Das Unternehmen steht vor einer strategischen Neuausrichtung – und das iPad könnte zum Verlierer dieser Entwicklung werden.
Der Preis-Hammer: MacBook Neo frisst iPad-Markt
Seit seiner Markteinführung im März 2026 sorgt das MacBook Neo für Furore – und zwar innerhalb von Apples eigener Produktfamilie. Für 599 Euro bietet das Gerät einen A18-Pro-Chip, 8 Gigabyte Arbeitsspeicher und eine 256-Gigabyte-SSD. Die Verkaufszahlen sprechen eine deutliche Sprache: Der Laptop brach alle Rekorde für eine Mac-Einführungswoche und war monatelang ausverkauft. Erst ab Mitte Mai soll sich die Lage entspannen.
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Das Problem für Apple: Der günstige Mac steht in direkter Konkurrenz zum iPad Air, das in der aktuellen M4-Version ebenfalls bei 599 Euro startet. Branchenbeobachter sehen den Laptop klar im Vorteil – vor allem, weil iPadOS für viele Nutzer zu restriktiv ist. Die Folge: Immer mehr Kunden greifen statt zum Tablet lieber zum Mac.
Könnte das iPad also das gleiche Schicksal erleiden wie einst der iPod? Damals machte das iPhone den Musikplayer überflüssig. Heute droht dem Tablet die Kannibalisierung durch den eigenen Laptop.
iPad in der Sackgasse: Rebranding oder Neuerfindung?
Gerüchte über ein „iPad Neo“ als Neubelebung der Einstiegsmodelle machten Ende April die Runde. Doch Experten zeigen sich skeptisch. Zwar könnte Apple dem günstigen iPad einen A18-Chip und mehr Arbeitsspeicher spendieren – am grundlegenden Design hat sich seit 2022 jedoch nichts geändert.
Die entscheidende Frage lautet: Kann sich das iPad gegen den Druck von zwei Seiten behaupten? Auf der einen Seite der günstige MacBook Neo, auf der anderen das erwartete faltbare iPhone. Ohne eine grundlegende Neuerfindung, so die einhellige Meinung, droht dem Tablet die Bedeutungslosigkeit.
John Ternus übernimmt: Der Hardware-Mann an der Spitze
Am 1. September 2026 wird John Ternus das Ruder übernehmen. Der 50-jährige Maschinenbauingenieur, seit 2001 bei Apple, löst dann Tim Cook als CEO ab. Cook selbst wechselt in den Vorsitz des Aufsichtsrats.
Ternus bringt 25 Jahre Hardware-Erfahrung mit. Er war maßgeblich an der Entwicklung von iPhone, iPad, Mac und Vision Pro beteiligt. Unter seiner Führung entstanden Produkte, die rund 80 Prozent des Apple-Umsatzes ausmachen. Sein Markenzeichen: kompromisslose Qualitätskontrolle und der erfolgreiche Umstieg auf Apple Silicon.
Doch die Herausforderungen sind gewaltig. Vor allem im Bereich Künstliche Intelligenz hinkt Apple der Konkurrenz hinterher. Ternus soll hier einen Gang zulegen – mit smarteren Brillen, Haushaltsrobotern und KI-gesteuerten Wearables.
Tim Cook blickt derweil auf eine bewegte Amtszeit zurück. Als größten Fehler nannte er die Einführung von Apple Maps 2012. Sein größter Erfolg: die Apple Watch mit ihren lebensrettenden Gesundheitsfunktionen.
Software-Verschmelzung: macOS trifft iPadOS
Die Hardware-Revolution wird von einer Software-Offensive begleitet. iPadOS 26 soll mehr Funktionen von macOS übernehmen. Gleichzeitig arbeitet Apple an macOS 27 mit einer hybriden Benutzeroberfläche, die Touch-Eingaben unterstützt.
Während die Verschmelzung der Betriebssysteme den Bedienkomfort erhöht, können Mac-Nutzer schon heute durch einfache Tastenkombinationen massiv Zeit sparen. Ein Apple-Experte hat die 19 effizientesten Shortcuts zusammengestellt, mit denen Sie sofort flüssiger arbeiten. Kostenlosen Shortcut-Ratgeber sichern
Das passt zu den Gerüchten über neue Formfaktoren. Ein faltbares iPhone mit 7,8 Zoll Display würde die Grenze zwischen Smartphone und Tablet endgültig verwischen. Und ein MacBook Pro mit OLED-Bildschirm und „Dynamic Island“ wird für Ende 2026 oder Anfang 2027 erwartet.
Produktion verlagert sich nach Indien
Apple diversifiziert zudem seine Lieferketten. Zwar werden noch 80 Prozent aller iPhones in China produziert, doch der Anteil indischer Fertigung steigt rasant. Schon Ende 2025 sollen 25 Prozent der iPhones aus Indien kommen – ein strategischer Schritt, um Risiken zu minimieren und Zollhürden zu umgehen.
Konkurrenz schläft nicht: KI-Wettlauf und neue Hardware
Während Apple seine Strategie justiert, treiben Wettbewerber das Tempo. Nvidia hat mit der Blackwell-Architektur und Unterstützung für das DeepSeek V4-Modell (1,6 Billionen Parameter) neue Maßstäbe gesetzt. Und die Morefine G2-externe Grafikkarte mit Nvidia GeForce RTX 5060 Ti und 16 Gigabyte GDDR7-Speicher kommt im Mai für 1.099 Euro auf den Markt.
Apple setzt dagegen auf seine Peripherie: Die AirPods Pro 3 sind aktuell für rund 210 Euro zu haben. Mit H2-Chip, verbesserter Geräuschunterdrückung und integrierter Herzfrequenzmessung werden sie zur Gesundheitsplattform – ein Bereich, den Ternus weiter ausbauen will.
Ausblick: Ein Herbst der Entscheidungen
Die zweite Jahreshälfte 2026 wird für Apple richtungsweisend. Neben dem erwarteten iPhone 18-Event im September könnte ein „HomePad“-Smart-Display vorgestellt werden. Und vier Modelle von Smart Glasses sollen zwischen Ende 2026 und Anfang 2027 auf den Markt kommen.
Der Erfolg des MacBook Neo hat gezeigt: Die Nachfrage nach leistungsstarker Apple-Hardware zu erschwinglichen Preisen ist riesig. Doch das Unternehmen muss nun eine Antwort finden auf die Frage: Was bleibt vom iPad, wenn Laptops günstiger und Smartphones größer werden?
Wenn John Ternus im September das Amt übernimmt, wird die Branche genau hinschauen. Sein Hardware-Hintergrund könnte genau das sein, was Apple braucht – oder das iPad endgültig ins Abseits stellen.





