Die Nachlässe von bis zu 450 Euro kommen nur wenige Monate, nachdem Apple selbst die Preise wegen der anhaltenden Chipkrise angehoben hatte.
Bis zu 450 Euro günstiger
Seit dem 10. Juli 2026 bieten große Online-Händler mehrere Konfigurationen der M5 MacBook Air Serie zu reduzierten Preisen an. Das 13-Zoll-Modell mit 16 GB RAM und 1 TB SSD kostet nun 1.449 Euro, das 15-Zoll-Modell mit 16 GB RAM und 512 GB SSD fiel auf 1.349 Euro – jeweils 150 Euro unter der unverbindlichen Preisempfehlung.
Noch deutlicher fällt der Rabatt bei den Profi-Geräten aus. Bei Best Buy war das 14-Zoll M5 Pro MacBook Pro mit 24 GB RAM und 2 TB SSD am 9. Juli für 2.549 Euro zu haben. Das entspricht einem Preisnachlass von satten 450 Euro und liegt wieder auf dem Niveau vor den jüngsten Apple-Preiserhöhungen. Auch die Apple Watch Ultra 3 verbilligte sich in der zweiten Juliwoche um rund 100 Euro.
Apple trotzt dem PC-Markt-Einbruch
Die Rabattaktionen fallen in eine Zeit, in der der globale PC-Markt schwächelt. Laut IDC-Daten vom Juli 2026 sind die weltweiten PC-Auslieferungen im zweiten Quartal um 4,9 Prozent auf 68,2 Millionen Einheiten eingebrochen. Damit endete eine Serie von neun aufeinanderfolgenden Wachstumsquartalen.
Apple hingegen legte zu: Die Mac-Verkäufe stiegen um 10,1 Prozent auf rund 6,7 Millionen Geräte. Der Marktanteil kletterte von 8,5 auf 9,9 Prozent. Branchenbeobachter führen diesen Erfolg auf die erfolgreiche Markteinführung des M5 MacBook Air und vor allem des günstigen MacBook Neo für 599 Euro im März zurück.
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Chipkrise treibt Preise – und den Gebrauchtmarkt
Die Preise für Apple-Produkte waren 2026 extrem volatil. Erst im Juni hatte der Konzern die MacBook-Preise um 15 bis 20 Prozent und die iPad-Preise um 15 bis 25 Prozent angehoben. Tim Cook hatte bereits im Vorfeld gewarnt, dass deutliche Preiserhöhungen unvermeidbar seien – Schuld ist die weltweite Knappheit an Speicherchips, die vor allem durch die enorme Nachfrage von KI-Rechenzentren verursacht wird.
Eine Entspannung ist nicht in Sicht: Marktforscher rechnen frühestens Anfang 2028 mit einer Stabilisierung. Die Folge: Immer mehr Käufer weichen auf den Gebrauchtmarkt aus. Der Verkauf von refurbished Technik legte nach Apples Juni-Preiserhöhung massiv zu – eine Plattform meldete einen Anstieg der MacBook-Verkäufe um 62 Prozent. Fast die Hälfte der befragten US-Verbraucher gab an, über den Kauf gebrauchter Elektronik nachzudenken, um die steigenden Kosten zu umgehen.
Was kommt als Nächstes?
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Die aktuelle M5 MacBook Air Serie umfasst 13- und 15-Zoll-Modelle mit mindestens 512 GB Speicher und Liquid Retina Displays. Das 15-Zoll-Modell bietet einen 66,5-Wh-Akku für bis zu 18 Stunden Laufzeit.
Da die M5-Reihe erst im Frühjahr 2026 erschien, wird ein größeres Update frühestens 2027 erwartet. Die aktuellen Rabatte sind also eine willkommene Gelegenheit für Käufer. Offen bleibt die Zukunft des günstigen MacBook Neo. Fans fürchten, dass das 599-Euro-Einsteigermodell eingestellt oder weiter verteuert werden könnte – falls die Speicherkrise weiter eskaliert.

