Der im März gestartete MacBook Neo sollte ursprünglich zehn Millionen Einheiten absetzen – nun erwarten Analysten nur noch sechs bis sieben Millionen.
Neue Farben, neue Peripherie
Der Zubehörhersteller Satechi hat diese Woche eine Serie farblich abgestimmter Accessoires für den Neo auf den Markt gebracht. Die Geräte passen zur Farbpalette des Laptops: Citrus, Blush, Indigo und Silver. Angeboten werden ein 5-in-1-Hub und ein USB-C Snap Hub für je 44,99 Euro sowie eine kabellose Maus für 29,99 Euro. Die Hubs erweitern die Anschlussmöglichkeiten des Neo um HDMI, SD-Kartenslots und USB-A – eine sinnvolle Ergänzung, denn das Einstiegsmodell bietet deutlich weniger Ports als die teureren Geschwister.
Der Neo selbst ist mit dem A18 Pro-Chip ausgestattet, verfügt über ein 13-Zoll-Display und wiegt gerade einmal 1,22 Kilogramm. Die Akkulaufzeit gibt Apple mit bis zu 16 Stunden an. Der Preis für Endkunden startet bei 599 Euro, im Bildungsbereich liegt er bei 499 Euro.
Produktionsengpässe bremsen den Erfolg
Dabei lief der Start eigentlich vielversprechend: Apples Notebook-Verkäufe stiegen im zweiten Quartal 2026 um zehn Prozent im Vergleich zum Vorjahr – der Neo trug maßgeblich dazu bei. Doch dann kamen die Produktionsprobleme.
Wer neu in die Apple-Welt einsteigt, übersieht oft die wichtigsten Einstellungen für einen reibungslosen Start. Dieser kostenlose Ratgeber zeigt Ihnen, wie Sie Ihren neuen Apple-Computer von Beginn an optimal konfigurieren und das volle Potenzial ausschöpfen. Kostenloses Mac-Starterpaket jetzt sichern
Der Grund: TSMCs 3-Nanometer-Fertigung ist ausgelastet – und zwar vor allem durch Aufträge aus der KI-Branche. Die Chiphersteller liefern bevorzugt an Unternehmen, die Hochleistungsprozessoren für künstliche Intelligenz benötigen. Apple hat zwar angeblich neue Wafer zu höheren Preisen bestellt, doch der Engpass wird sich so schnell nicht lösen lassen. Die Folge: Die Auslieferungen des Neo bleiben vorerst hinter den Erwartungen zurück.
Erfolg in Schwellenländern
Besonders in Entwicklungsländern läuft das Gerät gut. In Kenia etwa startete der Neo bei umgerechnet rund 690 Euro – ein Preis, der ältere refurbished Modelle zunehmend überflüssig macht. Das kenianische Statistikamt verzeichnete für April 2026 einen sprunghaften Anstieg der Importe von Datenverarbeitungsgeräten auf umgerechnet rund 35 Millionen Euro. Private Bildungseinrichtungen setzen vermehrt auf den Neo, da die Gesamtbetriebskosten über vier Jahre geringer ausfallen als bei vergleichbaren Geräten.
Kein Rabatt für Studenten
Ob beim neuen MacBook Neo oder den Pro-Modellen – Zeitersparnis ist der Schlüssel zu produktivem Arbeiten. Ein Apple-Experte hat die 19 effektivsten Tastenkombinationen zusammengestellt, mit denen Sie Ihren Arbeitsalltag am Mac sofort spürbar erleichtern. Die 19 besten Mac-Shortcuts kostenlos herunterladen
Eine überraschende Entscheidung traf Apple bei der aktuellen Back-to-School-Aktion: Der Neo ist von den Rabattangeboten ausgeschlossen. In mehreren asiatischen Märkten – darunter China, Indien und Singapur – läuft die Promotion noch bis zum 27. August. Studenten erhalten dort AirPods, AirTags oder Gutscheine beim Kauf qualifizierter Hardware. Der Neo? Fehlanzeige.
Ausblick: Was kommt als Nächstes?
Schon im September 2026 könnten die 14-Zoll- und 16-Zoll-MacBook-Pro-Modelle ein Redesign erhalten. Erwartet werden Mini-LED-Displays und aktualisierte Prozessoren. Ein größerer Umbruch zeichnet sich für Ende 2026 bis Anfang 2027 ab: Dann könnten OLED-Displays, Touchscreen-Funktionalität und die Dynamic Island Einzug in die Pro-Serie halten.
Die neuen High-End-Modelle sollen mit M5 Pro- und M5 Max-Chips antreten. Apple überspringt offenbar bestimmte Iterationen der M6-Serie und konzentriert sich zunächst auf einen Basis-M6-Chip für das 14-Zoll-MacBook Pro. Für Anfang 2027 ist dann eine KI-fokussierte M7-Serie geplant. Der Neo bleibt vorerst das günstige Einstiegsmodell – sofern die Chips dafür reichen.

