Der Marktforscher Omdia erwartet, dass Apple die Produktion von MacBook-Pro-Modellen mit Mini-LED-Display bis ins Jahr 2028 fortsetzt. Damit verzögert sich die vollständige Umstellung der Pro-Reihe auf OLED-Technologie deutlich länger als bislang von manchen Beobachtern angenommen.
Parallel zeichnet sich laut Omdia ab, dass ein künftiges OLED-Modell als eigenständiges, teureres Gerät unter der Bezeichnung „MacBook Ultra“ positioniert werden könnte.
Zwei Preisklassen statt einer schnellen Ablösung
Nach dem von Omdia skizzierten Szenario würde das Mini-LED-MacBook-Pro auch künftig zum bekannten Einstiegspreis von 2.499 US-Dollar angeboten. Das OLED-„MacBook Ultra“ soll dagegen voraussichtlich bei 2.999 US-Dollar beginnen.
Statt eines direkten Generationswechsels entstünde damit eine Zweiteilung im Pro-Segment: ein günstigeres Mini-LED-Modell für die breite Käuferschaft und ein deutlich teureres OLED-Flaggschiff für Nutzer mit höheren Ansprüchen an Display und Ausstattung.
Diese Preisstaffelung passt zu bereits bekannten Berichten, wonach Apple für das OLED-Modell zusätzliche Funktionen wie einen Touchscreen vorsieht – Eigenschaften, die eine Positionierung als Premium-Variante oberhalb der bisherigen Pro-Linie plausibel erscheinen lassen.
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Gestrichene Pläne für größere OLED- und Faltmodelle
Die Entscheidung, Mini-LED-Geräte länger im Sortiment zu halten, fällt zusammen mit dem Wegfall anderer, ambitionierterer Projekte. Laut Omdia hat Apple Pläne für ein größeres OLED-MacBook-Pro mit Bildschirmdiagonalen zwischen 14,4 und 16,1 Zoll ebenso verworfen wie ein faltbares MacBook mit einer Displaygröße von 16,1 bis 18 Zoll.
Beide Projekte galten als mögliche nächste große Neuerung für die MacBook-Reihe, wurden nach den vorliegenden Informationen jedoch nicht weiterverfolgt.
Stattdessen konzentriert sich die Roadmap offenbar auf das OLED-„MacBook Ultra“ mit Bildschirmgrößen von 14,3 beziehungsweise 16,3 Zoll, das für Ende 2026 oder Anfang 2027 erwartet wird. Ein weiteres OLED-Modell mit 13,8 Zoll, das zwischen MacBook Air und MacBook Pro positioniert werden soll, ist laut Omdia erst für 2029 vorgesehen.
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Was das für die Modellstruktur bedeutet
Sollte sich das Szenario bestätigen, würde Apple sein Notebook-Portfolio deutlich stärker ausdifferenzieren als bisher üblich. Neben dem MacBook Air und dem klassischen MacBook Pro mit Mini-LED-Display entstünde mit dem „MacBook Ultra“ eine zusätzliche, hochpreisige Kategorie mit OLED-Panel.
Käufer, die auf ein günstigeres Einstiegsmodell setzen, müssten demnach nicht befürchten, dass das Mini-LED-Pro kurzfristig aus dem Programm verschwindet – die von Omdia genannte Zeitspanne bis 2028 spricht für eine parallele Vermarktung beider Technologien über mehrere Jahre hinweg.
Für Interessenten an der OLED-Variante bleibt der genaue Marktstart vorerst unklar, da unterschiedliche Zeitfenster – von einem möglichen Launch im Herbst bis hin zu Anfang 2027 – kursieren. Die Preisdifferenz von 500 US-Dollar zwischen den beiden Einstiegskonfigurationen dürfte jedoch schon jetzt als Orientierung für die künftige Kaufentscheidung zwischen den beiden Pro-Linien dienen.

