Das Gerät verkauft sich rasant – doch eine neue Studie zeigt: Für Schulen und große Institutionen könnte der Umstieg teuer werden.
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Hardware zum Kampfpreis
Das MacBook Neo kommt mit einem 13-Zoll-Display (60 Hz) und Apples A18 Pro-Chip mit 6-Core-CPU und 5-Core-GPU. Die Basisversion bietet 8 GB RAM und eine 256 GB SSD. Der Akku hält laut Hersteller rund 16 Stunden durch. Die Ausstattung ist jedoch spartanisch: Nur zwei USB-C-Anschlüsse (einer davon im veralteten USB-2.0-Standard), keine Tastaturbeleuchtung.
Die Leistung kann sich sehen lassen: Im Einzelkern-Test liegt der A18 Pro auf dem Niveau des M3-Prozessors, im Mehrkern-Betrieb bleibt er hinter dem M1 zurück. Weltweit ist das Gerät bereits ausverkauft. In China startete der Preis bei umgerechnet rund 580 Euro, im Angebot war das Neo sogar für knapp 500 Euro zu haben.
Doch Apple denkt bereits weiter: Branchenkreisen zufolge arbeitet der Konzern an einer lüfterlosen Desktop-Version des Mac Neo. Mit einem A19 Pro-Chip und einem möglichen Preis von nur 299 Euro soll sie die Lücke schließen, die jüngste Preiserhöhungen beim Mac Mini gerissen haben.
Die versteckten Kosten für Schulen
Eine am 22. Juni veröffentlichte Studie des Analysehauses Principled Technologies, die von Dell in Auftrag gegeben wurde, zeigt die Schattenseiten des günstigen Einstiegspreises. Untersucht wurde ein US-Schulbezirk mit 46.000 Geräten, der von Windows oder ChromeOS auf das MacBook Neo umsteigt.
Das Ergebnis: Die Gesamtbetriebskosten würden über drei Jahre um 1,72 Millionen Euro steigen. Die Analyse listet konkrete Probleme auf:
- Administrativer Aufwand für Sicherheits- und Richtlinien-Einstellungen: plus 54 Prozent
- Zeit für Software-Updates: verdoppelt
- Zusätzlicher IT-Personalaufwand: 1.546 Arbeitsstunden (rund 77.000 Euro)
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Hinzu kommen technische Hürden: Die manuelle Verwaltung von PLIST-Dateien unter macOS ist aufwendig, und die Erneuerung von APNs-Zertifikaten birgt Risiken. Auch beim Service unterscheiden sich die Welten: Während Dell Vor-Ort-Reparaturen anbietet, verlangt Apple für den Selbstservice mindestens 1.000 Geräte und zertifizierte Techniker. Reparaturen im Depot können bis zu 14 Tage dauern.
Die Konkurrenz schlägt zurück
Die PC-Hersteller lassen sich Apples Angriff nicht gefallen und kontern mit besser ausgestatteten Geräten. Dells neues XPS 13 startet bei 699 Euro und bietet ein 13,4-Zoll-2,5K-Touchdisplay mit 120 Hz, einen Intel Core Series 3 und ein Aluminiumgehäuse. Der Acer Aspire 16 AI setzt auf Snapdragons X-Chips und bietet 16 GB RAM sowie 512 GB Speicher für unter 580 Euro.
Bei jüngsten Rabattaktionen waren Windows-Geräte teils deutlich günstiger: Das Dell 15 mit 16 GB RAM gab es für 599 Euro, verschiedene Gaming- und Business-Modelle von ASUS, HP und Lenovo lagen zwischen 595 und 790 Euro. Selbst Apples eigenes MacBook Air M3 wurde auf 799 Euro reduziert, um im Mittelfeld konkurrenzfähig zu bleiben.
Markt im Wandel
Der Angriff des MacBook Neo kommt in einer angespannten Phase. Im vierten Quartal 2025 wuchs der US-PC-Markt noch um drei Prozent auf 18,2 Millionen ausgelieferte Geräte. HP und Dell hielten jeweils 25 Prozent Marktanteil, Apple kam im Geschäftskundensegment auf elf Prozent.
Doch für 2026 prognostizieren Analysten einen Rückgang von 13 Prozent. Grund sind explodierende Komponentenpreise: Speicher und SSDs verteuerten sich seit Anfang 2025 um 40 bis 70 Prozent. Besonders hart trifft es das Segment unter 500 Euro – genau jene Preisklasse, in der das MacBook Neo und die günstigen Windows-PCs um die Käufer kämpfen.

