MacBook Ultra: Apples erstes Touchscreen-MacBook mit OLED

Apples neues MacBook Ultra bringt erstmals Touchscreen und OLED. Überraschend: Verzicht auf M6 Pro und Max zugunsten aktueller Chips.

Das MacBook Ultra wird voraussichtlich die erste Touchscreen-Oberfläche und OLED-Technologie in ein MacBook bringen – ein radikaler Bruch mit der bisherigen Hardware-Philosophie.

Technische Neuerungen: OLED und erstes Touch-Display

Das Gerät soll in zwei Bildschirmgrößen erscheinen: 14,3 und 16,3 Zoll mit OLED-Panels, die die bisherige LCD-Technologie ablösen. Branchenbeobachter rechnen mit einer deutlich erweiterten Farbraumabdeckung von 95 Prozent des BT.2020-Standards – das läge weit über den aktuellen DCI-P3-Fähigkeiten.

Das Design fällt schlanker und leichter aus als bei den aktuellen Profi-Modellen. Statt der bisherigen Display-Notch setzt Apple angeblich auf eine Punch-Hole-Lösung in Kombination mit der Dynamic-Island-Oberfläche. Für die Kühlung im dünneren Gehäuse soll eine Vapor-Chamber-Technologie sorgen.

Weitere Features: optionaler 5G-Empfang über Apples hauseigenes C2-Modem sowie eine speziell für Touch-Eingabe optimierte Betriebssystem-Version mit dem Codenamen macOS Golden Gate.

Überraschende Chip-Strategie: M6 Pro und Max gestrichen

Ein ungewöhnlicher Schritt zeichnet sich bei der Prozessor-Planung ab. Apple soll die Entwicklung der M6 Pro- und M6 Max-Chips für das MacBook Ultra gestrichen haben. Stattdessen kommt das Gerät mit den aktuellen M5 Pro und M5 Max auf den Markt.

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Ein Basis-M6-Chip für andere Modelle ist für Ende 2026 weiterhin geplant – mit 200 GB/s Bandbreite und einer 12-Kern-GPU. Doch die Ressourcen fließen offenbar direkt in die M7-Serie. Ein Nachfolger des MacBook Ultra mit M7 Pro und M7 Max wird für Ende 2027 erwartet, mit Fokus auf verbesserte KI-Fähigkeiten.

Parallel dazu testet Apple einen M5 Ultra Mac Studio mit 36 CPU- und 80 GPU-Kernen für eine Veröffentlichung Ende 2026.

Preis und Positionierung: Oberhalb des MacBook Pro

Das MacBook Ultra wird sich preislich klar über dem MacBook Pro einordnen. Dessen Einstiegspreise liegen derzeit bei 1.999 und 2.999 US-Dollar (umgerechnet rund 1.850 bzw. 2.780 Euro). Die Premium-Positionierung folgt auf eine breite Preisanpassung der gesamten Mac-Reihe vom 25. Juni 2026, die mit gestiegenen Komponentenkosten und einer globalen Speicherknappheit begründet wurde.

Die Lieferketten-Probleme belasten Apples Strategie massiv. Der Konzern lobbyiert angeblich bei der US-Regierung für Importgenehmigungen für chinesische RAM-Chips, um Zollbelastungen und Engpässe bei TSMC zu umgehen. Die hohen Herstellungskosten der OLED-Panels treiben den Zielpreis zusätzlich nach oben.

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Wann kommt das MacBook Ultra?

Einige Quellen deuten auf eine Einführung bereits im November 2026 hin. Der breitere Konsens unter Branchenkennern sieht jedoch ein Fenster zwischen Ende 2026 und Frühjahr 2027. Das würde mit anderen erwarteten Hardware-Updates zusammenfallen – darunter ein neuer Mac Studio und Mac Mini für Oktober 2026.

Die Einführung des MacBook Ultra könnte den Startschuss für eine breitere OLED-Offensive bei Apple geben. Marktforscher erwarten als nächstes den iMac mit OLED-Display – allerdings frühestens 2027 oder 2028.