Mit dem MacBook Neo will Apple seine Notebook-Palette nach unten erweitern – und reagiert damit auf eine angespannte Marktlage. Der Einstiegspreis von 599 Dollar macht das Gerät zur günstigsten Option im Apple-Portfolio.
Der Schritt kommt zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt: Eine weltweite Speicherknappheit sorgt seit Monaten für Lieferprobleme bei anderen Mac-Modellen. Bestellungen des MacBook Air werden aktuell erst Ende August ausgeliefert. Apple reagiert darauf mit einer Preisanpassung – und lenkt Kunden zunehmend zu teureren Modellen.
Günstiger Einstieg mit bewährter Technik
Das MacBook Neo setzt auf ein 13-Zoll-Liquid-Retina-Display und den A18-Pro-Prozessor mit Sechskern-CPU und Fünfkern-GPU. Um den niedrigen Preis zu erreichen, verzichtet Apple auf einige Premium-Features – etwa auf eine Tastaturbeleuchtung. Die Basisausstattung umfasst 8 GB Arbeitsspeicher und 256 GB Speicher, optional auf 512 GB erweiterbar.
Mit 1,23 Kilogramm ist das Gerät leicht genug für den täglichen Transport. Apple verspricht eine Akkulaufzeit von bis zu 16 Stunden. Die 1080p-FaceTime-HD-Kamera dürfte vor allem für Videokonferenzen interessant sein. Erhältlich ist das Notebook in vier Farben: Silber, Blush, Citrus und Indigo.
Der Preis beginnt bei 599 Dollar für Privatkunden, Studenten und Lehrkräfte zahlen 499 Dollar. Höher konfigurierte Modelle mit mehr Speicher sind auf Handelsplattformen bereits für rund 944 Dollar gelistet. Vorbestellungen starteten am 6. März, der offizielle Verkaufsstart folgte am 11. März.
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Speicherkrise belastet Apples Lieferketten
Die Einführung des günstigen Modells fällt in eine Phase massiver Marktverwerfungen. Steigende RAM-Preise und knappe Verfügbarkeit haben Apples Lagerbestände bei bestehenden Mac-Modellen stark reduziert. Am 25. Juni erhöhte das Unternehmen den Einstiegspreis des MacBook Air von 999 auf 1.299 Dollar – eine Reaktion auf die beispiellose Preisentwicklung bei Speicherchips.
Apple lenkt Kunden angesichts knapper Bestände beim Air, Mac mini und Mac Studio verstärkt zum MacBook Pro ab 1.999 Dollar. Branchenbeobachter rechnen damit, dass sich die Versorgungsengpässe bis mindestens 2028 hinziehen könnten.
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Ausblick: MacBook Ultra und neue Konkurrenz
Für Ende 2026 arbeitet Apple an einem High-End-Modell: Das MacBook Ultra soll mit M5-Pro- oder M5-Max-Chips, OLED-Displays in 14,3 oder 16,3 Zoll und möglicherweise erstmals mit Touchscreen-Funktion antreten. Auch ein 5G-Modem und ein dünneres Gehäuse stehen zur Diskussion.
Im Herbst könnten zudem lange erwartete Produkte erscheinen – darunter ein faltbares iPhone Ultra und aktualisierte HomePod-Modelle. Der genaue Zeitplan hängt allerdings von der Entwicklung integrierter KI-Funktionen ab.
Im günstigen Segment kündigt sich derweil neue Konkurrenz an: Huawei bereitet für das erste Quartal 2027 ein Konkurrenzgerät zum MacBook Neo vor. Die MateBook-D-Serie soll auf HarmonyOS laufen und preislich in einer ähnlichen Liga spielen.

