MacBook Pro mit Touchscreen: Apple passt macOS an Fingerbedienung an

Apples neues MacBook Pro verbindet Touchbedienung mit Tandem-OLED und M5-Chips; die Auslieferung startet am 6. November.

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Apple hat mit dem neuen MacBook Pro erstmals ein Mac-Modell mit einem Touchscreen ausgestattet. Die Geräte mit 14 und 16 Zoll Diagonale nutzen ein sogenanntes PROLED XDR Display auf Basis von Tandem-OLED-Technologie. Während Tastatur und Trackpad weiterhin die primären Eingabegeräte bleiben, passt das Betriebssystem macOS die Benutzeroberfläche bei Berührungen dynamisch an.

Nach Angaben aus dem Unternehmensumfeld markieren die aktuellen Anpassungen jedoch erst den Anfang der Touch-Optimierung für das Desktop-Betriebssystem; weitergehende Verfeinerungen werden für das kommende Jahr mit macOS 28 erwartet.

Angepasste Benutzeroberfläche und Dynamic Island

Das Betriebssystem macOS 27 übersetzt Berührungen automatisch in Klickbefehle, sodass bestehende Programme ohne Eingriff der Entwickler nutzbar bleiben. Bei Annäherung oder Kontakt vergrößern sich Schaltflächen wie die Fenster-Ampeln, und Einträge in Menüleisten sowie Listen rücken unter dem Finger auseinander.

Ergänzend bringt die Version macOS 27.2 spezifische Optimierungen für das Display, darunter hervorgehobene Reiter in Safari und veränderte Abstände im Finder.

Die bisherige Bildschirmaussparung weicht einer Dynamic Island mit integrierter 12-Megapixel-Kamera, über die Funktionen wie Mediensteuerung, Systemlautstärke und Live-Aktivitäten per Fingertipp erreichbar sind. Die Multitouch-Unterstützung verarbeitet bis zu zehn Finger gleichzeitig und erlaubt Gesten wie Pinch-to-Zoom oder das Aufrufen der Programmansicht durch Wischen.

Gesten lassen sich in den Systemeinstellungen konfigurieren oder über die Bedienungshilfen vollständig deaktivieren. Eine Stiftbedienung via Apple Pencil ist nicht vorgesehen, zudem lässt sich der Bildschirm nicht umklappen.

Leistungsdaten und Tandem-OLED-Technologie

Die verbauten Displays messen 14,2 beziehungsweise 16,3 Zoll und bieten eine adaptive Bildwiederholrate von bis zu 120 Hertz. Die Helligkeit liegt bei bis zu 1.000 Nits im Vollbild und erreicht Spitzenwerte von 2.000 Nits bei einem Kontrastverhältnis von 10.000.000:1. Neben dem P3-Farbraum wird auch Adobe RGB unterstützt.

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Im Inneren arbeiten Prozessoren vom Typ M5 Pro oder M5 Max. Apple integriert drahtlose Schnittstellen nach den Standards Wi-Fi 7 und Bluetooth 6, verzichtet jedoch auf Mobilfunk sowie eine Gesichtserkennung und setzt weiterhin auf Touch ID. Das Gehäuse des 14-Zoll-Modells wiegt 1,4 Kilogramm und ist mit drei Thunderbolt-5-Anschlüssen, HDMI, SD-Kartensteckplatz sowie MagSafe ausgestattet. Das 16-Zoll-Modell wiegt 4 Pfund.

Die Akkulaufzeit beläuft sich je nach Ausführung auf bis zu 24 Stunden, beim Surfen mit dem M5 Pro auf bis zu 14 Stunden. Ein passendes Netzteil muss separat erworben werden.

Ausrichtung auf professionelle Anwender

Das Gerät ergänzt das Portfolio am oberen Ende und ersetzt keine bestehenden Modelle. Erste hauseigene Anwendungen wie Final Cut Pro, Logic Pro und Pixelmator Pro wurden bereits für Touch-Gesten wie virtuelle Instrumente oder Farbkorrekturen vorbereitet. Drittanbieterprogramme sollen im weiteren Jahresverlauf folgen.

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CEO John Ternus und Marketingchef Greg Joswiak betonten im Rahmen der Vorstellung, dass der Mac im Kern ein indirekt bedientes System bleibe, Touch-Eingaben für eine jüngere Generation von Kreativen aber eine sinnvolle Ergänzung darstellten. Francisco Jeronimo vom Marktforschungsunternehmen IDC stufte das Gerät als klares Nischenprodukt für Gestalter, Musikschaffende und Entwickler ein.

Die Vorbestellungsphase ist bereits angelaufen, die reguläre Auslieferung beginnt am Freitag, 6. November 2026. In den USA starten die Preise bei 2.899 US-Dollar für 14 Zoll und 3.399 US-Dollar für 16 Zoll.

In europäischen Märkten kostet das 14-Zoll-Basismodell mit M5 Pro, 24 Gigabyte Arbeitsspeicher und 1 Terabyte SSD knapp 3.300 Euro, während die 16-Zoll-Variante ab 3.900 Euro angeboten wird.

Mehr zum Thema bei The Verge: „The touchscreen MacBook Pro is just a MacBook Pro with a touchscreen“