MacBook Air vor dem Aus: Apple plant radikale Neuordnung

Apple plant offenbar ein neues Einstiegs-MacBook, das die Air-Reihe ersetzen könnte. Preise in Asien steigen, während Rabatte in Europa locken.

Gerüchte um eine Neuordnung der MacBook-Familie verdichten sich – und ein neues Einstiegsmodell könnte die legendäre Air-Reihe ablösen.

Seit Jahren ist das MacBook Air Apples Tor zur Welt der Laptops. Doch nun mehren sich die Anzeichen, dass der Konzern seine Produktpalette radikal umkrempeln könnte. Branchenbeobachter und bekannte Leaker wie Sonny Dickson spekulieren über eine Zukunft ohne das Air-Branding. Der Grund: Die Leistungsschere zwischen dem aktuellen 13-Zoll-MacBook Air und dem günstigsten MacBook Pro ist so klein geworden, dass eine eigene Baureihe kaum noch zu rechtfertigen ist.

Ein neuer Name für den Einstieg: Das „MacBook“ kehrt zurück?

In diesem Szenario würde ein schlicht „MacBook“ oder „New MacBook“ genanntes 14-Zoll-Gerät die Einstiegsposition einnehmen. Das 16-Zoll-MacBook Pro bliebe das unangefochtene Flaggschiff. Diese These wird durch Berichte aus dem asiatischen Raum gestützt. Autorisierten Händlern zufolge taucht dort bereits ein Gerät mit der Bezeichnung „MacBook Neo“ in den Systemen auf – offenbar ein Vorbote der neuen Strategie.

Preissprünge in Asien, Rabatte im Westen

Die Gerüchteküche brodelt nicht ohne Grund. In Vietnam haben autorisierte Distributoren Ende Juni 2025 den Verkauf älterer Modelle wie dem M2- und M4-MacBook Air sowie dem M4-MacBook Pro eingestellt. Der Fokus liegt nun auf dem MacBook Neo und den M5-Generationen von Air und Pro. Die Kehrseite der Medaille: Die Preise in Vietnam stiegen um 15 bis 30 Prozent.

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Auch in Indonesien zogen die Preise im Juli 2026 kräftig an. Das 13-Zoll-Einstiegsmodell verteuerte sich von umgerechnet rund 620 Euro auf knapp 780 Euro. Die teuerste 16-Zoll-Konfiguration kostet inzwischen fast 5.700 Euro. Ein klares Signal, dass Apple die Margen in Schwellenländern optimiert.

Doch während die Preise in Asien steigen, locken Händler in Europa und den USA weiterhin mit Rabatten. Amazon in Großbritannien und den USA bietet Anfang Juli 2026 deutliche Nachlässe auf M4- und M5-MacBook-Air-Modelle. Offenbar räumt Apple die Lager für die neue Generation.

Der Blick nach vorn: M6 und M7 als Gamechanger

Die Zukunft der MacBook-Reihe hängt maßgeblich an Apples hauseigenen Prozessoren. Der kommende M6-Chip gilt als Übergangsmodell. Analysten erwarten, dass er auf Basiskonfigurationen beschränkt bleibt – ohne die leistungsstärkeren „Pro“- oder „Max“-Varianten. Sein Debüt soll er im Herbst 2026 in einem 14-Zoll-MacBook Pro geben. Ein MacBook Air mit M6 könnte Anfang 2027 folgen.

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Der eigentliche Quantensprung wird jedoch für 2027 erwartet. Der M7-Chip, gefertigt im 2-Nanometer-Verfahren, soll die KI-Verarbeitung auf dem Gerät massiv vorantreiben und die Speicherbandbreite deutlich erhöhen. Mit ihm soll auch ein großes Redesign der MacBook-Pro-Reihe in der ersten Jahreshälfte 2027 einhergehen – eine neue Optik und verbesserte Innenarchitektur inklusive.

Schlussstrich unter Intel: Software-Support endet

Während Apple nach vorne schaut, wird auch die Vergangenheit abgeräumt. Die System-Updates im Herbst 2026 werden für 16 verschiedene Geräte das Ende der Software-Kompatibilität bedeuten. Besonders hart trifft es alle verbliebenen Intel-Macs. Sie erhalten keine neuen Funktionen mehr. Immerhin: Ein zusätzliches Jahr mit kritischen Sicherheitsupdates ist geplant, um die Geräte noch sicher zu halten. Für Nutzer älterer iPads und Apple Watches endet der Support ebenfalls.