Apple arbeitet an einer überarbeiteten Version des MacBook Neo. Das neue Modell soll mit einem A19 Pro-Chip und 12 Gigabyte Arbeitsspeicher ausgestattet werden – ein deutliches Upgrade, das vor allem die KI-Funktionen des Geräts verbessern dürfte.
Berichte vom 24. und 25. Juli 2026 zeigen: Der Konzern testet derzeit eine Hardware-Auffrischung des beliebten Einsteiger-Laptops. Die Entscheidung fällt in eine Zeit, in der das aktuelle MacBook Neo den weltweit schwächelnden PC-Markt für Apple mehr als wettmacht.
Technische Daten: Mehr Power für lokale KI
Das sogenannte MacBook Neo 2 wird mit einer abgespeckten Version des A19 Pro-Chips getestet. Die CPU soll 10 bis 15 Prozent schneller arbeiten als der aktuelle A18 Pro. Noch deutlicher fällt der Sprung bei der Grafik aus: Die GPU mit fünf Kernen soll eine Leistungssteigerung von rund 40 Prozent liefern.
Der wichtigste Unterschied für die Nutzer: Statt bisher 8 Gigabyte setzt Apple nun auf 12 Gigabyte einheitlichen Arbeitsspeicher. Der Grund liegt auf der Hand: „Apple Intelligence“, die hauseigene KI-Plattform, braucht mehr Speicher für die lokale Verarbeitung. Ohne das Upgrade wären viele KI-Funktionen auf dem Einsteiger-Modell kaum nutzbar.
Eine grundlegende Neugestaltung des Gehäuses ist nicht geplant. Insidern zufolge könnte Apple jedoch neue Farbvarianten ins Sortiment aufnehmen – zusätzlich zu den bestehenden Tönen Citrus, Blush, Indigo und Silver. Der Marktstart ist für das Frühjahr 2027 vorgesehen.
Apples Erfolg trotz PC-Flaute
Die Entwicklung des Nachfolgers kommt nicht von ungefähr. Das ursprüngliche MacBook Neo, das im März 2026 auf den Markt kam, beschert Apple weiterhin starke Verkaufszahlen. Laut IDC stiegen die Mac-Auslieferungen im zweiten Quartal 2026 um 10,1 Prozent auf 6,7 Millionen Geräte. Apples Marktanteil wuchs von 8,5 auf 9,9 Prozent.
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Damit trotzt der Konzern dem Branchentrend. Die weltweiten PC-Verkäufe brachen im selben Zeitraum um 4,9 Prozent auf 68,2 Millionen Einheiten ein. Die Konkurrenz verzeichnete deutliche Verluste: Lenovo verlor 2,1 Prozent, HP stürzte um 9 Prozent ab, Dell um 5 Prozent. Noch optimistischere Zahlen liefert die Marktforschung Counterpoint, die für Apple sogar ein Plus von 13 Prozent sieht, während der Gesamtmarkt um 4 Prozent schrumpfte.
Preiserhöhung wegen Speicherkrise
Trotz der hohen Nachfrage – das MacBook Neo war nach dem Start zeitweise ausverkauft – geriet Apple unter Preisdruck. Steigende Komponentenkosten zwangen den Konzern am 25. Juni 2026 zu einer Anpassung: Der Einstiegspreis stieg von 599 auf 699 Euro.
Haupttreiber ist der explosionsartige Anstieg der Speicherpreise. Die DRAM-Kosten schnellten im ersten Quartal 2026 um 98 Prozent nach oben. Im zweiten Quartal legten sie noch einmal um 58 bis 63 Prozent zu. Der Grund: KI-Rechenzentren saugen die Speicherproduktion auf. Analysten rechnen damit, dass sich diese Krise bis ins Jahr 2027 hinziehen wird.
Die große Mac-Offensive bis 2027
Das MacBook Neo 2 ist nur ein Teil einer umfassenden Erneuerung der Mac-Reihe. Apples Roadmap sieht mehrere wichtige Veröffentlichungen vor:
- Herbst 2026: Ein günstigeres 14-Zoll MacBook Pro und ein überarbeiteter iMac, beide mit M6-Chips
- Ende 2026 bis Anfang 2027: Ein komplett neu gestaltetes MacBook Pro mit OLED-Touchscreen
- Frühjahr 2027: Ein MacBook Air mit M6-Prozessor
- Ende 2027: Hochleistungs-MacBook-Pro-Modelle mit M7-Chips
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Der Fahrplan zeigt: Apple treibt den Übergang zu OLED-Technologie und noch leistungsstärkeren Eigenentwicklungen konsequent voran. Das MacBook Neo 2 wird dabei der erste Schritt sein – und wohl der wichtigste für all jene, die sich einen erschwinglichen Einstieg in die Apple-Welt mit KI-Features wünschen.

