MacBook Neo: Apple verkauft 1,1 Millionen Geräte in drei Wochen

IDC prognostiziert einen Rückgang der PC-Auslieferungen um 11,3 Prozent für 2026, während Apples günstiges MacBook Neo für eine kurze Frühjahrsrallye sorgt.

Während Apple mit dem günstigen MacBook Neo für eine kurze Frühjahrsrallye sorgt, zeichnet sich für das Gesamtjahr ein massiver Abschwung ab. Marktforscher von IDC prognostizieren einen Rückgang der weltweiten PC-Auslieferungen um 11,3 Prozent im Jahr 2026.

Besonders dramatisch könnte es zum Jahresende werden: Im vierten Quartal erwarten die Analysten einen Einbruch von 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Hauptgrund ist eine anhaltende Knappheit bei Speicherbausteinen, die sich bis Ende 2027 hinziehen dürfte. Die Folge: steigende Kosten für die Hersteller.

Preisschock für Verbraucher

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Die angespannte Versorgungslage schlägt direkt auf die Preise durch. IDC rechnet damit, dass der durchschnittliche Verkaufspreis für PCs im Jahr 2026 um 17 Prozent anzieht. Für absehbare Zeit dürften die Geräte damit teurer bleiben als noch 2025. Ein Trend, der auch deutsche Verbraucher treffen wird – schließlich liegt der hiesige Markt preislich oft über dem globalen Durchschnitt.

MacBook Neo als Gamechanger

Doch es gibt auch Lichtblicke. Das erste Quartal 2026 verzeichnete überraschend ein leichtes Plus von rund 3,2 Prozent bei den Auslieferungen. Verantwortlich dafür war vor allem der erfolgreiche Start des MacBook Neo im März. Apple brachte innerhalb der ersten drei Wochen über 1,1 Millionen Einheiten des Einstiegsgeräts an den Mann – oder die Frau.

Das Notebook für umgerechnet rund 550 Euro (599 US-Dollar) ist mit einem A18-Pro-Chip und 8 Gigabyte Arbeitsspeicher ausgestattet. Knapp die Hälfte der ersten Charge (44 Prozent) ging in die USA, während rund 18.000 Geräte nach Indien geliefert wurden.

Der Erfolg des günstigen Apple-Rechners setzt die Konkurrenz massiv unter Druck. Laut Counterpoint Research könnte Apple seinen Marktanteil in der Preisklasse zwischen 370 und 650 Euro von zwei auf 15 Prozent steigern. Branchengrößen reagieren bereits: Dell brachte etwa das XPS 13 mit Intel-Core-Serie-3-Prozessoren in derselben Preisklasse auf den Markt.

Komponentenmarkt zeigt Abkühlung

Auch bei den Bauteilen macht sich die Zurückhaltung bemerkbar. Die Auslieferungen von PC-Grafikchips sanken im ersten Quartal 2026 auf 70,3 Millionen Einheiten – ein Minus von 7,5 Prozent zum Vorquartal. Im Jahresvergleich steht allerdings noch ein leichtes Plus von zwei Prozent.

Interessant: Während Desktop-GPUs um elf Prozent zulegten, gaben Notebook-Chips leicht nach (minus 1,5 Prozent). Noch deutlicher fiel der Rückgang bei den Prozessoren aus: 57,6 Millionen ausgelieferte CPUs bedeuten einen Einbruch von 14 Prozent zum Vorquartal.

Bei den Herstellern zeigt sich ein bekanntes Bild: AMD und Nvidia gewannen jeweils rund zwei Prozent Marktanteil bei Grafikkarten hinzu, während Intel vier Prozent einbüßte.

Acer überrascht in Indien

Eine bemerkenswerte Entwicklung gibt es vom indischen Markt zu vermelden: Acer kletterte im ersten Quartal 2026 auf Platz zwei und sicherte sich einen Marktanteil von 21,3 Prozent. Besonders stark ist der Hersteller im öffentlichen Sektor: 62,1 Prozent im Bildungsbereich und 37,1 Prozent bei Regierungsaufträgen sprechen eine deutliche Sprache.

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Smartphone-Markt leidet mit

Der PC-Abschwung ist kein Einzelfall. IDC prognostiziert auch für Smartphones ein Rekordminus von 13,9 Prozent – das würde 1,09 Milliarden ausgelieferte Geräte bedeuten. Auch hier steigen die Preise auf Rekordniveau: Der Durchschnittspreis liegt bei umgerechnet rund 505 Euro.

Während die Massenmärkte schwächeln, boomen Nischen: Die Auslieferungen von Grafikchips für Rechenzentren legten im ersten Quartal um 19 Prozent zu. Und Nvidia stellte auf der Computex 2026 den RTX Spark vor – einen Chip, der speziell für KI-Agenten entwickelt wurde. Erste KI-optimierte PCs von Asus, HP und Lenovo sollen bis Jahresende auf den Markt kommen.