MacBook Pro M5: Apple hebt Preise um bis zu 33 Prozent an

Apple erhöht in China die Preise für MacBooks und iPads um bis zu 33 Prozent. Grund sind explodierende Chipkosten, die Aktie fällt deutlich.

Am Abend des 25. Juni 2026 aktualisierte Apple seinen offiziellen Online-Store in China und hob die Preise für nahezu das gesamte Hardware-Portfolio an. Betroffen sind das MacBook Pro M5, weitere Mac-Modelle sowie die iPad-Reihe. Als Grund nennt das Unternehmen steigende Komponentenkosten und eine historische Schieflage auf dem Halbleitermarkt.

Neue Preise für MacBook Pro und Co.

Das 14-Zoll MacBook Pro M5 kostet in China nun umgerechnet rund 15.999 Yuan – ein Anstieg von etwa 2.500 Yuan gegenüber dem bisherigen Preis von 13.499 Yuan. Das High-End-Modell mit 16 Zoll und M5-Max-Chip startet jetzt bei 35.999 Yuan, zuvor waren es 31.999 Yuan.

Auch andere Geräte wurden teurer:

  • Das 13-Zoll MacBook Air M5 stieg von 8.499 auf 9.999 Yuan
  • Das MacBook Neo kletterte von 4.599 auf 5.499 Yuan – ein Plus von rund 19,5 Prozent
  • Der Mac mini M4 erlebte mit einem Sprung von 4.499 auf 5.999 Yuan den prozentual stärksten Anstieg (33,3 Prozent)
  • Der Mac Studio verteuerte sich um 3.500 Yuan auf nun 19.999 Yuan

Drittanbieter wie JD.com hatten zuvor Rabatte von 300 bis 800 Yuan auf M5-Modelle gewährt. In der Apple-Filiale in Peking bestätigten Mitarbeiter, dass die neuen Preise bereits gelten – und dass Mac-Produkte derzeit von bestimmten staatlichen Subventionsprogrammen ausgeschlossen sind.

Chip-Krise und KI-Boom als Treiber

Apple begründet die Preiserhöhungen mit einer massiv gestiegenen Nachfrage nach Speicherchips. Der rasante Ausbau von KI-Rechenzentren hat die Kosten für DRAM- und NAND-Flash-Komponenten in die Höhe getrieben. Marktbeobachter sprechen von einer regelrechten Verknappung der Speicherressourcen.

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Tim Cook, CEO von Apple, bezeichnete das aktuelle Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage als „Jahrhundertereignis“ für die Halbleiterindustrie. Zwar habe das Unternehmen versucht, seine Lieferkette zu diversifizieren – unter anderem durch den Einkauf von DRAM beim chinesischen Hersteller CXMT. Doch der unmittelbare Margendruck ließ eine globale Preisanpassung unvermeidbar erscheinen.

Die Erhöhungen beschränken sich nicht auf China: In den USA stieg der Preis für das 14-Zoll MacBook Pro von 1.700 auf 2.000 Dollar, der Apple TV verteuerte sich von 130 auf rund 200 Dollar. Die iPhone-Reihe blieb bislang verschont – Analysten rechnen jedoch damit, dass das kommende iPhone 18 Pro sowie zukünftige Foldable-Modelle später im Jahr mit einem Aufschlag von 10 bis 20 Prozent auf den Markt kommen könnten.

Börse reagiert nervös – Speicherhersteller profitieren

Die Ankündigung der Preiserhöhungen ließ die Apple-Aktie am 25. Juni um mehr als sechs Prozent auf 275,15 Dollar einbrechen. Der Börsenwert des Konzerns schrumpfte um rund 263,4 Milliarden Dollar – umgerechnet etwa 1,8 Billionen Yuan.

Ganz anders die Lage bei den Speicherherstellern: SanDisk legte um knapp 22 Prozent zu, Micron Technology gewann mehr als 15 Prozent. Ein klares Signal, dass die Chip-Krise nicht alle gleich trifft.

Führungswechsel und verschobene Produktpläne

Die Preisrunde fällt in eine Phase des Umbruchs bei Apple. Am 1. September 2026 übernimmt John Ternus den Chefposten von Tim Cook. Gleichzeitig mehren sich Berichte, dass Apple die Entwicklung der M6 Pro- und M6 Max-Chips eingestellt hat. Stattdessen soll Ende 2026 nur ein Standard-M6-Chip erscheinen, gefolgt von M7 Pro- und Max-Varianten Ende 2027.

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Auch das lang erwartete MacBook Pro mit OLED-Display lässt auf sich warten – der Marktstart verschiebt sich voraussichtlich auf 2027.

Trotz der höheren Einstiegspreise bleibt die Marke Apple in China stark. Im ersten Quartal 2026 legten die Verkäufe im Jahresvergleich um 38 Prozent zu. Und der Wiederverkaufswert? Das MacBook Pro M5 behält nach zwei Jahren noch rund 72 Prozent seines Neupreises – ein starkes Argument für alle, die trotz der Preiserhöhungen zögern.