Mit dem neuen MacBook Neo und den leistungsstarken M5-Modellen von MacBook Pro und Air hat Apple sein Laptop-Portfolio Mitte 2026 grundlegend neu aufgestellt. Die Strategie reicht vom günstigen Einstiegsgerät für Bildungseinrichtungen bis zur High-End-Maschine für Kreativprofis.
Der Angriff auf das Budget-Segment
Das MacBook Neo ist Apples bislang aggressivster Vorstoß in den Bildungs- und Einsteigermarkt. Mit einem Startpreis von rund 550 Euro (599 Dollar) – und sogar knapp 460 Euro im Bildungsrabatt – zielt das Gerät direkt auf die Chromebooks, die in nordamerikanischen Klassenzimmern dominieren.
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Erstmals setzt Apple in einem Mac einen chip ein, der ursprünglich für das iPhone entwickelt wurde: den A18 Pro. Die Kombination aus 6-Core-CPU und 5-Core-GPU wird von 8 GB RAM und einer 256 GB SSD begleitet. Trotz des niedrigen Preises läuft auf dem Neo eine vollwertige Version von macOS Tahoe. Das 13-Zoll-Liquid-Retina-Display, eine 1080p-Kamera und eine Akkulaufzeit von bis zu 16 Stunden runden das Paket ab.
Um die Kosten niedrig zu halten, verzichtet Apple auf Thunderbolt-Anschlüsse – stattdessen gibt es USB-C mit 10 Gbit/s. Auch die Unterstützung für nur einen externen Monitor ist ein Zugeständnis an den Einstiegspreis.
Die ersten Benchmarks zeigen: Der A18 Pro liefert in Single-Core-Aufgaben Leistung nahe am M4-Chip und übertrifft im Multi-Core-Bereich sogar den ursprünglichen M1. Das Gehäuse besteht zu 90 Prozent aus recyceltem Aluminium und kommt ohne Lüfter aus. Erhältlich ist das Neo in Pastellpink, Indigo, Silber und Citrusgelb.
M5 Pro und Max: Neue Maßstäbe für Profis
Am anderen Ende des Spektrums hat Apple seine Profi-Lineup mit den M5 Pro und M5 Max Chips aufgerüstet. Die neuen 14-Zoll- und 16-Zoll-MacBook-Pro-Modelle bieten deutliche Leistungssprünge. Der M5 Pro ist mit bis zu 18 CPU-Kernen und 20 GPU-Kernen konfigurierbar, das Flaggschiff M5 Max erreicht 18 CPU-Kerne und bis zu 40 GPU-Kerne.
Besonders beeindruckend: In spezialisierten Aufgaben wie dem Prompting großer Sprachmodelle (LLMs) ist der M5 Pro fast siebenmal schneller als der M1 Pro. Kein Wunder also, dass die Nachfrage entsprechend hoch ist.
Erste Händler locken bereits mit Rabatten. Ein 14-Zoll-MacBook-Pro mit M5 Pro und 48 GB RAM war am Wochenende um rund 275 Euro reduziert – der Preis fiel auf etwa 2.300 Euro. Die Aktion endete am heutigen Sonntag.
Auch das MacBook Air erhielt ein Update auf den Standard-M5-Chip, der nun serienmäßig mit 10 GPU-Kernen und 512 GB SSD ausgeliefert wird.
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Konkurrenz schläft nicht
Das MacBook Neo bekommt es direkt mit Windows-Ultraportables zu tun. Das Dell XPS 13 kostet Studenten ebenfalls rund 550 Euro, bietet aber einen Intel Core 5 320 Prozessor und eine 512 GB SSD. Dazu kommen ein 120-Hz-Touchdisplay und WLAN 7. Das Neo muss sich mit 60 Hz und WLAN 6E begnügen.
Doch die Messlatte liegt woanders: In Benchmarks schlägt der A18 Pro Intels Prozessor sowohl in Single-Core- als auch in Multi-Core-Aufgaben. Für Apple-Fans, die auf das Ökosystem setzen, dürfte das Neo damit eine verlockende Alternative sein.
Lebensdauer und ein entscheidender Wechsel
Die erwartete Lebensdauer von MacBook Air und Pro liegt weiterhin bei sieben bis zehn Jahren. Ein kritischer Punkt naht allerdings Ende 2027. Das für September 2027 erwartete macOS 27 wird voraussichtlich den Support für alle Intel-basierten Macs einstellen. Zwar erhalten Apple-Silicon-Macs aus dem Jahr 2020 und später weiterhin Updates – Sicherheitspatches für ältere macOS-Versionen werden aber nur etwa zwei Jahre nach einem großen Release bereitgestellt.
Führungswechsel und Gerüchte um Touchscreen-Macs
Die Expansion der Mac-Reihe fällt in eine Zeit des Umbruchs. John Ternus, ein 25-jähriger Apple-Veteran, der bereits den Übergang zu Apple Silicon maßgeblich begleitete, wird am 1. September 2026 die Nachfolge von Tim Cook als CEO antreten.
Und die Gerüchteküche brodelt bereits: Immer mehr Hinweise deuten darauf hin, dass Apple an Touchscreen-Funktionen für den Mac arbeitet. Ein High-End-„MacBook Ultra“ mit Touchscreen und OLED-Display soll bereits Ende 2026 oder Anfang 2027 erscheinen. Das würde dem Branchentrend hin zu OLED-Technologie folgen, die mittelfristig auch in den Standard-MacBook-Pro-Modellen Einzug halten dürfte.

