Die weltweite Speicherknappheit sorgt aktuell für lange Wartezeiten bei Apples MacBook Air – ausgerechnet in der wichtigsten Kaufsaison für Studierende und Berufseinsteiger. Wer jetzt ein Gerät bestellt, muss mit mehreren Wochen Lieferzeit rechnen.
Die Nachfrage nach den schlanken Laptops ist groß, doch die Verfügbarkeit ist es nicht. Branchenberichte aus den ersten Augusttagen zeigen: Neubestellungen werden vielerorts erst Ende August oder sogar Anfang September ausgeliefert. Damit gerät die für Apple wichtige Phase der Studienanfänger- und Upgrade-Käufe ins Stocken.
Mehr Leistung dank M4-Chip
Die neue MacBook-Air-Generation setzt auf den M4-Prozessor, der im modernen 3-Nanometer-Verfahren gefertigt wird. Die Leistungssteigerung gegenüber dem Vorgänger M3 liegt je nach Anwendungsszenario zwischen 20 und 40 Prozent – ein deutlicher Sprung, der sich vor allem bei rechenintensiven Aufgaben bemerkbar macht.
Das 13,6-Zoll-Modell bietet ein Liquid-Retina-Display mit 2560×1664 Pixeln und einer Helligkeit von 500 Nits. Erstmals unterstützt die Air-Serie hardwarebeschleunigtes Raytracing, was insbesondere Kreativschaffenden zugutekommt. Die Akkulaufzeit bleibt mit 18 Stunden auf gewohnt hohem Niveau. Zudem unterstützt die M4-Konfiguration nun bis zu 32 Gigabyte Arbeitsspeicher – ein Zugeständnis an aufwendiges Multitasking und anspruchsvolle Workflows.
Bereits im März hatte Apple mit der M5-Serie nachgelegt. Diese Modelle sollen eine vierfach höhere KI-Leistung bieten und waren für die erweiterte Siri-Integration ausgelegt. Der Basisspeicher wurde in bestimmten Konfigurationen auf 512 Gigabyte verdoppelt.
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Rabatte trotz Knappheit
Die angespannte Lage hält Händler nicht davon ab, mit Preisen zu lockern. In der ersten Augustwoche senkte Amazon den Preis für das 13-Zoll-Modell mit 16 Gigabyte RAM auf unter 1.000 Dollar – ein Abschlag von rund 200 Dollar gegenüber der unverbindlichen Preisempfehlung. Auch in Frankreich gab es Anfang August Aktionen: Dort wurde die 13-Zoll-M4-Konfiguration für 1.075,44 Euro gelistet.
Doch die Schnäppchen sind begrenzt. Am 1. August startete Apple in Deutschland zudem ein Bundle-Angebot mit MacBook Air und iPhone 17 – doch auch hier gelten lange Wartezeiten. Hochwertige Konfigurationen können mehr als einen Monat auf sich warten lassen.
Wer es eilig hat, für den könnte sich ein Blick auf die refurbished Geräte von Apple lohnen. Marktbeobachter verweisen auf offizielle Generalüberholte-Modelle der M5-Serie mit 16 Gigabyte RAM und 512 Gigabyte Speicher, die mit Abschlägen zwischen 200 und 230 Dollar gehandelt werden.
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Branche rechnet mit langer Durststrecke
Die Speicherkrise ist kein kurzfristiges Phänomen. Branchenprognosen gehen davon aus, dass die Engpässe bis 2028 anhalten könnten. Das verändert auch die Vermarktungsstrategien der Hersteller.
Angesichts der Lieferverzögerungen beim MacBook Air lenken Händler Kunden offenbar vermehrt auf das teurere MacBook Pro – Einstiegspreis 1.999 Dollar. Dabei bleibt das Air eigentlich der Zugangspunkt ins Apple-Laptop-Universum: Basismodelle wie das MacBook Neo mit A-Serie-Chips gibt es bereits ab 599 Dollar. Ausgerechnet die mittlere und obere Leistungsklasse der Air-Reihe ist nun am stärksten vom Komponentenmangel betroffen.
Die Vorbestellungen für die M4-Modelle starteten am 24. Mai, der offizielle Verkaufsstart folgte am 3. Juni. Händler raten Kunden, die noch vor dem Ende des Sommers ein Gerät benötigen, zu schnellen Kaufentscheidungen – die aktuellen Bestände könnten rasch vergriffen sein.

