MacBook Pro: Apple hebt Preise um bis zu 300 Euro an

Apple stellt Entwicklung leistungsstarker Chips ein und erhöht Preise für MacBooks und iPads deutlich.

Der iPhone-Konzern plant massive Preiserhöhungen bei MacBooks und iPads – und verzichtet auf leistungsstarke Prozessor-Varianten.

Apple stellt seine Hardware-Strategie grundlegend um. Wie aus Branchenkreisen verlautet, wird der Konzern im kommenden Produktzyklus auf die Entwicklung hochwertiger Chip-Varianten verzichten und stattdessen die Preise für Laptops und Tablets deutlich anheben. Grund dafür sind volatile Lieferketten und steigende Kosten für Speicher und Arbeitsspeicher – ausgelöst durch die enorme Nachfrage von KI-Rechenzentren.

Chip-Entwicklung: Der große Sprung bleibt aus

In einer Abkehr von früheren Zyklen hat Apple die Entwicklung der M6 Pro- und M6 Max-Chips eingestellt. 2026 wird es nur den Basis-M6-Prozessor geben. Die nächsten professionellen Chips, M7 Pro und M7 Max, sind erst für 2027 vorgesehen.

Bereits im März 2026 hatte Apple den Mac Pro eingestellt. Zwar experimentierte das Unternehmen mit extrem leistungsstarken Versionen der M2- und M3-Chips – sogenannten „Extreme“-Varianten mit doppelt so vielen Kernen wie die Ultra-Modelle. Doch hohe Produktionskosten und geringe Nachfrage ließen diese Projekte scheitern. Auch Prototypen eines Intel-basierten Mac Pro und eines M3 Ultra wurden entwickelt, kamen aber nie auf den Markt.

Die Führung im professionellen Desktop-Segment übernimmt nun der Mac Studio. Ein M5 Ultra-basierter Mac Studio soll im Herbst 2026 erscheinen, eine M7 Ultra-Version wird für 2028 erwartet.

Neue Geräte und OLED-Offensive

Ab Ende 2026 bereitet Apple eine umfassende Erneuerung seiner Mac-Reihe vor. Für den Herbst sind ein neu gestalteter iMac und ein 14-Zoll MacBook Pro mit dem M6-Chip geplant – zeitgleich mit der Einführung von Apple Intelligence.

Zwischen Ende 2026 und Anfang 2027 soll eine neue Kategorie namens „MacBook Ultra“ mit OLED-Touchscreens und schlankerem Gehäuse auf den Markt kommen. Auch überarbeitete 14- und 16-Zoll MacBook Pro mit OLED-Displays sind in diesem Zeitfenster vorgesehen.

Weitere Neuzugänge:

  • MacBook Neo: Eine neue Kategorie, voraussichtlich 2027, mit A19 Pro-Chip und 12 GB RAM.
  • Mac mini und Mac Studio: Aktualisierte Modelle mit M5 Pro, M6 und M5 Max/Ultra – der Zeitplan hängt von der Verfügbarkeit der Speicherkomponenten ab.
  • OLED-Expansion: OLED-Versionen des MacBook Air und iMac werden für 2028 oder später erwartet.
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Deutliche Preiserhöhungen

Die Hardware wird spürbar teurer. Das 14-Zoll MacBook Pro kostet nun 1.999 Euro (zuvor 1.699 Euro), das 16-Zoll-Modell startet bei 2.999 Euro statt 2.499 Euro. Auch das MacBook Air stieg von 1.099 auf 1.299 Euro, das iPad Air von 599 auf 749 Euro.

Um Kunden trotz höherer Preise zu halten, startet Apple am 28. Juli 2026 in den USA ein neues Leasing-Programm. In Zusammenarbeit mit Klarna bietet „Apple Upgrade“ Raten für iPhones, iPads, Macs und Apple Watches an. Die Laufzeiten betragen 24 Monate für Telefone und Uhren, 36 Monate für Tablets und Computer. Teilnehmer können nach Ablauf auf neuere Geräte upgraden oder das alte behalten – eine Bonitätsprüfung ist erforderlich.

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TSMC erhöht die Preise

Der Kostendruck dürfte anhalten. Apples Chip-Hersteller TSMC plant ab 2027 Preiserhöhungen von fünf bis zehn Prozent für alle Fertigungsprozesse. Kunden, deren Bestellungen die ursprünglichen Prognosen übersteigen, müssen mit Aufschlägen von bis zu 15 Prozent rechnen.

Diese Entwicklung wird voraussichtlich auch das iPhone 2027 treffen. Branchenanalysten schätzen, dass die Materialkosten für das iPhone 18 Pro Max an die 1.000-Euro-Marke heranreichen könnten. Allein der 2nm-A20 Pro-Chip würde Apple pro Prozessor rund 20 Euro mehr kosten. TSMC begründet die Anpassungen mit steigenden Materialkosten und den Ausgaben für den Ausbau globaler Fertigungsanlagen.