MacBook Neo: 1,1 Millionen Verkäufe in weniger als einem Monat

Apples MacBook Neo verkauft sich über eine Million Mal, doch AMD attackiert die Spieleleistung des A18 Pro.

Mit über 1,1 Millionen verkauften Einheiten in weniger als einem Monat zeigt der kalifornische Konzern, dass die Nachfrage nach günstigeren Macs ungebrochen ist. Doch die Konkurrenz schläft nicht – und geht nun in die Offensive.

AMD greift an: „Nur 5 von 20 Games laufen nativ“

Am Montag startete AMD eine gezielte Marketingkampagne, die die Leistungsfähigkeit des MacBook Neo infrage stellt. Im Fokus der Kritik: der A18 Pro-Prozessor, der das neue Einsteigermodell antreibt. Laut AMDs internen Tests liefen 15 der 20 beliebtesten PC-Spiele nicht nativ auf dem MacBook Neo. Zum Vergleich: Systeme mit AMDs Ryzen 5 220 und 240 – etwa das HP OmniBook X Flip – unterstützten alle 20 Titel.

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Doch damit nicht genug. Der Chip-Hersteller legte Benchmark-Ergebnisse vor, die eine deutliche Überlegenheit der eigenen Chips zeigen sollen: 57 Prozent schnellere Multitasking-Leistung und 38 Prozent höhere Geschwindigkeit bei der Content-Erstellung im Vergleich zum A18 Pro. Zudem fehlen dem MacBook Neo Features, die in der Windows-Welt längst Standard sind: Touchscreens, USB-A-Anschlüsse und HDMI-Ports.

Branchenbeobachter relativieren jedoch: Das MacBook Neo sei für den täglichen Produktivitätseinsatz konzipiert, nicht für High-End-Gaming. Die aggressive Werbestrategie zeige vor allem, wie hart der Kampf im Sub-1000-Euro-Markt geworden sei.

Die Hardware: Solide Basis zum Kampfpreis

Das MacBook Neo kommt mit einem 13-Zoll-Liquid-Retina-Display, 8 Gigabyte RAM und einer 256-Gigabyte-SSD in der Basisversion. Apples Akku hält offiziell 16 Stunden durch, das Gewicht liegt bei überschaubaren 1,23 Kilogramm.

Schon wenige Wochen nach dem Launch drücken Händler die Preise kräftig. Amazon listete das Modell in Europa zwischenzeitlich für 649 Euro – ein Rekordtief. In den USA kamen Prime-Mitglieder teilweise für umgerechnet rund 540 Euro an das Gerät. In Indien lag der Preis zu Wochenbeginn bei umgerechnet etwa 700 Euro, inklusive zusätzlicher Bankrabatte.

Doch Vorsicht: Manche Hardware-Tester raten, genauer hinzuschauen. Refurbished M4 MacBook Air Modelle mit 16 Gigabyte RAM sind derzeit ab etwa 700 Euro erhältlich – und bieten deutlich mehr Leistung.

Dell, HP und Co. machen Druck

Das MacBook Neo betritt ein übervolles Feld. Auf der Computex 2026 in Taipeh präsentierte Dell ein überarbeitetes XPS 13 zum Einstiegspreis von umgerechnet rund 640 Euro – im Studentenangebot sogar für 550 Euro. Die Ausstattung kann sich sehen lassen: 2,5K-Touchdisplay und Wi-Fi 7. Dells Modell ist zudem dünner und leichter als das MacBook Neo.

Vier weitere Mac-Modelle noch 2026 erwartet

Das MacBook Neo ist nur der Auftakt von Apples Hardware-Offensive für dieses Jahr. Branchenkreisen zufolge sollen noch vier weitere Mac-Modelle folgen:

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  • Ein neues Mac Studio mit M5 Max und M5 Ultra Chips
  • Ein aktualisierter iMac mit M5-Prozessor und frischer Farbpalette
  • Ein redesignter Mac Mini in M5- und M5-Pro-Konfigurationen
  • Ein High-End MacBook Ultra mit OLED-Touchscreen und Dynamic-Island-Schnittstelle

Die Ankündigungen setzen die Händler unter Zugzwang. B&H Photo senkte den Preis für das M4 13-Zoll MacBook Air auf umgerechnet rund 820 Euro – ein Angebot, das noch bis zum 28. Juni läuft. Und das 16-Zoll M5 Pro MacBook Pro mit Nano-Textur-Display verbilligte sich am heutigen Dienstag um satte 275 Euro.

Der Markt für Notebooks bleibt also in Bewegung – und Apples Einstiegsoffensive mit dem MacBook Neo ist erst der Anfang.