Apple bereitet für den 28. Oktober 2026 die Vorstellung einer grundlegend überarbeiteten Generation des MacBook Pro vor. Bei einer Veranstaltung unter dem Titel „Pro and tell“ in Los Angeles, die um 10:00 Uhr Ortszeit beginnen soll, wird die erste strukturelle und ästhetische Neugestaltung der Flaggschiff-Notebooks seit fünf Jahren erwartet.
Marketingchef Greg Joswiak hatte den Termin am 19. Oktober 2026 angekündigt. Das Format ist als Medienbegegnung vor Ort ohne öffentlichen Livestream konzipiert, während begleitende Ankündigungen über Pressemitteilungen erfolgen sollen. Als möglicher Termin für den Marktstart gilt Berichten zufolge der 6. November.
OLED-Touchscreen und Abschied von der Notch
Im Mittelpunkt der erwarteten Ankündigungen stehen Modelle mit Bildschirmen in 14 und 16 Zoll, bei denen Apple nach Angaben von Bloomberg-Experte Mark Gurman erstmals in der Mac-Sparte auf OLED-Technologie setzt.
Zum Einsatz kommt demnach Tandem-OLED mit einer Oxid-TFT-Backplane, wie sie bereits beim iPad Pro aus dem Jahr 2024 verbaut wird. Bislang war diese Displaytechnologie im Apple-Portfolio ausschließlich dem iPhone und dem iPad Pro vorbehalten.
Wer neu in der Apple-Welt ist oder von einem anderen System umsteigt, steht oft vor einer Vielzahl an neuen Funktionen und Einstellungen. Dieses kostenlose Starterpaket hilft Ihnen, Ihren Mac von Anfang an optimal zu konfigurieren und typische Einsteigerfehler zu vermeiden. Kostenloses Mac-Starterpaket jetzt sichern
Mit dem Wechsel des Panels verbindet der Konzern einen Paradigmenwechsel bei der Bedienung: Das gesamte OLED-Display soll als Touchscreen ausgelegt sein. Apple behält die Tastatur und das Trackpad weiterhin als primäre Eingabemethode bei, bietet die Touch-Steuerung jedoch als zusätzliche Interaktionsmöglichkeit an.
Um der Belastung standzuhalten, wurde das Scharnier verstärkt. Zudem soll das Gehäuse spürbar leichter ausfallen, da die internen Komponenten miniaturisiert und neu angeordnet wurden, während das Gerät nur geringfügig dünner wird und die Anschlüsse weitgehend unverändert bleiben.
Anstelle der bisherigen Display-Aussparung, der sogenannten Notch, integriert Apple eine Lochkamera in das Panel. Damit einher geht die Einführung der Dynamic Island, die vom iPhone bekannt ist und möglicherweise per Software-Aktualisierung auch auf älteren Rechnern verfügbar gemacht wird.
Kurskorrektur in der Bedienphilosophie
Mit der Einführung von Berührungsbildschirmen bricht Apple mit einer langen Tradition. Steve Jobs hatte 2010 ergonomische Bedenken gegen vertikale Touchscreens geäußert und auf Ermüdungserscheinungen der Arme verwiesen, die auch als „Gorilla Arm“ bezeichnet wurden.
Auch Phil Schiller bekräftigte in einem Interview mit Steven Levy die Haltung, dass Touchscreens nicht die richtige Richtung für MacBooks seien, woraufhin 2016 die Touch Bar als vorsichtiger Zwischenschritt eingeführt wurde.
Viele Nutzer verwenden ihren Apple-Computer täglich, ohne die effizientesten Bedienwege zu kennen. Erfahren Sie in diesem Gratis-Sonderreport, wie Sie mit den 19 wichtigsten Tastenkombinationen wertvolle Zeit sparen und deutlich flüssiger arbeiten können. Die 19 besten Mac-Shortcuts kostenlos herunterladen
Neuere Bauformen und Anpassungen im Betriebssystem macOS Golden Gate sollen die Bedienung per Finger nun ohne Übermüdung ermöglichen. Unter anderem erlaubt die Sidecar-Funktion in macOS Golden Gate die direkte Berührungssteuerung von Mac-Oberflächenelementen auf einem iPad.
Als Antriebsstrang bleiben die Chips M5 Pro und M5 Max erhalten, da der Schwerpunkt vor allem auf dem Nutzererlebnis und nicht primär auf einem Leistungssprung liegt.
Chips der Generation M7 Pro und M7 Max sind erst für Ende 2027 vorgesehen. Erste Schätzungen gehen von einem Aufpreis von 500 bis 700 US-Dollar für das Touch-Modell aus, wobei im selben Kontext auch ein Richtwert von rund 600 US-Dollar genannt wird.
Strategische Weichenstellung unter neuer Konzernführung
Die Neuausrichtung markiert zugleich die erste größere Weichenstellung für die Produktpalette unter dem neuen Vorstandsvorsitzenden John Ternus. Analyst Ben Reitzes von Melius Research sprach bei CNBC von einem bedeutenden Wandel im Tempo der Produktankündigungen unter der Leitung von Ternus.
Der Börsenwert des Unternehmens liegt im Oktober 2026 bei rund 5,0 Billionen US-Dollar, während Simply Wall St. den fairen Wert der Aktie mit einem Kursziel von 328 US-Dollar beziffert.
Neben den Spitzenmodellen des MacBook Pro werden im Rahmen der Vorstellung weitere Hardware-Aktualisierungen erwartet. Dazu zählen eine Einstiegsvariante des 14-Zoll-MacBook-Pro, ein 24-Zoll-iMac mit M6-Chip im unveränderten Design, eventuell mit neuen Farben, sowie eine OLED-Ausführung des iPad mini.

