Zwischen dem 14. und 16. Mai 2026 stellten Hersteller wie Samsung, BenQ und Gigabyte neue Bildschirme mit extremen Auflösungen und Bildwiederholraten vor – zeitgleich bringt Apple mit dem MacBook Neo ein überraschend günstiges Einstiegsmodell an den Start. Für Kreative und Geschäftsanwender wird die Auswahl so groß wie nie.
Neue Monitore: 6K, 500Hz und OLED in einer Woche
Samsung eröffnete den Reigen am 14. Mai mit einer technischen Präsentation in Sydney. Der Odyssey G8 bietet 6K-Auflösung bei 165 Hertz – eine Kombination, die bislang Profi-Displays vorbehalten war. Daneben zeigte der Konzern den Odyssey 3D, der räumliches Sehen ohne Spezialbrille ermöglicht, sowie den OLED-Fernseher S95H mit verbessertem HDR10+.
BenQ legte am selben Tag nach: Der Mobiuz EX271UZ liefert 4K bei 240 Hz, während der EX271QZ mit 1440p und atemberaubenden 500 Hertz aufwartet. „Das ist eine eigene Leistungsklasse für Nutzer, denen flüssige Bewegungen wichtiger sind als maximale Pixeldichte“, analysieren Branchenbeobachter.
Einen Tag später folgte Gigabyte mit dem GO27Q24G für den australischen Markt. Das 27-Zoll-Display nutzt LGs WOLED-Technologie mit Mikrolinsen-Array (MLA+), erreicht 240 Hz, eine Spitzenhelligkeit von 1300 Nits und deckt 99 Prozent des DCI-P3-Farbraums ab. Acer konterte mit dem Predator X27U W3 (QD-OLED, 240 Hz, 0,03 ms Reaktionszeit) und dem Nitro 34 Zoll – einer ultrawide QHD-Option mit 200 Hz für preisbewusste Gamer.
MacBook Neo: Apples Einstiegsmodell für 599 Euro
Passend zur neuen Monitorflut hat Apple sein Laptop-Portfolio erweitert. Der MacBook Neo startet bei umgerechnet rund 599 Euro und ist damit das günstigste Mac-Modell seit Jahren. Die Vorbestellungen begannen am 15. Mai unter anderem in Indonesien.
Angetrieben wird das 1,2 Kilo leichte Gerät vom A18 Pro-Chip. Es bietet ein 13-Zoll-Liquid-Retina-Display mit 2408×1506 Pixeln und 500 Nits Helligkeit. Zur Ausstattung gehören WiFi 6E, Bluetooth 6 und eine Akkulaufzeit von 16 Stunden. Vier Farben stehen zur Wahl: Blush, Indigo, Silber und Citrus.
Überraschender Trend: In Apple Stores entscheiden sich Kunden zunehmend für den Neo als Alternative zu teuren Reparaturen älterer Geräte. „Viele lassen ihr altes MacBook einfach liegen und kaufen neu – das ist günstiger als ein Displaytausch“, berichten Händler.
Für Profis bleibt das MacBook Pro 14 mit M5-Chip (3nm) die erste Wahl. Es bietet 1600 Nits Spitzenhelligkeit, einen 16-Kern-Neural-Engine und 24 Stunden Akkulaufzeit – ideal für den Betrieb mehrerer hochauflösender Außenmonitore.
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Software-Updates und KI-Integration
Apple hat am 14. Mai visionOS 26.5 veröffentlicht. Das Update bringt vor allem Fehlerbehebungen und Stabilitätsverbesserungen – und bereitet den Boden für KI-Funktionen, die später im Jahr erwartet werden.
Die Designsprache „Liquid Glass“, die erstmals in visionOS auftauchte, wandert nun auf andere Apple-Plattformen. Am 14. Mai wurde sie mit einem ADC Award ausgezeichnet, steht aber wegen Transparenz- und Lesbarkeitsproblemen in frühen Beta-Versionen in der Kritik.
Im Bereich der Produktivität hat Anthropics Claude Cowork neue Tests auf macOS durchlaufen. Die KI-Agenten-Software kann lokale Aufgaben erledigen – etwa Download-Ordner sortieren oder Diskussionsforen nach Daten durchsuchen. Jeder Zugriff erfordert eine explizite Freigabe durch den Nutzer.
Teardown: Was in Apples neuer Hardware steckt
iFixit hat das M2 MacBook Air unter die Lupe genommen. Ergebnis: Das Kühlsystem kommt ganz ohne Lüfter aus – stattdessen sorgen Graphitband und Wärmeleitpaste für Temperaturmanagement. Trackpad, Audioplatte und Anschlüsse sind modular, was die Reparierbarkeit verbessert. Kritikpunkt: Der einzelne verlötete 256-GB-NAND-Chip erschwert langfristige Speicher-Upgrades.
Die Apple Vision Pro entpuppt sich im Teardown als technisches Wunderwerk: Die Sony-microOLED-Displays liefern 3660×3200 Pixel pro Auge – das entspricht 3386 Pixeln pro Zoll. Während Kopfriemen und Lichtdichtungen leicht austauschbar sind, ist die Frontscheibe fest verklebt. Offizielle Reparaturen kosten umgerechnet knapp 800 Euro. Der externe Akku (353 Gramm, drei Zellen) ist modular – eine Anpassung an die ab 2027 geltenden EU-Batterievorschriften.
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Ausblick: Mehr als 15 neue Produkte im Herbst
Apple bereitet für den Herbst 2026 eine Produktoffensive vor. Branchenkreisen zufolge sind über 15 Neuvorstellungen geplant, darunter die iPhone-18-Serie, ein MacBook Ultra mit OLED-Touchscreen sowie aktualisierte M5-Versionen von Mac mini, Mac Studio und iMac.
Die Vision Pro 2 lässt dagegen auf sich warten: Sie wurde auf 2028 verschoben. Als Brückentechnologie sollen Apple Glasses dienen – Ankündigung für Ende 2026, Auslieferung voraussichtlich 2027. Apple sucht derzeit über 600 Spezialisten für maschinelles Lernen und Display-Engineering – ein klares Signal, wohin die Reise geht.

