Der iPhone-Konzern bricht mit einem jahrzehntealten Tabu. Apple arbeitet offenbar an einer neuen Generation von MacBook Pros mit Touchscreen und OLED-Display. Die ersten Modelle könnten bereits Ende 2026 auf den Markt kommen.
Vom Tabu zur Revolution
Lange galt bei Apple ein ungeschriebenes Gesetz: Touchscreens gehören aufs iPhone und iPad, nicht auf den Mac. Firmenmitgründer Steve Jobs bezeichnete vertikale Touch-Oberflächen einst als ergonomisch ungeeignet für den Dauergebrauch. Doch nun scheint der Konzern umzudenken.
Die neuen High-End-Laptops mit den internen Codenamen K114 und K116 sollen nicht nur berührungsempfindliche Bildschirme erhalten. Sie markieren auch den Abschied von herkömmlichen LCD-Panels. Stattdessen setzt Apple auf OLED-Technologie von Samsung und LG. Die Displays kommen in 14,3 und 16,3 Zoll und nutzen eine sogenannte Hybrid-Tandem-Technik für höhere Helligkeit und längere Lebensdauer.
macOS bekommt Touch-Unterstützung
Damit die Bedienung per Finger auch sinnvoll funktioniert, testet Apple eine spezielle Version von macOS 27.1. Das System soll eine adaptive Oberfläche bieten, die zwischen klassischer Maussteuerung und Touch-Interaktion umschaltet. Das wäre ein fundamentaler Eingriff in die Bedienphilosophie des Mac.
Die neuen Modelle sollen zudem dünner und leichter werden als die aktuellen MacBook Pros. Möglich macht das ein verstärktes Scharnier und eine kompaktere Innenarchitektur.
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Dynamic Island und M5-Chips
Ein optisches Highlight: Die bisherige Notch – der berüchtigte Display-Einschnitt für die Kamera – verschwindet. Stattdessen kommt eine abgespeckte Version des Dynamic Island zum Einsatz, wie es bereits vom iPhone bekannt ist. Die Lochkamera sitzt dann im Display. Gesichtserkennung per Face ID wird aber wohl erst in späteren Generationen Einzug halten.
Angetrieben werden die Touchscreen-MacBooks von den neuen M5 Pro und M5 Max Prozessoren. Branchenbeobachter spekulieren, dass Apple bei den Profi-Geräten sogar die M6-Serie überspringen und direkt auf M7-Chips setzen könnte – allerdings frühestens Ende 2027 oder 2028.
Deutlich teurer als bisher
Der Preis dürfte spürbar steigen. Aktuelle MacBook Pros kosten zwischen 1.800 und 2.700 Euro. Die neuen Touch-Modelle sollen aufgrund der teuren Tandem-OLED-Panels und gestiegener Speicherpreise mehrere Hundert Euro mehr kosten. Optional wird auch 5G-Mobilfunk für die High-End-Versionen diskutiert.
Ursprünglich war der Start für Ende 2025 geplant. Doch Probleme in der OLED-Lieferkette und eine allgemeine Knappheit bei Speicherbausteinen haben den Zeitplan nach hinten verschoben. Die Massenproduktion soll nun in der zweiten Jahreshälfte 2026 anlaufen. Marktanalyst Ming-Chi Kuo rechnet mit einem Marktstart Ende 2026 oder Anfang 2027.
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Die gesamte Mac-Familie wird erneuert
Die Touchscreen-MacBooks sind nur der Auftakt zu einer umfassenden Erneuerung der gesamten Mac-Reihe:
- MacBook Air: Ein Redesign kommt voraussichtlich Anfang 2027, zunächst aber ohne OLED. Ein OLED-Modell wird frühestens 2028 erwartet.
- iMac: Herkömmliche Updates sind für Herbst 2026 geplant. OLED-Versionen des 24-Zoll-iMac sind in Entwicklung, aber nicht vor Ende 2027 zu erwarten.
- MacBook Neo: Ein neues Einstiegsmodell mit A19 Pro-Chip, 12 GB RAM und frischen Farben ist in der Pipeline.
- Einsteiger-MacBook Pro: Ein Standard-14-Zöller mit M6-Chip soll bereits im Herbst 2026 erscheinen – als Brücke vor der großen OLED-Offensive.

