 2026 stiegen die DRAM-Preise um 98 %. Für das zweite Quartal wird ein weiterer Anstieg zwischen 58 % und 63 % erwartet. Apple-CEO Tim Cook ordnete die aktuelle Situation in einer Stellungnahme als ein Jahrhundertereignis ein und sprach von einer Jahrhundertflut. Auch Zulieferer wie Catcher meldeten für das zweite Quartal 2026 sinkende Notebook-Auslieferungen und Umsatzeinbußen infolge der Komponentenknappheit.

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Marktprognosen und strategische Neuausrichtung

Um die Abhängigkeit von bisherigen Lieferanten zu verringern, prüft Apple laut Berichten des Wall Street Journal den Einsatz von CXMT-Speicherchips. Dies beträfe insbesondere Geräte für den chinesischen Markt, wobei eine entsprechende Genehmigung des Weißen Hauses für diese Kooperation erforderlich wäre.

Trotz der Produktionsschwierigkeiten konnte Apple für das dritte Quartal 2026 einen Umsatz von 109,42 Milliarden US-Dollar und einen Gewinn pro Aktie von 2,02 US-Dollar ausweisen. Die Dividende wurde mit 27 Cent angegeben. Dennoch bleibt der Ausblick für Endverbraucher angespannt. Experten raten derzeit dazu, Basismodelle mit 16 GB Arbeitsspeicher bei Verfügbarkeit zeitnah zu erwerben, da vor 2028 nicht mit signifikanten Preissenkungen zu rechnen sei.

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Branchenvertreter prognostizieren eine langanhaltende Krise. Während der Speicherhersteller SK Hynix das Jahr 2027 als den voraussichtlichen Tiefpunkt der Knappheit bezeichnet und erst ab 2028 mit Besserung rechnet, warnte der Chef des Herstellers ADATA sogar vor einer bis zu zehn Jahre andauernden Instabilität bei Speichermodulen. Dies könnte dazu führen, dass zukünftige Spitzenmodelle wie das iPhone 18 Pro oder faltbare Endgeräte nur in limitierten Stückzahlen auf den Markt kommen.