Linux-Entwickler haben laut einem Bericht von phoronix.com vom 5. September 2026 erste Patches eingereicht, die eine grundlegende Unterstützung für den Apple A18 Pro sowie für ein neu identifiziertes Gerät namens MacBook Neo ermöglichen sollen. Damit setzt sich die Arbeit rund um das Asahi-Linux-Projekt fort, das seit Jahren daran arbeitet, Apples eigene Chip-Architekturen für den Linux-Kernel nutzbar zu machen.
Nur ein CPU-Kern lauffähig
Der aktuelle Entwicklungsstand ist noch weit von einer vollwertigen Unterstützung entfernt. Wie phoronix.com berichtete, läuft die Implementierung derzeit lediglich auf einem einzelnen CPU-Kern.
Grund dafür sind Einschränkungen im Zusammenhang mit den Befehlen WFI und WFIT, die für das Energiemanagement und die Kernsynchronisation zuständig sind. Bis eine Mehrkern-Unterstützung realisiert werden kann, sind demnach weitere Entwicklungsschritte notwendig.
Auch der zugehörige Device Tree, also die Beschreibung der Hardware-Komponenten für den Kernel, wurde bislang bewusst minimal gehalten. Er umfasst laut den Patches lediglich die CPU, den Interrupt-Controller, einen Watchdog, die serielle Schnittstelle sowie den Framebuffer für die Grafikausgabe. Weitere Komponenten wie Speichercontroller, Peripheriegeräte oder Energieverwaltung fehlen demnach noch vollständig.
Zusätzlich benötigt der von Asahi Linux entwickelte Bootloader m1n1 eigene Anpassungen, um die neue Hardware überhaupt starten zu können. Ohne diese Änderungen lässt sich der Patch-Satz nicht in ein lauffähiges System überführen, wie aus dem Bericht hervorgeht.
Das MacBook Neo als neues Zielgerät
Im Zentrum der Enablement-Arbeiten steht das MacBook Neo, ein bislang von den Kernel-Entwicklern identifiziertes Gerät mit der internen Bezeichnung Mac17,5. Laut einem Bericht von dimonvideo.ru vom 4. September 2026 wurde eine Variante mit A18-Pro-Chip und fünf GPU-Kernen in Geekbench 6 getestet und erzielte dabei einen Single-Core-Wert von 3450 sowie einen Multi-Core-Wert von 8702 Punkten.
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Im Metal-Benchmark erreichte das Gerät einen Score von 31.286 Punkten – zum Vergleich lag das iPhone 16 Pro Max laut derselben Quelle bei 33.030 Punkten.
Zu den technischen Eckdaten zählen laut Berichten von apfeltalk.de und tech-ish.com vom 4. September 2026 ein 13-Zoll-Format, 8 GB Arbeitsspeicher sowie ein Gewicht von 1,23 Kilogramm. Die Akkulaufzeit soll bei 16 Stunden liegen.
Als Verkaufsstart wurde laut dimonvideo.ru der 11. März genannt, mit einem Einstiegspreis ab 600 US-Dollar. Laut apfeltalk.de bewegt sich die Preisspanne zwischen 599 und 699 US-Dollar.
Nachfolger bereits in Planung
Während die Linux-Unterstützung für den aktuellen A18-Pro-Chip noch in einem frühen Stadium steckt, zeichnen sich bereits die nächsten Hardware-Generationen ab.
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Laut einem Bericht von 9to5mac.com vom 3. September 2026 unter Berufung auf Bloomberg-Journalist Mark Gurman soll ein MacBook Neo 2 im Jahr 2027 mit einem A19-Pro-Chip erscheinen. Dieser soll gegenüber dem Vorgänger eine um 10 bis 15 Prozent höhere CPU-Leistung sowie eine um bis zu 40 Prozent gesteigerte GPU-Leistung bieten, kombiniert mit 12 GB Arbeitsspeicher und neuen Farbvarianten.
Noch weiter in die Zukunft blickt ein Bericht von gerente.com vom 4. September 2026: Demnach ist für ein MacBook Neo 3 bereits ein A20-Pro-Chip mit sieben GPU-Kernen, LPDDR5x-Speicher mit 96-Bit-Anbindung und einer 2-Nanometer-Fertigung vorgesehen. Dieser soll gegenüber dem Vorgänger 18 Prozent schneller und 30 Prozent effizienter arbeiten.
Für Linux-Entwickler dürfte die Aufgabe damit nicht kleiner werden: Mit jeder neuen Chip-Generation entsteht neuer Aufwand, um die Hardware-Unterstützung im Kernel nachzuziehen – während die aktuelle Basisarbeit am A18 Pro und dem MacBook Neo noch längst nicht abgeschlossen ist.

