Nur zwei Hersteller legten im zweiten Quartal 2026 bei den PC-Auslieferungen zu – allen voran Apple mit satten 13 Prozent Wachstum.
Während der globale PC-Markt um vier Prozent auf 65 Millionen ausgelieferte Geräte schrumpfte, fuhren die Platzhirsche Lenovo, HP und Dell Verluste von zwei, acht und sechs Prozent ein. Apples Erfolgskurs ist eng mit dem neuen MacBook Neo verknüpft, das pünktlich zum Schulstart 2026 auf den Markt kam. Auch Asus trotzte dem Abwärtstrend und steigerte seine Auslieferungen um vier Prozent.
Lenovo bleibt mit einem Marktanteil von 25,6 Prozent zwar der unangefochtene Volumenführer – doch die 16,6 Millionen ausgelieferten Einheiten bedeuten einen leichten Rückgang zum Vorjahr.
MacBook Air erobert die Hörsäle
Eine Bestandsaufnahme bei einem Apple-Studenten-Event in Shanghai im Juli 2026 zeigt einen radikalen Wandel: Mehr als die Hälfte der anwesenden Studierenden nutzte ein MacBook Air – vor zwei Jahren waren es gerade einmal 20 Prozent.
Der Grund liegt in der Leistungskurve. Benchmark-Ergebnisse vom Event belegen: Das MacBook Air mit dem M4-Chip zieht inzwischen mit älteren „Pro“-Modellen gleich. Die Single-Core-Leistung legte gegenüber dem M1 Max um 50 Prozent zu, bei Mehrkernaufgaben sind es immerhin zehn Prozent. Zwar liefert der M1 Max mit 10,4 TFLOPS noch deutlich mehr reine Grafikleistung als der M4 mit 4,26 TFLOPS – doch in spezifischen Anwendungen wie dem Blender-Rendering ist der M4 bereits schneller.
Besonders beeindruckend: Der M4-Chip schafft bei lokalen KI-Modellen rund 20 Tokens pro Sekunde für ein 8-Milliarden-Parameter-Modell und 13 Tokens für ein 12-Milliarden-Modell. Da typische Studentenaufgaben wie Programmieren, Datenanalyse oder Office-Arbeit die dedizierte GPU selten voll auslasten, machen die thermische Effizienz und die Akkulaufzeit das lüfterlose MacBook Air zur ersten Wahl – selbst vor gebrauchter Profi-Hardware.
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Neo als Chromebook-Alternative – mit Preisschock
Apples Bildungsstrategie setzt auf zwei Säulen: das MacBook Air und den Newcomer MacBook Neo. Mit 13-Zoll-Liquid-Retina-Display und A18-Pro-Prozessor positioniert Apple das Gerät als leistungsstarke Alternative zu klassischen Chromebooks. Im direkten Vergleich punktet der Neo mit besserem Display und mehr Speicher – Chromebooks behalten Vorteile bei Robustheit und Einstiegspreis.
Doch die wirtschaftliche Realität holt die Strategie ein. Auf den Philippinen stieg der Preis des MacBook Neo von umgerechnet rund 640 auf 800 Euro – Folge einer globalen RAM-Knappheit. Auch in anderen Märkten zog der Bildungspreis um umgerechnet knapp 90 Euro auf rund 535 Euro an.
Die Verfügbarkeit wird zum Nadelöhr. Aus Vietnam melden Händler Ende Juli 2026, dass MacBook Air M4 und ältere Modelle bei autorisierten Resellern weitgehend ausverkauft sind – übrig bleiben nur die neueren M5-Varianten. In Nordamerika locken Händler wie B&H dagegen mit Rabatten von bis zu umgerechnet 180 Euro auf die aktuellen M5-Modelle – ein Lockangebot für Studierende im peak shopping window.
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Gebraucht statt neu: Der clevere Weg ins Studium
Bei schwankenden Neupreisen rücken refurbished Geräte in den Fokus preisbewusster Studierender. Gebrauchte MacBook Air M4 sind bereits für umgerechnet rund 760 Euro zu haben – der Neupreis liegt bei knapp 890 Euro.
Branchenbeobachter sehen einen entscheidenden Vorteil: Die Langlebigkeit der Apple-Silicon-Chips – vom M1 bis zum M4 – verlängert die Nutzungsdauer der Geräte erheblich. Selbst ältere Modelle wie das iPad Pro von 2022 oder das iPad Air 5 bleiben bis weit ins Jahr 2026 hinein taugliche Werkzeuge fürs Studium. Kombiniert mit Akkulaufzeiten von 15 bis 18 Stunden beim M4 Air festigt Apple so seinen wachsenden Anteil am hart umkämpften Studentenmarkt.

