MacBook Neo: Apples 599-Dollar-Angriff auf Budget-Markt

Apple verzeichnet dank iPhone 17 und MacBook Neo ein starkes Umsatzplus. Steigende Speicherkosten belasten jedoch die Marge und deuten auf Preiserhöhungen hin.

Apple meldet für das erste Quartal 2026 einen Umsatzsprung von 17 Prozent auf umgerechnet rund 111 Milliarden Euro. Treiber sind der erfolgreiche Start des iPhone 17 und die überraschend starke Nachfrage nach dem neuen Einsteiger-Laptop MacBook Neo.

Der iPhone-Umsatz kletterte um 22 Prozent auf etwa 57 Milliarden Euro. Besonders der MacBook Neo erweist sich als strategischer Volltreffer: Das ab 599 US-Dollar angebotene Gerät soll neue Käuferschichten erschließen und Apples Marktanteil im PC-Segment ausbauen. Die Nachfrage übersteigt derart die Erwartungen, dass Apple bereits zusätzliche A18-Pro-Chips bei den Zulieferern bestellt hat.

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Der neue Preiskampf: Apples Angriff auf das Budget-Segment

Mit dem MacBook Neo betritt Apple Neuland. Das 1,23 Kilogramm leichte Gerät bietet einen 13-Zoll-Liquid-Retina-Bildschirm mit 500 Nits Helligkeit, den A18-Pro-Chip, 8 Gigabyte RAM und eine Akkulaufzeit von 16 Stunden. Verzichtet wurde auf einen Touchscreen – die Bildwiederholrate liegt bei 60 Hertz.

Der Preis von 599 Dollar bringt Apple in direkte Konkurrenz zu etablierten Windows-Herstellern. Der Dell XPS 13 kostet ebenfalls 599 Dollar, bietet aber einen 120-Hertz-Touchscreen, 512 Gigabyte Speicher (doppelt so viel wie Apples 256 Gigabyte) und unterstützt bereits den neuen WLAN-Standard Wi-Fi 7. Dafür setzt Apple auf die eigene Silizium-Architektur, die für Effizienz und Leistung bekannt ist.

Die Einführung in Indonesien im Mai 2026 zum Preis von umgerechnet rund 570 Euro zeigt, dass Apple gezielt Wachstumsmärkte erschließen will.

Speicherkrise: Warum Laptops und Smartphones teurer werden

Trotz der Verkaufserfolge kämpft Apple mit massiven Kostensteigerungen. Die Bruttomarge fiel im zweiten Quartal 2026 auf 38,7 Prozent – ein deutlicher Rückgang. Grund ist die weltweite Knappheit an Speicherchips.

Die Kosten für den Speicher in Flaggschiff-Smartphones sind von umgerechnet rund 45 auf 180 Euro gestiegen. Marktforscher von Gartner rechnen damit, dass die Preise für DRAM und SSD bis Jahresende um bis zu 130 Prozent steigen könnten. Der Treiber: Die immense Nachfrage nach Hochleistungsspeicher für Künstliche Intelligenz.

Branchendaten zufolge machen Speicherkomponenten inzwischen 35 Prozent der gesamten PC-Herstellungskosten aus – historisch lag dieser Wert zwischen 15 und 18 Prozent. Analysten erwarten, dass die PC-Preise branchenweit bis Ende 2026 um 17 Prozent steigen werden. Apple-Chef Tim Cook hat Preiserhöhungen für künftige Hardware bereits angedeutet.

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Führungswechsel: Ternus übernimmt, Cook wird Chairman

Am 1. September 2026 übergibt Tim Cook nach über einem Jahrzehnt an der Spitze das Steuer an John Ternus, der dann neuer CEO wird. Cook selbst bleibt dem Unternehmen als Vorsitzender des Aufsichtsrats erhalten. Bereits im März 2026 wurde Molly Anderson zur neuen Vizepräsidentin für Industriedesign ernannt – ein weiteres Signal für den personellen Umbruch.

Die nächste Generation: M6-Chip und OLED-Revolution

Unter der neuen Führung arbeitet Apple an einer Pipeline von rund 20 neuen Produkten bis Ende 2027. Für Herbst 2026 wird der M6-Chip erwartet, der vermutlich im 2-Nanometer-Verfahren gefertigt wird. Er soll zunächst in einem überarbeiteten iMac, Mac Mini und Mac Studio zum Einsatz kommen.

Für Ende 2026 oder Anfang 2027 ist ein MacBook Ultra mit M6-Pro- oder M6-Max-Chip geplant – inklusive OLED-Touchscreen und der aus dem iPhone bekannten „Dynamic Island“. Ein neu gestaltetes MacBook Air mit M6-Chip wird für März 2027 erwartet. Experten warnen jedoch: Aufgrund der anhaltenden Komponentenkrise dürfte der Einstiegspreis deutlich über dem aktuellen Niveau liegen.