Das geht aus neuen Details hervor, die Mitte Juli 2026 bekannt wurden. Der Zeitpunkt ist kein Zufall: Im zweiten Quartal 2026 war Apple der einzige Hersteller mit Wachstum in einem schrumpfenden PC-Markt – angetrieben vom Erfolg des ersten MacBook Neo.
Neue Technik für das Budget-Notebook
Das MacBook Neo 2 soll einem Bericht vom 11. Juli 2026 zufolge mit dem A19 Pro-Chip ausgestattet werden. Die Leistungsdaten können sich sehen lassen: 10 Prozent mehr Single-Core-Power, 14 Prozent bei Mehrkern-Anwendungen. Besonders deutlich fällt der Sprung bei der Grafik aus – hier verspricht Apple satte 40 Prozent mehr Leistung.
Um lokale KI-Modelle flüssig ausführen zu können, plant der Konzern offenbar eine Aufstockung des Arbeitsspeichers von 8 auf 12 Gigabyte. Auch die SSD-Geschwindigkeit soll sich verdoppeln. Der Verkaufsstart wird für Januar 2027 erwartet.
Der Preis dürfte allerdings steigen: Statt 599 Dollar für das Vorgängermodell (Start März 2026) soll das Neo 2 bei 699 Dollar beginnen. Zum Vergleich: Das aktuelle MacBook Neo bietet ein 13-Zoll Liquid Retina Display, kommt lüfterlos aus und hält rund 13,5 Stunden durch.
Apple trotzt dem PC-Markt-Einbruch
Die Zahlen für das zweite Quartal 2026 zeigen ein geteiltes Bild. Weltweit gingen die PC-Auslieferungen um 4,9 Prozent auf 68,2 Millionen Geräte zurück. Apple hingegen legte um 10,1 Prozent zu und verkaufte 6,7 Millionen Macs. Der Marktanteil stieg von 8,5 auf 9,9 Prozent.
Die Konkurrenz blieb zurück: Lenovo verlor 2,1 Prozent (16,6 Millionen Einheiten), HP musste ein Minus von 9,0 Prozent verkraften (13,0 Millionen). Dell verbuchte einen Rückgang um 5,0 Prozent auf 9,3 Millionen Geräte. Branchenbeobachter sehen den Erfolg des günstigen MacBook Neo als Hauptgrund für Apples Widerstandsfähigkeit.
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Lieferketten-Probleme treiben Preise
Der Erfolg kommt zu einer schwierigen Zeit. Apple-Chef Tim Cook warnte bereits vor deutlichen Preiserhöhungen in der gesamten Produktpalette. Grund ist eine Krise auf dem RAM- und Speicherchip-Markt. Die enorme Nachfrage nach KI-fähiger Hardware treibt die Kosten für Speicherbausteine in die Höhe – ein Trend, der bis 2028 anhalten dürfte.
Die Folgen sind bereits spürbar: In Indonesien verteuerte sich das Basis-MacBook Neo um umgerechnet rund 150 Euro, High-End-Modelle wie das MacBook Pro mit M5 Pro-Chip sogar um knapp 570 Euro. In Deutschland stiegen die Preise für bestimmte MacBook Pro-Konfigurationen um 600 Euro. Apple reagiert eigenen Angaben zufolge mit Vorauszahlungen an Chip-Hersteller und finanziert sogar den Kapazitätsausbau mit.
Neue Strategie bei den Prozessoren
Apple scheint zudem seinen Silicon-Fahrplan zu überdenken. Analysten berichten von einer möglichen Neuausrichtung bei der M-Serie. Demnach könnte Apple die Varianten M6 Pro und M6 Max ganz überspringen und sich auf einen Standard-M6-Chip für Ende 2026 konzentrieren.
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Die Lücke im High-End-Segment soll ein neues „MacBook Ultra“ füllen. Das Gerät könnte mit OLED-Touchscreen, dünnerem Gehäuse und Dynamic Island daherkommen. Der Launch ist zwischen Ende 2026 und Anfang 2027 geplant – angetrieben von M5 Pro oder M5 Max-Chips.
Weiter in die Zukunft blickend: Apple treibt die Entwicklung der M7-Chip-Familie voran, die auf einem 2-Nanometer-Verfahren basieren soll. Die M7 Pro und M7 Max MacBook Pro-Modelle werden für Ende 2027 erwartet. Im Laufe des Jahres 2028 könnten dann MacBook Air, Mac Studio und iMac mit dem M7-Chip ausgestattet werden.

