MacBook Pro: Apple plant leichteres Gehäuse und OLED-Touchscreen

Berichten zufolge kombiniert Apple ein schlankeres Gehäuse mit OLED-Technik und Touchbedienung; mögliche Nachteile bei Anschlüssen und Kühlung sind noch offen.

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Apple arbeitet an einer umfassenden Überarbeitung des MacBook Pro, bei der das Gerät spürbar an Gewicht verlieren soll. Wie Journalist Mark Gurman in seinem Newsletter berichtete, setzt der Konzern auf miniaturisierte interne Komponenten sowie einen grundlegenden Umbau des Gehäuses, um das Gewicht signifikant zu senken. Das neue Modell soll zwar dünner ausfallen, jedoch nicht die Werte eines MacBook Air erreichen. Ein genaues Gewicht nannte Gurman nicht, die Einsparungen dürften sich jedoch vor allem bei der größeren Ausführung bemerkbar machen.

Aktuelle Modelle der Baureihe bringen ein spürbares Gewicht auf die Waage: Während die 14-Zoll-Variante zwischen 3,4 und 3,6 Pfund wiegt, erreichen die Ausführungen mit 16-Zoll-Display 4,7 bis 4,8 Pfund, was etwa 2,18 Kilogramm entspricht. Zum Vergleich liegt das 15-Zoll-Modell des MacBook Air bei 3,3 Pfund (rund 1,5 Kilogramm).

Technische Neuerungen und Debüt vor Jahresende erwartet

Der Marktstart der neuen Generation könnte bereits im Spätherbst erfolgen. Branchenbeobachter rechnen mit einer Vorstellung vor Ende November 2026, passend zum zwanzigjährigen Jubiläum der Produktreihe. Es wäre die erste grundlegende Designänderung seit 2022. Zu den erwarteten Neuerungen zählen ein Tandem-OLED-Panel anstelle der bisherigen Mini-LED-Technologie, eine berührungsempfindliche Bildschirmoberfläche sowie die Umstellung von der Display-Aussparung auf die Dynamic Island. Zudem soll das Gerät gemeinsam mit einer OLED-Version des iPad mini erscheinen.

Intern werden die neuen Geräte mit 14- und 16-Zoll-Diagonale unter den Bezeichnungen K114 und K116 geführt. Am Markt wird auch eine Benennung als MacBook Ultra sowie ein höherer Einstiegspreis diskutiert. Unter der Führung von John Ternus, der die Position des Apple-CEO übernommen hat und die Design-Teams direkt an sich berichten lässt, liegt der Schwerpunkt verstärkt auf der Produktgestaltung.

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Als Antrieb werden für die gehobenen Modelle die Prozessoren M5 Pro und M5 Max erwartet, während das Unternehmen die M6-Spitzenchips überspringt und den Start der M7-Generation beschleunigt. Parallel befindet sich ein 14-Zoll-Basismodell mit Standard-M6-Chip in Vorbereitung. Ein Nachfolger mit M7 Pro und M7 Max werde bereits getestet, sei jedoch frühestens für Ende 2027 angesetzt.

Auf Softwareseite werden die Geräte mit Vorabversionen von macOS Golden Gate beziehungsweise Version 27.2 erprobt, um Touch-Eingaben und Dynamic Island zu integrieren. Tastatur und Trackpad sollen weiterhin die Hauptbedienung bleiben. Offiziell hat Apple die Geräte und System-Updates bislang nicht angekündigt.

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Community befürchtet Nachteile bei Anschlüssen und Kühlung

Unter Nutzern stößt die Aussicht auf ein schlankeres Gehäuse nicht nur auf Zustimmung. In Diskussionen auf Reddit äußerten Anwender Bedenken hinsichtlich möglicher Kompromisse. Befürchtet werden Einbußen bei der Kühlung, eine kürzere Akkulaufzeit oder der Wegfall von Schnittstellen.

Die Skepsis rührt aus Erfahrungen mit der Generation von 2016. Damals hatte Apple im Streben nach einem flacheren Design Anschlüsse wie HDMI, den SD-Kartenleser und USB-A-Buchsen gestrichen, was in der professionellen Nutzerschaft auf deutliche Kritik stieß und erst Jahre später revidiert wurde. Ob das Redesign ähnliche Einschnitte mit sich bringt, bleibt bis zur offiziellen Vorstellung des Konzerns offen.

Mehr zum Thema bei Engadget: „The Upcoming Touchscreen OLED MacBook Pro Is Reportedly ‚Significantly Lighter’“