MacBook Pro mit Touch: Apple bringt Tandem-OLED und PROLED XDR

Die neuen MacBook-Pro-Modelle kombinieren Touchscreen und Tandem-OLED mit M5-Prozessoren; die Auslieferung beginnt am 6. November.

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Auf einer Presseveranstaltung unter dem Titel „Pro and Tell“ in Los Angeles hat Apple eine grundlegend überarbeitete Generation des MacBook Pro präsentiert. Die neuen Laptops erscheinen in den Bildschirmgrößen 14 und 16 Zoll und verfügen erstmals über eine direkte Touch-Bedienung auf dem Mac-Bildschirm. Neben der Eingabe per Finger setzt der Hersteller auf eine neue Display-Technologie mit Tandem-OLED, die unter dem Namen PROLED XDR geführt wird.

Tandem-OLED und angepasste Touch-Bedienung

Der verbaute Bildschirm erreicht laut Herstellerangaben eine Spitzenhelligkeit von bis zu 2000 Nits sowohl bei HDR- als auch bei SDR-Inhalten sowie ein Kontrastverhältnis von 10.000.000:1. Die Bildwiederholrate passt sich über ProMotion variabel zwischen 10 und 120 Hz an. Das Panel deckt die Farbräume P3 und Adobe RGB vollständig sowie Rec. 2020 zu über 80 % ab.

Die Touch-Sensoren sind direkt in das Displaypanel integriert. Als primäre Eingabegeräte sieht Apple weiterhin Tastatur und Trackpad vor, erweitert das System jedoch um Gesten wie Wischen, Drag-and-drop, Pinch-to-Zoom, Doppeltippen zum Vollbild sowie das Kacheln von Fenstern. Das begleitende Betriebssystem macOS 27 („Golden Gate“) übersetzt Berührungen in Klickbefehle, sodass viele bestehende Programme ohne vorherige Anpassung reagieren.

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Zudem ergänzt das System Long-Press-Gesten und integriert eine Dynamic Island für Spotlight, Live-Aktivitäten und Siri AI. Erste Touch-Funktionen werden für Anwendungen wie Logic Pro, Final Cut Pro, Pixelmator Pro sowie Programme von Drittanbietern wie Microsoft Office, Zoom, Adobe Lightroom, DaVinci Resolve und Blender bereitgestellt, teils mit Veröffentlichung später im Jahr. Eine Unterstützung für den Apple Pencil wurde im Rahmen der Vorstellung nicht angekündigt.

M5-Prozessoren und modifiziertes Scharnier

Im Inneren arbeiten wahlweise die neuen Prozessoren M5 Pro oder M5 Max. Die Konfigurationen bieten bis zu 18 CPU-Kerne sowie 16 oder 20 GPU-Kerne beim M5 Pro beziehungsweise 32 oder 40 GPU-Kerne beim M5 Max.

Die Speicherbandbreite liegt zwischen 307 und 460 GB/s. Die Basiskonfiguration startet mit 24 GB Unified Memory und 1 TB Festspeicher; maximal sind bis zu 128 GB Arbeitsspeicher und 16 TB Speicherplatz beim M5 Max wählbar.

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Das Gehäuse wurde verschlankt und verfügt über ein überarbeitetes, steiferes Scharnier, das ein Nachwippen des Bildschirms beim Antippen verhindern soll, sowie über ein Kühlsystem mit Luftstromführung durch die Scharnierzone.

Anstelle der bisherigen Bildschirmaussparung kommt eine Dynamic Island zum Einsatz, kombiniert mit einer 12-MP-Center-Stage-Kamera samt Videostabilisierung. Das 14-Zoll-Modell wiegt 3 Pfund, während das 16-Zoll-Modell mit 4 Pfund rund 0,7 Pfund leichter ausfällt als das Vorgängermodell. Beide Varianten bieten drei Thunderbolt-5-Anschlüsse mit 120 Gbps und eine Akkulaufzeit von bis zu 24 Stunden.

Preise und Marktstart

Die Vorbestellungen für die neuen Touch-Modelle sind angelaufen, die reguläre Auslieferung und Verfügbarkeit beginnen am Freitag, den 6. November 2026. Das 14-Zoll-Modell mit M5 Pro startet bei 2.899 US-Dollar, während für die 16-Zoll-Variante mindestens 3.399 US-Dollar fällig werden.

Beide Modelle liegen damit exakt 400 US-Dollar über den regulären Ausführungen ohne Touch-Display. Für den indischen Markt wird ein Einstiegspreis von rund 3,49,900 Rupien erwartet.

Die bisherigen Non-Touch-Varianten verbleiben mit Einstiegspreisen von 2.499 US-Dollar für 14 Zoll und 2.999 US-Dollar für 16 Zoll im Angebot. Laut Berichten hatte Apple-Chef Tim Cook das Entwicklungsprojekt vor rund vier Jahren freigegeben.

Medienberichten der Nachrichtenagentur Bloomberg zufolge plane Apple zudem, eine Generation M6 Pro und M6 Max zu überspringen und stattdessen Ende 2027 direkt Prozessoren des Typs M7 Pro und M7 Max einzuführen.