Apple hat die Preise seiner MacBook- und iPad-Modelle deutlich angehoben. Die Anpassungen traten am 25. Juni 2026 in Kraft und betreffen vor allem professionelle Geräte. So verteuert sich das 14-Zoll MacBook Pro mit M5 Pro Chip um umgerechnet rund 280 Euro auf nun 1.999 Euro für die 1TB-Variante – ein satter Aufschlag von 300 Dollar.
Speicherkrise als Treiber der Preisexplosion
Branchenbeobachter sprechen von einer regelrechten „RAM-Steuer“. Die Preise für Arbeitsspeicher haben sich laut Marktforschern von Counterpoint in den letzten drei Quartalen vervierfacht. Schuld ist der enorme Hunger von KI-Anwendungen nach Speicherkapazitäten. Hersteller konkurrieren um knappe Ressourcen – mit drastischen Folgen für Endkunden.
Die Zahlen sind alarmierend: Bei HP macht RAM inzwischen rund 35 Prozent der gesamten Materialkosten eines PCs aus. Auch Samsung, LG, Dell und Lenovo haben ihre Preise angezogen. Analysten von TrendForce warnen vor weiteren Steigerungen von bis zu 40 Prozent, falls die Lieferengpässe anhalten.
Technische Details und betroffene Modelle
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Das 14,2-Zoll MacBook Pro mit M5 Pro bietet einen 15-Kern-Prozessor und eine 16-Kern-GPU, unterstützt von 24 GB Arbeitsspeicher. Das Liquid Retina XDR Display läuft mit 120 Hertz. Anschlussseitig setzt Apple auf Thunderbolt 5, Wi-Fi 7 und Bluetooth 6.0. Der Akku hält bis zu 22 Stunden.
Auch andere Modelle sind betroffen: Das Einstiegs-MacBook Neo kostet nun 699 statt 599 Euro, das 13-Zoll M5 MacBook Air startet bei 1.299 Euro. In Südkorea liegt der Einstiegspreis für das MacBook Pro bei umgerechnet rund 2.300 Euro.
Reaktionen an der Börse und im Handel
Die Ankündigung ließ die Apple-Aktie fallen: Am 27. Juni verlor das Papier 4,5 Prozent und schloss bei umgerechnet rund 260 Euro. Die Mac-Sparte des Konzerns verzeichnete zuletzt einen Umsatzrückgang von 6,7 Prozent auf 7,8 Milliarden Euro – unter den Erwartungen der Analysten.
Trotz der offiziellen Preiserhöhungen lockten einige Händler am letzten Juni-Wochenende mit Rabatten. Drittanbieter listeten das 14-Zoll M5 Pro MacBook Pro für 2.149,99 Euro – ein deutlicher Abschlag vom neuen Listenpreis. Auch das 15-Zoll M5 MacBook Air war auf einigen Plattformen für 1.449,99 Euro zu haben.
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Ausblick: Neue Modelle in der Pipeline
Branchenkreisen zufolge bereitet Apple weitere Updates vor. Ein überarbeitetes MacBook Pro mit M6 Chip könnte bereits im Herbst 2026 erscheinen. Zudem arbeitet der Konzern angeblich an einem High-End-„MacBook Ultra“ mit berührungsempfindlichem OLED-Display und Dynamic Island – geplant für Ende 2026 oder Anfang 2027. Die nächsten Profi-Chips M7 Pro und Max werden erst für Ende 2027 erwartet.

