MacBook Pro: Apple plant OLED-Display und Touch-Bedienung im dünneren Gehäuse

Berichte erwarten OLED-Bildschirme, Touch-Bedienung und ein geringeres Gewicht; mögliche Nachteile bei Anschlüssen und Kühlung sind ungeklärt.

•

Berichte über eine grundlegende Neukonstruktion des MacBook Pro deuten auf umfassende Änderungen bei Apples High-End-Notebooks hin. Neben dem erstmaligen Einsatz von OLED-Panels und einer direkten Touch-Bedienung soll die kommende Gerätegeneration spürbar leichter ausfallen.

Während technische Details auf eine tiefgreifende Überarbeitung des inneren Aufbaus hinweisen, sorgen die Aussichten auf ein schlankeres Gehäuse in Teilen der Nutzerschaft bereits für Vorbehalte.

Neukonstruktion für geringeres Gewicht und Touch-Bedienung

Branchenberichte zeichnen das Bild einer tiefgreifenden Hardware-Überarbeitung: Apple habe das Innenleben der Geräte neu konstruiert, Bauteile miniaturisiert und Komponenten neu angeordnet, um das Gesamtgewicht merklich zu senken.

Derzeit wiegen aktuelle Modelle des MacBook Pro mit 14-Zoll-Display ab 3,4 Pfund, während die 16-Zoll-Variante bis zu 4,7 oder teils 4,8 Pfund auf die Waage bringt. Zum Vergleich liegt das MacBook Air bei bis zu 3,3 Pfund und das MacBook Neo bei 2,7 Pfund.

Marktbeobachter wie das Magazin Macworld kalkulierten Anfang Oktober 2026, dass eine Reduktion um 20 Prozent oder mehr das Gewicht in den Bereich des MacBook Air drücken könnte, womit ein Wert von unter 3 Pfund bei mindestens 14 Zoll Diagonale denkbar wäre. Bloomberg-Journalist Mark Gurman nannte hingegen kein konkretes Zielgewicht und hielt fest, dass das Gerät zwar dünner werde, aber voraussichtlich nicht so leicht wie ein MacBook Air ausfalle.

Anzeige

Wer bereits jetzt das volle Potenzial seines Apple-Computers ausschöpfen möchte, findet in diesem kostenlosen Ratgeber die wichtigsten Einstellungen für einen optimalen Start. Kostenloses Mac-Starterpaket jetzt herunterladen

Zu den weiteren erwarteten Neuerungen zählen der Wechsel von Mini-LED auf OLED-Displays, eine Dynamic Island mit Aussparung für die Kamera sowie der Einsatz von M5 Pro- und M5 Max-Chips. M6 Pro und M6 Max sollen demnach übersprungen werden, während Nachfolgemodelle mit M7 Pro und M7 Max frühestens für Ende 2027 in Tests seien.

Software-Anpassungen in macOS

Die Integration von Touch-Funktionen soll nicht zu einem Mac-iPad-Hybriden führen; Tastatur und Trackpad bleiben die primären Eingabegeräte. Stattdessen werden Anpassungen in macOS getestet, die unter dem Namen Golden Gate laufen.

Neben kontextuellen Menüs, dynamischen Steuerelementen, Pinch-to-Zoom und vergrößerten Elementen beim Antippen der Menüleiste wurden in Testversionen von macOS 27.2 spezifische Touch-Erkennungen für Fotos, Notizen, Safari und die Schnellansicht entdeckt.

Die Redesigns der 14- und 16-Zoll-Geräte laufen intern unter den Bezeichnungen K114 und K116. Analysten spekulieren über eine Positionierung oberhalb der bisherigen Modellpalette, möglicherweise unter der Bezeichnung MacBook Ultra, als hochpreisige Premium-Option. Das Projekt gilt als bedeutender Meilenstein unter Apple-CEO John Ternus, der die Design-Teams neu aufstellt und stärker Einfluss auf die Produktgestaltung nimmt.

Anzeige

Zeitersparnis ist bei der täglichen Arbeit am Mac entscheidend – ein erfahrener Apple-Experte hat dafür die effizientesten Tastenkombinationen zusammengestellt. Die 19 besten Mac-Shortcuts als Gratis-PDF sichern

Befürchtungen über Schnittstellen und Kühlung

Die Aussicht auf ein dünneres und leichteres Gehäuse ruft jedoch auch Skepsis hervor. In Online-Diskussionen auf Plattformen wie Reddit äußerten Nutzer Befürchtungen bezüglich möglicher Einbußen bei Akkulaufzeit, Kühlleistung und Schnittstellen. Die Debatte weckt Erinnerungen an die MacBook-Pro-Generation von 2016, bei der Anschlüsse wie HDMI, USB-A und der SD-Kartenleser zugunsten einer flacheren Bauweise gestrichen worden waren.

Zwar könnten effizientere Hardwarekomponenten potenzielle Nachteile abfedern, doch bleibt unklar, ob im neuen Gehäusedesign Schnittstellen entfallen. Apple selbst hat weder entsprechende Computer noch finale Software-Updates oder Termine offiziell angekündigt.

Berichten zufolge wird ein Marktstart für Oktober oder November 2026 erwartet, möglicherweise zeitgleich mit einem ersten iPad mini mit OLED-Display. Für Märkte wie Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate oder Ägypten liegen bislang keine Angaben zu Preisen oder Verfügbarkeiten vor.

Mehr zum Thema bei MacRumors: „MacBook Pro With OLED Display Rumored to Be ‚Significantly Lighter’“