MacBook Pro mit Tandem-OLED: 16-Zoll-Modell erreicht 1.949 Nits im Test

Das neue MacBook Pro erzielt im Labortest die höchsten HDR-Helligkeitswerte unter 80 Laptops; Tester sehen Touch als Ergänzung.

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Erste praktische Tests und Laborberichte bescheinigen dem neuen MacBook Pro einen deutlichen Technologiesprung durch den Wechsel auf ein Tandem-OLED-Panel. Das von Apple als PROLED XDR bezeichnete Display wird in Testberichten als wichtigste Neuerung der Modellreihe hervorgehoben. Zugleich bewerten Fachmedien die erstmals in macOS integrierte Touch-Funktion überwiegend als zweitrangige Eingabemethode für den Arbeitsalltag.

Rekordwerte bei Helligkeit und Farbwiedergabe

Im Labortest von Tom’s Guide setzte sich das 16-Zoll-Modell an die Spitze des bisherigen Testfelds aus 80 Laptops im Jahr 2026. Das Display erreichte bei HDR-Messungen 1.949 Nits auf einem 10-Prozent-Testfenster und 1.965 Nits auf einem 40-Prozent-Fenster.

Die sRGB-Farbraumabdeckung lag bei 99,9 Prozent. Damit übertraf das Gerät bisherige Spitzenreiter wie das Surface Laptop Ultra mit Mini-LED (1.444 Nits bei 10 Prozent und 1.311 Nits bei 40 Prozent) sowie das LG Gram 16 OLED (1.067 Nits bei 10 Prozent). Auch das Vorgängermodell mit Mini-LED-Panel und M5-Pro-Chip lag mit 1.427 Nits beziehungsweise 1.444 Nits messbar darunter.

Aus technischer Sicht basiert das Panel auf zwei Emissionsstapeln mit insgesamt 30 Schichten. Hinzu kommen mehr als 100 Millionen Dünnschichttransistoren, die in 15 Lagen auf unter 10 Mikrometern untergebracht sind. Die gesamte Konstruktion umfasst 50 Schichten bei einer Dicke von unter einem Millimeter.

Laut Herstellerangaben erreicht das Display ein Kontrastverhältnis von 10.000.000:1, unterstützt adaptive Bildwiederholraten von 10 bis 120 Hertz und deckt neben dem DCI-P3- und Adobe-RGB-Farbraum mehr als 80 Prozent des Farbraums Rec. 2020 ab.

Wie Fachmedien anmerken, verringert die Tandem-OLED-Architektur zudem das Risiko für Einbrenneffekte. Ars Technica verweist auf eine Spitzenhelligkeit von bis zu 2.000 Nits bei HDR-Inhalten und 1.000 Nits Dauerhelligkeit.

Dünnere Bauform und veränderte Gehäusemaße

Durch den Wegfall der bisherigen Mini-LED-Hintergrundbeleuchtung konnte Apple das Gehäuse schlanker und leichter gestalten. Das 14-Zoll-Modell wiegt rund 1,4 Kilogramm (gut 3 Pfund) bei einer Dicke von 1,5 Zentimetern, was einer Reduktion von rund 0,5 Pfund entspricht.

Die 16-Zoll-Variante bringt etwa 1,8 Kilogramm (4 Pfund) auf die Waage und ist mit 1,6 Zentimetern fast einen Millimeter flacher als die vorherige Generation. Beim größeren Modell wuchs die Bildschirmdiagonale von 16,2 auf 16,3 Zoll. Anstelle der bisherigen Aussparung am oberen Bildschirmrand setzt Apple nun auf die Dynamic Island.

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Im Inneren arbeiten die Prozessoren M5 Pro und M5 Max. Apple beziffert die Verarbeitungsgeschwindigkeit lokaler Sprachmodelle im Vergleich zur M1-Generation auf das bis zu Zwölffache. In ersten Leistungsüberprüfungen blieben die reinen CPU-Benchmarkwerte jedoch auf dem Niveau der jeweiligen Plattformvorgänger.

Im Akkubetrieb ermittelten Tester je nach Nutzungsszenario unterschiedliche Werte: Bei Tom’s Hardware hielt das System im gemischten Betrieb knapp 16 Stunden durch, während TechRadar bei reiner Videowiedergabe über 24 Stunden verzeichnete.

Touchscreen gilt Testern als Ergänzung statt Kaufgrund

Erstmals unterstützt ein Mac-Notebook Eingaben über den Bildschirm. Die Sensoren dafür sind ohne separaten Digitizer direkt in die Displaylage integriert, was Verzögerungen minimiert. Betriebssystemseitig lassen sich Fensteranordnungen, Fotobearbeitungen oder Vergrößerungen per Fingerzeig steuern.

In den Erfahrungsberichten von Publikationen wie MacRumors, Gizmodo oder Notebookcheck wird die Touch-Bedienung dennoch zurückhaltend eingeordnet. Das Scharnier sei zwar straffer abgestimmt, ein leichtes Nachfedern des Bildschirms beim Antippen lasse sich im klassischen Notebook-Formfaktor jedoch nicht vermeiden.

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Zudem fehlen eine Unterstützung für den Eingabestift Apple Pencil sowie eine Möglichkeit, das Gerät wie ein Tablet umzuklappen. Tester sehen in der Berührungseingabe daher eine gelegentliche Hilfe, nicht jedoch den primären Kaufgrund.

Apple bietet die neuen Modelle seit dem 6. November 2026 im Handel an, nachdem der Vorverkauf am 28. Oktober begonnen hatte. In Deutschland starten die Preise für das 14-Zoll-Modell mit M5 Pro bei 3.299 Euro, während die 16-Zoll-Version ab 3.899 Euro erhältlich ist.

Ein optionales reflexionsminderndes Nanotexturglas kostet einen Aufpreis von 165 Euro (in den USA 150 US-Dollar). In den USA liegt der Einstiegspreis bei 2.899 US-Dollar für 14 Zoll und 3.399 US-Dollar für 16 Zoll.

Mehr zum Thema bei MacRumors: „Hands-On With Apple’s New OLED Touchscreen MacBook Pro“