Berichte über ein grundlegend überarbeitetes MacBook Pro häufen sich. Das Portal Geeky Gadgets berichtet über erwartete Designänderungen und technische Spezifikationen für kommende MacBook-Pro-Modelle, die erstmals OLED-Displays erhalten sollen.
Demnach plant Apple für die 14- und 16-Zoll-Varianten ein dünneres Gehäuse, einen Touchscreen sowie eine Dynamic-Island-Aussparung im Bildschirm. Die Displaydiagonale soll dabei leicht von 14,2 auf 14,3 Zoll wachsen. Als Marktstart wird Oktober 2026 genannt.
Tandem-OLED und dünnere Ränder
Laut den Berichten setzt Apple auf Tandem-OLED-Technologie, um Helligkeit und Lebensdauer der Panels zu verbessern. Die Displays sollen zunächst in den Pro-Modellen mit 14 und 16 Zoll zum Einsatz kommen, später auch in Einstiegsvarianten des MacBook. Neben dem dünneren Design und schmaleren Rändern wird mit höheren Verkaufspreisen gegenüber den aktuellen Modellen gerechnet.
Für den Antrieb ist ein neuer M6-Chip in 2nm-Fertigung im Gespräch. Mehrere Quellen, darunter MacRumors und Geeky Gadgets, ordnen den Marktstart von M6-MacBook-Pro-Modellen sowie von 24-Zoll-iMacs mit M5- oder M6-Chip in den Oktober ein. Ein Bericht von 36kr bringt das überarbeitete Design zudem mit Apples Vorbereitungen auf das 20-jährige iPhone-Jubiläum in Verbindung.
Samsung Display als zentraler Zulieferer
Eine wiederkehrende Komponente der Berichterstattung ist die Rolle von Samsung Display als exklusivem Zulieferer der OLED-Touchscreens. Nach Angaben von taketonews.com soll die Fertigung auf einer neuen 8.6-Generation-Linie im Werk Asan erfolgen, mit einem Startvolumen von rund 2,5 Millionen Einheiten.
Die Panels sollen eine HDR-Spitzenhelligkeit von über 2.000 Nits erreichen, Bildwiederholraten zwischen 1 und 120 Hz unterstützen und bei einer Moduldicke von unter 2 Millimetern bleiben. Als Chip-Optionen werden M5 Pro/Max oder M6 genannt.
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Bei den Preisangaben unterscheiden sich die Quellen deutlich: Während taketonews.com von Einstiegspreisen ab 2.499 US-Dollar für die 14-Zoll- und 2.999 US-Dollar für die 16-Zoll-Version ausgeht, nennt borncity.com mit 1.999 US-Dollar für das 14-Zoll- und 6.799 US-Dollar für das 16-Zoll-Modell stark abweichende Werte – ein Hinweis darauf, dass die Preisgestaltung derzeit noch nicht als gesichert gelten kann. Borncity verweist zudem auf einen kolportierten Benchmark-Wert des M5 Pro von über 9.000 Punkten.
Zum Zeitpunkt der Markteinführung gibt es ebenfalls widersprüchliche Angaben: Neben Ende 2026 wird auch ein Start Anfang oder im Laufe von 2027 genannt. Taketonews.com verweist dabei auf einen möglichen Speichermangel als Grund für eine Verzögerung.
Wachsender Markt für Notebook-OLED
Der Marktforscher Omdia rechnet dem OLED-Segment für Notebooks unabhängig von den konkreten Apple-Plänen erhebliches Wachstum zu: 2026 soll das Marktvolumen 4 Milliarden US-Dollar (271,53 Milliarden Yuan) erreichen, bis 2033 auf 11,5 Milliarden US-Dollar steigen und damit 16,2 Prozent des gesamten OLED-Markts ausmachen.
Apple setzt laut Omdia auf sogenanntes Hybrid-OLED, eine Kombination aus Oxide-TFT-Backplane und RGB-Tandem-Struktur. Der Anteil von Hybrid-OLED am Markt soll von 12,6 Prozent im Jahr 2026 auf 89,5 Prozent im Jahr 2033 steigen.
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Auch auf Zulieferseite zeichnet sich Investitionsbedarf ab: Laut Universal Display stecken OLED-Hersteller insgesamt über 20 Milliarden US-Dollar in neue Kapazitäten der Gen-8.6-Fertigung.
Die OLED-Durchdringung liegt demnach bei Smartphones bei etwa 65 Prozent, im IT-Bereich jedoch erst bei rund 5 Prozent und in der Automobilbranche bei etwa 1 Prozent – ein Hinweis darauf, dass Notebooks wie das MacBook Pro noch erhebliches Wachstumspotenzial für OLED-Technologie bieten.
Samsung und BOE haben demnach mit der Massenproduktion auf Gen-8.6-Linien begonnen, während Visionox und CSOT neue Fabriken errichten. Für die zweite Jahreshälfte 2026 wird ein stärkeres Geschäft erwartet.
Angesichts der teils widersprüchlichen Details zu Preisen und Zeitplan bleibt abzuwarten, welche der kursierenden Spezifikationen sich bei einer offiziellen Ankündigung durch Apple bestätigen.

