MacBook Neo: Apples Budget-Laptop mit A18 Pro für 570 Euro

Apples günstigstes MacBook mit A18 Pro und 8 GB RAM zeigt Leistungsschwächen bei Kreativsoftware und Multitasking.

Mit dem MacBook Neo hat Apple im Frühjahr 2026 ein neues Einstiegsmodell auf den Markt gebracht – zum Preis von rund 570 Euro. Doch der niedrige Einstiegspreis hat seinen Preis.

A18 Pro statt M-Chip: Was der Neo wirklich leistet

Das im März vorgestellte MacBook Neo bricht mit der Tradition: Statt eines hauseigenen M-Prozessors kommt der A18 Pro zum Einsatz – derselbe Chip, der auch im iPhone 16 Pro steckt. In Single-Core-Benchmarks übertrifft er sogar den älteren M1. Doch die Basisausstattung fällt mit 8 GB RAM und einer 256 GB SSD vergleichsweise bescheiden aus.

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Um den niedrigen Preis zu halten, hat Apple an einigen Stellen gespart. Das Neo kommt ohne Tastaturbeleuchtung, ohne MagSafe-Laden und ohne Thunderbolt-Unterstützung. Die Anschlussmöglichkeiten beschränken sich auf zwei USB-C-Ports, von denen nur einer USB-3-Geschwindigkeiten bietet. Sogar Touch ID gibt es erst in der 512-GB-Version für rund 660 Euro.

Aktuelle Benchmarks von Mitte Juni 2026 zeigen: Der A18 Pro liegt in Single- und Multi-Thread-Tests auf Augenhöhe mit Intels neuem Core 3 304 Wildcat Lake. In der Praxis zeigen sich jedoch Schwächen: Aufwendige Kreativanwendungen wie Adobe Lightroom bringen das Gerät ins Stocken, und dutzende geöffnete Browser-Tabs lassen die Leistung spürbar abfallen.

8 GB RAM: Ein Problem für die Zukunft?

Der größte Knackpunkt ist der Vergleich mit dem MacBook Air M4, das bereits Anfang 2025 auf den Markt kam. Zwar ist das Neo günstiger, doch das MacBook Air M4 startet mit 16 GB RAM und einer 10-Kern-CPU – und das für etwa 190 bis 285 Euro mehr im Angebot oder als generalüberholtes Gerät.

Die 8 GB Arbeitsspeicher des Neo könnten sich als Bremse für die Zukunft erweisen. Experten warnen, dass das Gerät bestimmte KI-Funktionen der M-Serie nicht unterstützt. Wer auf Langlebigkeit und Multitasking setzt, ist mit dem M4 Air oft besser beraten – zumal es über ein helleres und moderneres Display verfügt.

Mitte Juni startete Apple China die Kampagne „Great Ideas Start Here“, die speziell Studenten anspricht und das gesamte Portfolio vom Neo bis zum High-End-MacBook Pro M5 zeigt. Zeitgleich senken Drittanbieter die Preise: In Großbritannien ist das Neo zwischenzeitlich für umgerechnet rund 650 Euro zu haben.

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Konkurrenz schläft nicht: Microsoft und Co. mischen mit

Die Konkurrenz reagiert. Microsoft hat eine „College Offer“ gestartet, die bis zum 30. Juni 2026 kostenlose Abos für Microsoft 365 und Xbox Game Pass beim Kauf bestimmter Windows-11-PCs gewährt. Dell und Lenovo bieten Snapdragon-Notebooks mit 16 GB RAM zu Preisen, die direkt mit dem Neo konkurrieren.

Und auch intern könnte es teurer werden. Apple-CEO Tim Cook hat bereits steigende Kosten für RAM- und SSD-Komponenten angedeutet, was Preiserhöhungen in der gesamten Mac-Reihe nach sich ziehen könnte. Gleichzeitig fallen die Preise für Flaggschiff-Modelle: Das MacBook Air M5 erreicht bei großen Händlern mit 949 US-dollar (rund 900 Euro) einen Rekordtiefstand.

Für reine Büro- und Bildungsaufgaben bleibt das MacBook Neo eine funktionale Wahl. Wer jedoch Wert auf eine Tastaturbeleuchtung, mehr Leistung und Zukunftssicherheit legt, sollte einen Blick auf die MacBook-Air-Modelle werfen – der Aufpreis ist es meist wert.