MacBook Ultra: Apples neue Vapor-Chamber-Kühlung für M6-Chips

Thermal Grizzly und MacDermid Alpha lancieren frische Kühlpasten, während Apple bei MacBooks auf Dampfkammern setzt.

Thermal Grizzly und MacDermid Alpha bringen frische Wärmeleitpasten auf den Markt – während Apple bei neuen MacBooks auf Dampfkammern setzt.

Die Welt der Kühltechnik erlebt im Juni 2026 gleich mehrere Neuvorstellungen. Während Apple seine High-End-Notebooks auf aufwendigere Kühlsysteme umstellt, bringen Drittanbieter spezialisierte Wärmeleitmaterialien für ambitionierte Bastler und die Industrie.

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Thermal Grizzly: Zwei neue Pasten für unterschiedliche Anforderungen

Am 18. Juni 2026 präsentierte Thermal Grizzly gleich zwei neue Wärmeleitpasten: die Duronaut Pro und die Hydronaut Pro. Beide richten sich an Hardware-Enthusiasten und Profis, unterscheiden sich aber deutlich in ihrer Ausrichtung.

Die Duronaut Pro ist eine silikonbasierte Paste ohne Flüssigmetall. Ihre Formel aus Silikonöl, Aluminium und Zinkoxid soll extrem langlebig sein und dem sogenannten Pump-Out-Effekt widerstehen – jenem Phänomen, bei dem Paste unter wiederholten Temperaturwechseln allmählich verdrängt wird. Die Paste ist elektrisch nicht leitfähig und benötigt keine Aushärtezeit. Der Preis beginnt bei 17,90 Euro für eine 2-Gramm-Tube, 6 Gramm kosten 27,90 Euro, 30 Gramm schlagen mit 79,90 Euro zu Buche.

Die Hydronaut Pro kommt dagegen silikonfrei daher und zielt auf industrielle Anwendungen. Sie ist etwas günstiger: 14,90 Euro für 2 Gramm, 49,90 Euro für 30 Gramm.

Industrielle Innovation: PFAS-freie Die-Attach-Paste

Nur einen Tag später, am 19. Juni 2026, brachte MacDermid Alpha den ATROX CD 560-1 auf den Markt. Dabei handelt es sich um eine silbergefüllte Die-Attach-Paste für Hochgeschwindigkeits-Dispenser und Metall-Leadframes.

Besonders hervorzuheben: Die Paste kommt ohne PFAS aus – ein entscheidender Vorteil angesichts strengerer Umweltauflagen in der Halbleiterfertigung. Mit einer Wärmeleitfähigkeit von 2,5 W/mK soll sie stabile Kosten bei schwankenden Silberpreisen ermöglichen.

Apples Kühlstrategie: Von der Wartung zur Dampfkammer

Doch nicht nur bei den Zulieferern tut sich etwas. Auch bei Apple rückt das Thema Kühlung in den Fokus – und zwar auf mehreren Ebenen.

Ein aktueller Leitfaden zur Wartung des Mac Mini A1347 zeigt, wie wichtig der Austausch der Wärmeleitpaste bei Speicher-Upgrades ist. Wer die alte 500-GB-Festplatte gegen eine 1-TB-SSD tauscht, sollte unbedingt auch die Paste erneuern – sonst leidet die Langlebigkeit des fast zehn Jahre alten Geräts.

Auf der anderen Seite des Spektrums steht der MacBook Ultra, den Apple auf der WWDC 2026 vorstellte. Das Gerät nutzt eine Vapor-Chamber-Kühlung, um die Abwärme der leistungsstarken M6-Pro-, Max- und Ultra-Chips zu bändigen. Dieser Schritt hin zu komplexeren Kühllösungen kommt nicht von ungefähr: Gerüchten zufolge arbeitet Apple mit Intel an der M7-Serie, deren Massenproduktion für Ende 2027 geplant sein soll.

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Preissteigerungen in Sicht

Doch all diese technischen Fortschritte haben ihren Preis. Apples scheidender CEO Tim Cook kündigte am 18. Juni 2026 an, dass steigende Kosten für Speicher und Chips – er sprach von einer „erheblichen branchenweiten Herausforderung“ – zu Preiserhöhungen führen werden. Betroffen sein sollen sowohl High-End-Modelle als auch das kürzlich vorgestellte MacBook Neo, das mit einem A18-Pro-Chip und 8 GB RAM auf den Markt kommt.