Nach der Vorstellung der neuen MacBook-Pro-Modelle mit 14- und 16-Zoll-Bildschirm am 28. Oktober rückt die Marktakzeptanz der neuen Bildschirmtechnologie in den Fokus.
Das Marktforschungsunternehmen TrendForce prognostiziert für das Jahr 2027 Auslieferungen von 1,2 bis 1,5 Millionen Einheiten des neuen MacBook Pro mit dem als PROLED XDR bezeichneten Tandem-OLED-Touchscreen. Dieses Volumen entspricht laut TrendForce rund 5 % der gesamten Mac-Auslieferungen des Jahres 2025.
Exklusive Fertigung und technische Merkmale
Als alleiniger Zulieferer der neuen Bildschirme fungiert laut Angaben von TrendForce das südkoreanische Unternehmen Samsung Display. Gefertigt werden die Einheiten demnach auf der Produktionslinie G8.6-A6 am Standort Asan in Südkorea.
Die verbaute Tandem-OLED-Technologie nutzt zwei Emissionsschichten, was gegenüber herkömmlichen OLED-Bildschirmen eine verdoppelte Helligkeit bei hoher Energieeffizienz ermöglicht. Apple setzt dieses Verfahren bereits im iPad Pro mit M4-Prozessor ein.
Die technischen Spezifikationen der neuen Displays umfassen eine Spitzenhelligkeit von bis zu 2.000 Nits, eine variable Bildwiederholrate von 120 Hz, eine Pixeldichte von 254 ppi sowie ein Kontrastverhältnis von 10.000.000:1. Für ein weiteres Segment im tragbaren Portfolio, das MacBook Air mit OLED-Panel, erwartet TrendForce einen Marktstart im Jahr 2029. Für diesen späteren Schritt bauen Hersteller wie LG Display, BOE und TCL CSOT bereits Fertigungskapazitäten aus.
Preisbarrieren und Parallelsortiment
Marktbeobachter verweisen auf preisliche Hürden beim Wechsel auf die neue Technologie. In den USA beginnen die Startpreise bei 2.899 US-Dollar für das 14-Zoll-Modell sowie bei 3.399 US-Dollar für die 16-Zoll-Ausführung.
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Auf dem europäischen Markt staffeln sich die Preise für das 14-Zoll-OLED-Modell mit M5 Pro ab 3.299 Euro und mit M5 Max ab 5.199 Euro. Das 16-Zoll-Modell mit M5 Pro beginnt bei 3.899 Euro, während die Variante mit M5 Max mit 5.599 Euro veranschlagt wird.
Der Aufpreis für das OLED-Display beträgt im Vergleich zu Modellen ohne diese Option 400 Euro bei 14 Zoll beziehungsweise 500 Euro bei 16 Zoll. In Norwegen liegen die Einstiegspreise bei 38.990 NOK für 14 Zoll und 44.990 NOK für 16 Zoll, in Südkorea bei 4,79 Millionen Won für das Basismodell.
Laut TrendForce könnten der hohe Einstiegspreis von 2.899 US-Dollar für das 14-Zoll-Modell sowie der parallele Weiterverkauf von Ausführungen mit Mini-LED-Display die kurzfristige Wechselnachfrage der Kundschaft dämpfen. Aktuell bietet Apple neun Grundvarianten an, wobei der Aufpreis für den Pro-Chip derzeit bei 600 Euro liegt. Der reguläre Verkaufsstart nach den Vorbestellungen ist für den 6. November angesetzt.
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Wachstumsimpulse für das OLED-Notebook-Segment
Bislang wird das Segment der OLED-Notebooks primär von Anbietern wie Lenovo, HP und ASUS dominiert. Der Einstieg von Apple dürfte jedoch eine breitere Marktdynamik auslösen.
Das Marktforschungsinstitut Counterpoint Research prognostiziert für das Jahr 2026 ein weltweites Wachstum der Laptop-OLED-Panel-Auslieferungen um 50 % im Jahresvergleich, maßgeblich angetrieben durch das erste OLED-MacBook-Pro, gefolgt von einem Zuwachs um 24 % im Jahr 2027. Während die gesamten Laptop-Display-Auslieferungen für 2026 um 3 % im Jahresvergleich zurückgehen sollen, wächst das Segment für Hochleistungsanzeigen mit OLED und Mini-LED laut Counterpoint um 11 %.
Auch TrendForce veranschlagt für die weltweiten OLED-Notebook-Auslieferungen im Jahr 2026 ein Plus von fast 40 % gegenüber dem Vorjahr und erwartet für 2027 ein weiteres Wachstum von über 40 %.
In absoluten Zahlen beziffert das Unternehmen das Marktvolumen von 12,6 Millionen Einheiten im Jahr 2026 auf 18 Millionen Einheiten 2027, was einem Anstieg von 42,3 % im Jahresvergleich entspricht. Bis 2030 soll der weltweite Markt schließlich ein Volumen von über 46 Millionen Einheiten erreichen, mit Schätzungen zwischen 46,4 und 46,6 Millionen Notebooks.

