MacBook Ultra: Apple plant 5G-Modem und Touchscreen-Revolution

Apple arbeitet an einem High-End-MacBook mit M6-Chip, 5G-Modem und Touchscreen. Das iPad könnte dadurch an Bedeutung verlieren.

Der Technologiekonzern Apple plant einen radikalen Umbau seiner MacBook-Reihe. Mit dem M6-Chip, 5G-Modem und Touchscreen rückt das iPad in gefährliche Nähe.

Kupferfarben. Der US-Konzern arbeitet offenbar an einem High-End-Notebook, das in puncto Ausstattung alle bisherigen Grenzen sprengt. Branchenberichten zufolge soll das Gerät, möglicherweise als MacBook Ultra vermarktet, sowohl mit M6 Pro- als auch M6 Max-Chips ausgestattet werden. Die entscheidende Neuerung: Erstmals hält ein 5G-Modem Einzug in die MacBook-Reihe.

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Bislang war die mobile Datenverbindung das Alleinstellungsmerkmal des iPad. Für Berufstätige, die unterwegs auf schnelles Internet angewiesen sind, war das Apple-Tablet die erste Wahl. Ein MacBook mit integriertem 5G-Modem könnte diese Dominanz nun brechen – schließlich bietet es die volle Leistung eines Desktop-Betriebssystems.

Hardware-Offensive: OLED und Dynamic Island

Die technischen Spezifikationen des neuen Modells lesen sich wie eine Wunschliste der Apple-Fans. Statt herkömmlicher LCD-Panels soll ein Tandem-OLED-Display in 14,3 und 16,3 Zoll zum Einsatz kommen. Das verspricht deutlich höhere Helligkeit und sattere Kontraste. Zudem plant Apple, die traditionelle Display-Notch durch die vom iPhone bekannte Dynamic Island zu ersetzen – ein weiterer Schritt zur Vereinheitlichung des Designs.

Das Gehäuse soll flacher werden, die Leistung explodieren. Nach den im Frühjahr 2026 gestarteten M5 Pro- und M5 Max-Modellen mit 18-Kern-CPU und bis zu 128 Gigabyte RAM setzt der M6 noch einen drauf.

Software-Revolution: macOS wird touchfreundlich

Der vielleicht bedeutendste Schritt: Apple scheint seine langjährige Design-Philosophie zu überdenken. Jahrelang hatte das Unternehmen Touchscreens am Mac kategorisch ausgeschlossen. Doch die Zeichen mehren sich, dass sich das Blatt wendet.

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Das kommende macOS 27 mit dem Codenamen Golden Gate soll laut Informationen aus dem Juni 2026 gezielt für Touch-Interaktionen optimiert werden. Erweiterte Gestensteuerung für Sidecar und Pull-to-Refresh-Funktionen – bislang exklusiv iOS und iPadOS vorbehalten – deuten auf eine „Liquid Glass“-Benutzeroberfläche hin, die alle Apple-Geräte vereinen soll.

Doch dieser Kurs birgt Risiken. Kritiker warnen, dass eine Reduzierung der Informationsdichte zugunsten von Touch-Eingaben professionelle Nutzer abschrecken könnte. Wer komplexe Workstations benötigt, könnte zu traditionelleren Arbeitsumgebungen greifen.

Marktverschiebung: iPad gewinnt, Mac verliert

Die neuen Pläne kommen zu einem strategisch wichtigen Zeitpunkt. Laut Marktforschungsdaten von Counterpoint Research für das erste Quartal 2026 zeigt sich ein interessantes Bild: Der Mac konnte seinen Volumenmarktanteil von 12 auf 14 Prozent steigern. Gleichzeitig sank sein Anteil am Gesamtumsatz jedoch von 28 auf 22 Prozent.

Das iPad hingegen legte kräftig zu: Der Volumenanteil stieg auf 37 Prozent, der Umsatzanteil sogar auf 60 Prozent. Apple verkauft also mehr Tablets denn je – doch die Marge pro Gerät sinkt.

Preisstrategie: Luxus hat seinen Preis

Die neuen Touchscreen-Modelle werden voraussichtlich rund 20 Prozent teurer als die aktuellen MacBook-Pro-Modelle. Analysten von Bloomberg und TF International Securities rechnen mit einer Markteinführung frühestens Ende 2026. Allerdings könnten globale Chip-Lieferengpässe den Start auf Anfang 2027 verschieben.

Bis dahin bereitet Apple weitere Hardware-Updates vor: Ein M4-MacBook Air sowie ein faltbares iPhone Ultra sollen im Herbst 2026 auf den Markt kommen. Die Frage bleibt: Kann Apple das iPad vor der eigenen Kannibalisierung schützen – oder wird das MacBook Ultra zum iPad-Killer?