Apple hat am 6. November 2026 den offiziellen Marktstart für die neue Generation des MacBook Pro vollzogen. Die in Größen von 14 und 16 Zoll erhältlichen Laptops sind mit den neu vorgestellten Prozessoren M5 Pro und M5 Max ausgerüstet. Nach der ursprünglichen Produktpräsentation am 28. Oktober 2026 und dem zeitgleich gestarteten Vorverkauf stehen die Geräte nun regulär im Handel bereit.
Tandem-OLED-Technologie und überarbeitetes Gehäuse
Zentrales Merkmal der neuen Modellreihe ist das unter dem Namen PROLED XDR vermarktete Tandem-OLED-Display. Das Panel liefert eine Spitzenhelligkeit von bis zu 2.000 Nits bei HDR-Inhalten und 1.000 Nits bei durchgehender Ausleuchtung, bei einem Kontrastverhältnis von 10.000.000:1. Die Bildwiederholrate arbeitet variabel zwischen 10 und 120 Hz.
Die Auflösung beläuft sich auf 3.024×1.986 Pixel beim 14-Zoll-Gerät und 3.472×2.226 Pixel bei der 16-Zoll-Ausführung, wobei die Farbräume P3, Adobe RGB sowie DICOM abgedeckt werden.
Konstruktiv setzt Apple auf einen Panel-Aufbau aus 50 Schichten mit einer Gesamtstärke von unter einem Millimeter. Darin arbeiten über 100 Millionen Dünnschichttransistoren in 15 Schichten unterhalb von 10 Mikrometern.
Das Tandem-OLED besteht aus zwei separaten Stapeln mit jeweils 30 Schichten; pro Mutterglas-Sheet entstehen etwa 80 Panels im 14-Zoll-Format. Optional bietet der Hersteller ein mattes Nano-Texture-Glas gegen einen Aufpreis von 150 US-Dollar an.
Erstmals integriert Apple berührungsempfindliche Sensoren direkt in das Display des MacBook Pro. Um Erschütterungen bei der Fingereingabe zu minimieren, wurde das Scharnier überarbeitet. Anstelle der bisherigen Bildschirmaussparung kommt die Dynamic Island zum Einsatz, während die Kamera über eine softwareseitige Videostabilisierung verfügt.
Zudem kehrt das seit dem Jahr 2016 entfallene, beleuchtete Apple-Logo auf den Gehäusedeckel zurück. Das Gewicht sinkt im Vergleich zu den Vorgängermodellen: Die 14-Zoll-Variante wiegt 3 Pfund (1,38 kg mit M5 Pro; 1,40 kg mit M5 Max), was einer Reduktion um 0,5 Pfund entspricht. Die 16-Zoll-Ausführung wiegt 4 Pfund beziehungsweise 1,82 bis 1,84 kg (0,7 Pfund leichter als zuvor).
Preise, Ausstattung und Reparierbarkeit
In Deutschland starten die Preise für das 14-Zoll-Modell mit M5 Pro bei 3.299 Euro, während das 16-Zoll-Modell ab 3.899 Euro angeboten wird. Auf dem US-Markt beginnt das 14-Zoll-Gerät bei 2.899 US-Dollar mit M5 Pro und 4.499 US-Dollar mit M5 Max.
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Für die 16-Zoll-Version fallen mindestens 3.399 US-Dollar (M5 Pro) beziehungsweise 4.799 US-Dollar (M5 Max) an. In Japan, wo der Vorverkauf am 29. Oktober 2026 begann, liegen die Einstiegspreise inklusive Steuern bei 499.800 Yen für 14 Zoll und 599.800 Yen für 16 Zoll.
Im Inneren verbaut Apple einen hauseigenen N1-Chip, der die Funkstandards Wi-Fi 7 und Bluetooth 6 unterstützt. An Schnittstellen stehen drei Thunderbolt-Anschlüsse, HDMI, ein SDXC-Kartensteckplatz sowie MagSafe zur Verfügung. Apple beziffert die Akkulaufzeit auf bis zu 24 Stunden, eine Aufladung auf 50 Prozent sei in rund 30 Minuten möglich.
Das M5-Modell bietet zudem eine höhere Speicherbandbreite, gesteigerte SSD-Geschwindigkeiten und maximal 4 TB internen Speicher. Allerdings warnte Apple am 2. November 2026 vor Engpässen bei Speicherchips, die das Mac-Angebot bis zum Jahresende verknappen könnten.
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Eine Demontage des 14-Zoll-Modells durch den Reparaturdienstleister iFixit ergab eine Sechs-Zellen-Batterie mit 72,6 Wattstunden, was einem leichten Anstieg gegenüber den 72,4 Wattstunden des Vorgängers entspricht.
Die Klebestreifen des Akkus lassen sich nun ohne vorherigen Ausbau des Trackpads erreichen. Dennoch vergab iFixit eine Reparierbarkeitswertung von 4 von 10 Punkten. Ein offizieller Akkutausch sieht weiterhin den Wechsel der gesamten oberen Gehäuseeinheit samt Tastatur vor.
Reaktionen und Leistungseindrücke
Erste Testberichte verzeichnen gemischte Reaktionen auf das Touchscreen-Feature: Während einige Fachmedien den Nutzen im professionellen Arbeitsablauf anzweifeln oder als überflüssig einstufen, heben andere die Bedienung positiv hervor.
Unabhängige Helligkeitsmessungen bestätigten die Herstellerangaben weitgehend: Gemessen wurden Spitzenwerte von 1.849 Nits bei 25 Prozent Fenstergröße und 1.964 Nits bei 40 Prozent Fenstergröße im HDR-Betrieb, während das Display im SDR-Modus 542,6 Nits erreichte.
Bei der Rechenleistung gibt Apple an, dass die Prompt-Verarbeitung lokaler Sprachmodelle auf M5 Pro und M5 Max bis zu zwölfmal schneller abläuft als auf M1 Pro und M1 Max.
In allgemeinen Benchmarks zeigten sich gegenüber der direkten Vorgängergeneration jedoch keine nennenswerten Differenzen. In Akkutests erreichte das 16-Zoll-Modell mit M5 Max je nach Nutzungsszenario zwischen rund 16 Stunden unter gemischter Last und gut 24 Stunden bei reiner Videowiedergabe.

