MacBook Neo auf den Philippinen: 172.654 Geräte für öffentliche Schulen

Das Bildungsministerium investiert 7,4 Milliarden Peso in Apple-Laptops; die Auslieferung soll bis März 2027 erfolgen.

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Das Bildungsministerium der Philippinen (DepEd) investiert umfassend in die Modernisierung seiner Schulen. Für eine Gesamtsumme von 7,4 Milliarden Peso erwirbt die Behörde insgesamt 172.654 Apple MacBook Neo. Der Großteil der neuen Hardware ist für das Lehrpersonal vorgesehen: 169.008 Einheiten sollen an Lehrkräfte gehen, während 3.646 Geräte für administrative Aufgaben in der Verwaltung bestimmt sind.

Umfangreicher Großauftrag mit Rabatten und Garantien

Der Stückpreis für die Geräte im Rahmen des Großauftrags beläuft sich auf rund 43.000 Peso. Das Ministerium erhält damit einen Preisnachlass gegenüber den offiziellen unverbindlichen Preisempfehlungen, die regulär bei 49.900 beziehungsweise 49.990 Peso für das Basismodell mit 256 Gigabyte Speicher liegen. Dies entspricht einem Abschlag von rund 6.900 bis 6.990 Peso pro Rechner.

Durch die Konditionen ergibt sich eine geschätzte Ersparnis von rund 1,19 Milliarden Peso im Vergleich zum regulären Handelspreis. Neben den eigentlichen Rechnern beinhaltet das Paket Produktivitätswerkzeuge, Schulungsangebote sowie erstmals eine fünfjährige Garantie anstelle des sonst üblichen einen Jahres.

Die Auslieferung der Computer ist für den Zeitraum von November 2026 bis März 2027 angesetzt. Begleitet wird der Rollout von regionalen Einführungsveranstaltungen in den Inselgruppen Luzon, Visayas und Mindanao. Das eingesetzte MacBook Neo verfügt über einen A18-Pro-Chip, ein lüfterloses Design, acht Gigabyte Arbeitsspeicher, ein 13-Zoll-Liquid-Retina-Display, ein Gewicht von 1,23 Kilogramm und bietet eine Akkulaufzeit von bis zu 16 Stunden bei der Videowiedergabe.

Integration in das Bildungsprogramm und Qualifizierung

Eingebunden ist die Anschaffung in das Computerisierungsprogramm des Bildungsministeriums, über das insgesamt 16.400 K-12-Schulen ausgestattet werden sollen. Nach Angaben von Regierungssprecherin Claire Castro und Bildungsminister Sonny Angara ist das Partnerprogramm GuroXL zur Erlangung einer Apple-Teacher-Zertifizierung fester Bestandteil der Vereinbarung.

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Das Schulungsframework wird gemeinsam mit dem National Educators Academy of the Philippines (NEAP) umgesetzt. Lehrkräfte erhalten zudem Zugriff auf die Apple Education Community, die mehr als 70 von philippinischen Pädagogen erstellte Lehrpläne umfasst. Bildungsminister Sonny Angara hob hervor, dass eine Investition in Lehrkräfte zugleich eine Investition in die Zukunft des Landes darstelle.

Als Begründung für die Partnerschaft verwies das Bildungsministerium auf eine Befragung von 20.000 bis 25.000 Studierenden, bei der 89 Prozent eine Präferenz für das Apple-Ökosystem geäußert hatten. Die einheitliche Kontrolle über Hard- und Software erleichtere zudem gezielte Schulungen.

Als Orientierung diente unter anderem Malaysia, wo bereits 70 Schulen eine vergleichbare Bildungspartnerschaft nutzen. Zudem soll der standardisierte Beschaffungsprozess Transparenz sichern; im Jahr 2021 hatte ein Fall für Kritik gesorgt, bei dem 2,4 Milliarden Peso für überteuerte Intel-Celeron-Laptops für mehr als 39.000 Lehrkräfte ausgegeben worden waren.

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Größter Mac-Bildungsdeal und verbleibende Lücken

Am 2. November 2026 äußerte sich auch Apple-CEO John Ternus auf der vierteljährlichen Bilanzkonferenz für das vierte Quartal 2026 zu der Vereinbarung. Für Ternus, der das Vorstandsamt am 1. September 2026 übernommen hatte, war dies der erste Auftritt dieser Art. Er bezeichnete die Transaktion als den bislang größten Bildungsdeal für die Mac-Reihe.

Zu diesem Zeitpunkt waren Details zu Auftragswert, Stückpreis, Lieferplan und Konfiguration von offizieller philippinischer Seite noch nicht öffentlich dargelegt worden.

Am 3. November 2026 lag der Gesamtstand des philippinischen IT-Vergabeprogramms bei 231.725 Laptops, wovon 169.008 auf das MacBook Neo und 62.717 auf Windows-Geräte entfielen; nach weiteren Erhebungen des Ministeriums waren es insgesamt mehr als 235.000 vergebene Laptops.

Für 2026 stehen hierfür 10,68 Milliarden Peso im Budget bereit, während das Ministerium für 2027 Mittel in Höhe von 13 Milliarden Peso für über 267.000 Rechner anfordert.

Gleichzeitig weist die Lehrergewerkschaft Alliance of Concerned Teachers (ACT) Philippines auf bestehende Engpässe hin: Rund 75 Prozent der Lehrkräfte an öffentlichen Schulen stünden weiterhin ohne Dienstlaptop da, womit das Vorhaben derzeit nur etwa ein Viertel der Belegschaft abdecke. Das aktuelle Verhältnis liege bei einem Gerät pro zehn Lehrkräften. Bei landesweit knapp 900.000 Lehrkräften plant das Bildungsministerium für das Jahr 2026 zudem die Neueinstellung von 32.916 weiteren Pädagogen.