MacBook Pro: Apple erhöht Preise um bis zu 2.800 Euro

Apple korrigiert Preise für MacBooks und iPads nach oben. Ein neues Refurbished-Programm soll die höheren Kosten abfedern.

Die Preisschraube dreht sich weiter: Apple hat die Kosten für MacBook Pro, MacBook Air und iPad drastisch nach oben korrigiert. Zeitgleich startet der Konzern ein Programm mit generalüberholten Geräten.

Explodierende Speicherkosten treiben die Preise

Am 25. Juni 2026 setzte Apple neue Preislisten für seine Hardware in Kraft. Die Anhebungen fallen teils massiv aus. Das 14-Zoll MacBook Pro mit M5-Chip und 1TB Speicher kostet nun 1.999 Euro – ein Plus von 300 Euro gegenüber dem bisherigen Preis von 1.699 Euro. Besonders heftig trifft es die High-End-Modelle: Eine voll ausgestattete M5-Max-Konfiguration, die zuvor bei 6.899 Euro lag, wird nun mit 9.699 Euro abgerechnet.

Als Grund nennt Apple explodierende Komponentenkosten. Der Konzern verweist auf einen Anstieg der DRAM-Preise um 98 Prozent im ersten Quartal 2026. Haupttreiber ist der enorme Bedarf an KI-Rechenzentren. Apple-Chef Tim Cook warnte zuletzt, man habe eine derart rasante und heftige Preissteigerung bei Bauteilen noch nie erlebt. Die Engpässe könnten sich über Monate hinziehen.

Besonders stark traf es internationale Märkte. In Indien stieg der Preis für das 14-Zoll MacBook Pro mit M5 Pro um rund 20 Prozent auf umgerechnet knapp 3.300 Euro. Die Ankündigung ließ die Apple-Aktie einbrechen: Sie verlor am 25. Juni 4,5 Prozent auf 279,88 Euro und gab in den Folgetagen zwischenzeitlich um bis zu 6,2 Prozent nach.

Generalüberholte Modelle als Preisbremser

Um die neuen Preise abzufedern, startete Apple am 26. Juni ein Refurbished-Programm für die aktuelle M5-Generation. Die generalüberholten Geräte sind bis zu 480 Euro günstiger als die Neupreise und kommen mit einjähriger Garantie sowie der Möglichkeit zum AppleCare+-Abschluss.

Die Angebote umfassen mehrere professionelle Konfigurationen:

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Apple hat die MacBook-Pro-Preise um bis zu 2.800 Euro erhöht. Doch es gibt eine Alternative: Seit dem 26. Juni bietet Apple generalüberholte M5-Modelle an – bis zu 480 Euro günstiger. Die kostenlose Anleitung zeigt, wie Sie das beste Angebot finden und AppleCare+ abschließen. Kostenlose Kaufanleitung anfordern

  • Ein 14-Zoll M5 Pro MacBook Pro für 2.119 Euro (Ersparnis: 380 Euro zum Neupreis von 2.499 Euro)
  • Das 16-Zoll M5 Pro Modell für 2.549 Euro (statt 2.999 Euro)
  • Seit dem 27. Juni sind zudem hochspezifizierte 14-Zoll Modelle mit M5 Max (18-Core CPU, 40-Core GPU) im Angebot

Auch das 2026er Studio Display ist nun refurbished erhältlich: Die Standardversion kostet 1.359 Euro, die Variante mit Nanotexturglas 1.609 Euro.

Händlerrabatte und Marktverfügbarkeit

Während Apple die Preise direkt anzog, hielten einige Händler während großer Sales-Events noch dagegen. Der Amazon Prime Day vom 23. bis 26. Juni 2026 lockte mit Rabatten auf M5-Hardware. Am letzten Aktionstag bot Amazon das 16-Zoll M5 Max MacBook Pro mit 48GB RAM und 2TB SSD für 4.149,99 Euro an – ein Abschlag von 850 Euro gegenüber Apples neuem Listenpreis.

Andere Händler wie Costco verkauften das 13-Zoll M5 MacBook Air noch bis zum 26. Juni für 949,99 Euro. Große Anbieter wie Best Buy und B&H Photo Video haben ihre Systeme inzwischen auf die erhöhten Preise umgestellt.

Strategische Neuausrichtung bei den Chips

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Branchenbeobachter vermuten, dass die aktuelle Chip-Knappheit Apples Hardware-Roadmap beeinflussen könnte. Analysten spekulieren, dass der Konzern die Entwicklung der M6 Pro-, Max- und Ultra-Chips ganz auslassen und sich auf einen Basis-M6-Chip für Ende 2026 konzentrieren könnte.

Ein größerer architektonischer Sprung wird für Anfang 2027 erwartet: Die M7-Serie soll speziell für anspruchsvolle KI-Verarbeitung direkt auf dem Gerät ausgelegt sein. Für die zweite Jahreshälfte 2026 wird zudem ein M5 Ultra-Chip für das Mac Studio erwartet, um die High-End-Reihe der aktuellen Generation abzuschließen.