Der Hardwaredienstleister iFixit hat den Surface Laptop Ultra von Microsoft einer genauen Zerlegung unterzogen und dessen Wartungsfreundlichkeit mit 8/10 Punkten bewertet. Wie das Portal foro3d.com am 05.11.2026 berichtete, schneidet das Neugerät damit deutlich besser ab als Apples MacBook Pro, das in vergleichbaren Tests auf 4/10 Punkte kommt.
Standardisierte Schrauben sowie voneinander getrennte Module für Akkumulator, SSD und Kühlsystem ermöglichen einen Komponentenaustausch, ohne dass Kunden auf einen offiziellen Servicepartner angewiesen sind. Microsoft bestätigte im Zusammenhang mit der Demontage, dass das Unternehmen im High-End-Segment gezielt auf Reparierbarkeit setzt.
Modulare Konstruktion und Dokumentation
Der aktuelle Befund setzt eine Entwicklung fort, die sich bereits im Jahr 2024 abzeichnete. Damals vergab iFixit sowohl für das Microsoft Surface Laptop 7 als auch für das Surface Pro 11 jeweils eine Wertung von 8/10 für deren Reparierbarkeit.
Beim Surface Laptop 7 aus dem Jahr 2024 ist der Akkumulator mit acht 5IP-Torx-Schrauben im Gehäuse befestigt. Zudem platzierte Microsoft ab dem ersten Verkaufstag QR-Codes auf den Komponenten, die direkt zu detaillierten Servicehandbüchern führen, und versah die Hardware mit optischen Orientierungshilfen in Form von Wayfinder-Symbolen.
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Auch das Surface Pro 11 aus 2024 zeichnet sich durch zugängliche Hardware aus: Die M.2-SSD liegt direkt unter einer magnetischen Abdeckung im Gehäuse-Kickstand, die Batterie ist verschraubt statt verklebt, und der sogenannte Surflink-Port ist mit zwei nicht-magnetischen Schrauben fixiert.
Ursprung im Druck der Reparaturbewegung
Nach Einschätzung von iFixit lässt sich der technologische Kurswechsel des Konzerns vor allem durch den wachsenden Druck der weltweiten Right-to-Repair-Bewegung begründen. Noch vor wenigen Jahren vertrat der Software- und Hardwarehersteller einen gänzlich anderen Ansatz beim Produktdesign.
Im Jahr 2013 bewertete iFixit ein frühes Surface-Tablet von Microsoft lediglich mit 1/10 Punkten. Im Jahr 2017 wiederholte sich diese niedrige Einstufung beim Surface Pro 5 mit 1/10 Punkten, während der damalige Surface Laptop mit 0/10 Punkten die historisch schlechteste Reparaturwertung auf dem Reparaturportal erhielt.
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Wie restriktiv die Rahmenbedingungen damals gehandhabt wurden, zeigte sich auch 2018, als Eric Lundgren wegen des Kopierens von System-Restore-Discs zu einer Strafe von 15 Monaten Haft verurteilt wurde.
Gesetzliche Dynamik beschleunigte Kurswechsel
Die Wende trat ein, als Gesetzgeber zunehmend strengere Vorgaben formulierten. Im Jahr 2021 existierten entsprechende Gesetzesinitiativen für ein Recht auf Reparatur bereits in 27 US-Bundesstaaten.
In diesem Umfeld kündigte Microsoft 2021 an, den Zugang zu Ersatzteilen und Anleitungen über einen Zeitraum von einem Jahr schrittweise auszuweiten. Kyle Wiens, Geschäftsführer von iFixit, bezeichnete diese Richtungsentscheidung damals als gewaltigen und historischen Meilenstein der Branche.
Erste praktische Resultate zeigten sich zügig: Bereits im Jahr 2022 kletterte ein neues Surface-Tablet von Microsoft auf eine Note von 7/10 Punkten bei iFixit. Mit den jüngsten Ergebnissen und der aktuellen Bewertung des Surface Laptop Ultra festigt der Konzern seine veränderte Konstruktionsphilosophie nun auch im obersten Leistungssegment.

