Während die aktuelle M5-Generation mit beeindruckenden Leistungswerten aufwartet, deuten Analystenberichte aus dem Mai 2026 auf eine umfassende Neugestaltung für das Jahresende hin. Besonders brisant: Touch-Funktionen könnten nach Jahren der Abstinenz ein Comeback im MacBook-Ökosystem feiern.
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M5-Chips liefern Rekordwerte
Die aktuelle MacBook-Pro-Serie setzt neue Maßstäbe. Ein Test des 14-Zoll-Modells mit M5 Pro, 64 Gigabyte RAM und 4 Terabyte SSD vom 16. Mai 2026 zeigt deutliche Sprünge: Die Single-Core-Leistung liegt rund 15 Prozent über dem M4 Pro des Mac mini und satte 30 Prozent über dem M3 MacBook Air.
Noch beeindruckender fallen die Multi-Core-Ergebnisse aus. Der M5 Pro übertrifft den M4 Pro Mac mini um 37 Prozent. In spezialisierten Anwendungen wie Cinebench 2024 schlägt er sogar alle bisher getesteten Macs – einschließlich einiger M5-Max-Konfigurationen. Nur bei Blender-Rendering-Aufgaben liegt der M5 Pro 8,7 Prozent hinter dem Spitzenmodell M5 Max zurück.
Diese Leistungsdaten überzeugen selbst anspruchsvollste Nutzer. Branchengrößen wie Tech-Reviewer Marques Brownlee haben ihre Desktop-Mac-Pro-Workstations aufgegeben – zugunsten des 16-Zoll-MacBook Pro mit M5 Max.
Der Handel reagiert: Micro Center bietet das 16,2-Zoll-Modell mit M5 Pro, 48 Gigabyte RAM und 1 Terabyte SSD für umgerechnet rund 2.450 Euro an – ein Rabatt von etwa zwölf Prozent gegenüber der unverbindlichen Preisempfehlung.
M6-Revolution: Dünner, OLED, Touch
Doch die Branche blickt bereits nach vorn. Für Herbst 2026 erwarten Insider die erste große Gehäuse-Neugestaltung seit Jahren. Bloomberg und andere Quellen berichten von einem schlankeren Design und dem Umstieg auf OLED-Technologie.
Der spektakulärste Punkt: Die M6-Pro- und M6-Max-Modelle könnten erstmals über einen touchfähigen Bildschirm verfügen. Das wäre eine fundamentale Kehrtwende – Apple hatte direkte Bildschirmberührung beim Mac stets abgelehnt und auf Trackpad-Gesten gesetzt. Zusätzlich könnte das „Dynamic Island“ des iPhones Einzug halten und die bisherige Notch ersetzen.
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Allerdings gilt diese Neuerung wohl nur für die High-End-Modelle. Das Basismodell mit Standard-M6-Chip könnte erst 2027 oder 2028 folgen – Grund sind Berichten zufolge Schwierigkeiten bei der Skalierung der Display-Produktion. Branchenkenner rechnen mit einem Preisanstieg von mehreren hundert Euro für die Profi-Modelle.
Touch Bar lebt im Gebrauchtmarkt weiter
Ironischerweise zeigt der Gebrauchtmarkt, dass Apples erster Touch-Versuch ungebrochen beliebt ist. Refurbished 13-Zoll-MacBook-Pro-Modelle von 2020 mit Touch Bar und Intel Core i5 – einst für knapp 1.800 Euro verkauft – sind aktuell für rund 400 Euro in „Grade A“-Qualität zu haben. Das Angebot läuft bis Ende Mai 2026.
Diese anhaltende Nachfrage zeigt: Ein Teil der Nutzer vermisst die Touch-Interaktion, seit Apple sie zugunsten physischer Funktionstasten aufgegeben hat. Sollte das M6-Redesign tatsächlich einen touchfähigen Hauptbildschirm bringen, würde es dieses Bedürfnis in neuer Form erfüllen.
Globale Chip-Dynamik als Hintergrund
Die MacBook-Entwicklung fällt in eine phase intensiven Wettbewerbs. China hat Mitte Mai 2026 mit „LineShine“ einen Supercomputer in Betrieb genommen, der 1,54 Exaflops mit 2,4 Millionen Huawei-eigenen Armv9-Kernen erreicht – derselben Architektur, die auch Apples M-Serie antreibt.
Gleichzeitig warnte Nvidia-CEO Jensen Huang am 18. Mai 2026 vor möglichen totalen Exportverboten für KI-Chips nach China. Solche Maßnahmen könnten die US-Führungsrolle gefährden und internationale Wettbewerber zur Entwicklung eigener Technologien zwingen.
In Europa bremsen die doppelt so hohen Strompreise wie in den USA das Datencenter-Wachstum. OpenAI hat Berichten zufolge Infrastrukturprojekte in Großbritannien pausiert – die Energiekosten für KI-Großanlagen sind schlicht zu hoch.
Ausblick: WWDC als Wegweiser
Die WWDC ab dem 8. Juni 2026 dürfte erste Klarheit bringen. Mit macOS 27 werden vermutlich die ersten softwaretechnischen Hinweise auf Touch-Integration erscheinen – falls die Gerüchte stimmen.
Für Käufer entsteht ein strategisches Dilemma: Die aktuellen M5-Modelle bieten Spitzenleistung und sind bereits rabattiert. Wer sofortige Rechenpower braucht, findet echte Schnäppchen. Wer jedoch auf die 2-Nanometer-Chip-Technologie und OLED wartet, könnte bis zum Herbst durchhalten.
Mit Multi-Core-Werten jenseits der 30.000 Punkte setzt die M5-Serie bereits heute Maßstäbe. Doch die M6-Ära verspricht nicht nur mehr Leistung – sondern eine grundlegende Neudefinition der Mensch-Maschine-Schnittstelle am Mac.

