MacBook M5: Einzelhandel senkt Preise auf Rekordtiefs im August

Apples M5-Laptops erreichen dank Einzelhandelsaktionen und Refurbished-Angeboten neue Tiefstpreise, während Lieferkettenprobleme bestehen bleiben.

Die Preisstruktur für Apples aktuelle Laptop-Generation verzeichnete im August 2026 eine signifikante Dynamik. Während der Hersteller die Listenpreise für die M5-Modelle erst im Juni 2026 angehoben hatte, reagiert der Einzelhandel nun mit deutlichen Preisnachlässen. Diese Entwicklung führt dazu, dass die Preise für das MacBook Air und das MacBook Pro mit M5-Chip teilweise die niedrigsten Stände seit ihrer Markteinführung erreicht haben.

Preisvorteile im Einzelhandel und im Refurbished-Sektor

Besonders deutlich zeigt sich die aktuelle Preisreduktion bei großen Online-Händlern. Amazon listete das 15 Zoll MacBook Air in der Konfiguration mit 16 GB Arbeitsspeicher und einer 512 GB SSD für US-Dollar 1.099,99. Dies entspricht einem Preisnachlass von 15 Prozent gegenüber dem Listenpreis von US-Dollar 1.299,99. Bei der kleineren 13-Zoll-Variante des MacBook Air mit identischer Speicherbestückung wurde mit einem Preis von US-Dollar 899,99 erstmals die Marke von US-Dollar 900 unterschritten, was einem Rabatt von 18 Prozent auf den ursprünglichen Preis von US-Dollar 1.099,99 entspricht.

Parallel dazu zeigt sich eine verbesserte Verfügbarkeit im offiziellen Refurbished Store von Apple. Das 14 Zoll MacBook Pro mit M5-Chip, 16 GB RAM und 512 GB SSD wurde dort für US-Dollar 1.439 wieder ins Sortiment aufgenommen, nachdem der reguläre Neupreis zuvor bei US-Dollar 1.999 gelegen hatte. Die Variante mit einer 1 TB großen Festplatte wurde für US-Dollar 1.699 angeboten, was einer Ersparnis von US-Dollar 300 entspricht. Berichten zufolge war die Farbausführung in Space Black jedoch zeitweise bereits wieder vergriffen.

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Kontext der Preisanpassungen im Juni 2026

Diese Rabattierungen stehen im Kontrast zu den offiziellen Preiserhöhungen, die Apple im Juni 2026 vorgenommen hatte. Zu diesem Zeitpunkt stieg der Einstiegspreis für das MacBook Air von US-Dollar 1.099 auf US-Dollar 1.299 an. Auch die Pro-Serie war von dieser Anpassung betroffen; hier erhöhte sich der Basispreis von US-Dollar 1.699 auf US-Dollar 1.999.

Hintergrund dieser Maßnahmen sind unter anderem drastisch gestiegene Kosten in der Lieferkette. Apple-CEO Tim Cook verwies in diesem Zusammenhang auf Speicherpreise, die zuletzt exponentiell angestiegen seien. Ein wesentlicher Treiber dieser Entwicklung ist der hohe Bedarf an Hardware-Komponenten für Anwendungen im Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI), der zu einem allgemeinen Speichermangel führte. In der Folge sah sich Apple gezwungen, die Hardware-Lieferungen für das Jahr 2026 zu kürzen.

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Lieferzeiten und technologische Ausweichmanöver

Die angespannte Lage bei den Komponenten spiegelt sich auch in den Lieferzeiten wider, die im August 2026 weiterhin auf einem hohen Niveau verharrten. Für ein 13 Zoll MacBook Air in der Standardkonfiguration mit 16 GB RAM und 512 GB SSD mussten Kunden mit Wartezeiten von 15 bis 22 Tagen rechnen. Noch deutlicher zeigt sich der Engpass bei den Hochleistungsmodellen: Das MacBook Pro mit M5 Max Chip und Vollausstattung (128 GB RAM/2 TB SSD) wies Lieferzeiten von 50 bis 57 Tagen auf.

In China reagierte Apple auf die Verzögerungen beim MacBook Air offenbar mit Tests neuer Zulieferer. Berichten vom August 2026 zufolge prüft das Unternehmen den Einsatz von DRAM-Komponenten des Herstellers ChangXin (CXMT), um die Abhängigkeit von bisherigen Lieferanten zu verringern und die Produktionskapazitäten zu stabilisieren. Dort lagen die Lieferzeiten für Modelle mit 16 GB RAM bei zwei bis drei Wochen, während Konfigurationen mit 24 GB oder 32 GB Arbeitsspeicher erst nach vier bis sechs Wochen versandbereit waren.