Apples künftiges Spitzenmodell im Bereich der tragbaren Computer steht vor einer spürbaren Gewichtsreduktion. Wie Mark Gurman von Bloomberg am 4. Oktober 2026 in seinem „Power On“-Newsletter berichtete, soll das intern oft als „MacBook Ultra“ gehandelte Gerät ein signifikant leichteres Design aufweisen.
Erreicht werde dies durch eine grundlegende Neukonstruktion des Innenlebens: Apple habe Bauteile miniaturisiert und Komponenten neu angeordnet. Ein exaktes Zielgewicht nannte Gurman allerdings nicht.
Umbau von Gehäuse und Kühlung statt Chip-Änderungen
Erste Berichte über ein leichteres Design für das MacBook Pro reichen bis ins Jahr 2024 zurück. Den vorliegenden Informationen zufolge speist sich die jüngste Gewichtseinsparung nicht aus dem Hauptprozessor, sondern aus Anpassungen am Gehäuse, am Kühlsystem sowie an weiteren Einzelteilen.
Als Vergleichsbasis dienen die derzeitigen Modellreihen des Konzerns: Ein aktuelles 16-Zoll MacBook Pro wiegt bis zu 4,7 Pfund beziehungsweise 2,15 Kilogramm in der Ausführung mit M5 Max und 2,14 Kilogramm mit M5 Pro. Die 14-Zoll-Variante bringt es auf 3,4 Pfund – entsprechend 1,62 Kilogramm für den M5 Max sowie 1,60 Kilogramm für den M5 Pro.
Dagegen wiegt das 15-Zoll MacBook Air mit M5-Chip 1,51 Kilogramm (bis zu 3,3 Pfund) und das 13-Zoll MacBook Air 2,7 Pfund. Ein 16-Zoll MacBook Pro weist damit einen Abstand von etwa 630 Gramm zum 15-Zoll MacBook Air auf, während das 14-Zoll-Modell mit M5 Pro lediglich 90 Gramm schwerer ist als das größere Air.
Sollte die Gewichtsreduktion bei mehr als 20 Prozent liegen, könnte das Pro-Modell das Gewichtsniveau der MacBook-Air-Klasse erreichen. Bei den früheren iPad Pros brachte die Umstellung auf OLED-Panels bereits eine Verringerung der Gehäusedicke um bis zu 20 Prozent und des Gewichts um 15 Prozent.
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OLED-Bildschirm, Touch-Bedienung und Software-Anpassungen
Für das neue Spitzenmodell, das intern unter den Kennungen K114 (14 Zoll) und K116 (16 Zoll) geführt wird und auch von Analyst Ming-Chi Kuo genannt wurde, stehen weitreichende Neuerungen im Raum.
Erwartet wird der Einsatz von Tandem-OLED-Displays anstelle von Mini-LED sowie erstmals die Integration eines Touchscreens. Zudem soll die Dynamic Island die bisherige Display-Aussparung ablösen. Die Gewichtsreduktion dürfte sich besonders beim 16-Zoll-Modell bemerkbar machen.
Auf Softwareseite deuten Tests mit macOS 27.2 auf die neuen Funktionen hin. Die Beta-Version enthält Referenzen auf Gestenerkennung in Anwendungen wie Fotos, Notizen, Safari und Quick Look sowie Pull-to-Refresh und eine Animation bei langem Druck auf Symbole im Dock.
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Angetrieben werden die Geräte voraussichtlich von M5 Pro und M5 Max Chips. Berichten zufolge plant Apple, die höhere Generation M6 Pro und M6 Max zu überspringen; Nachfolger mit M7 Pro und M7 Max befinden sich demnach bereits in der Erprobung, dürften jedoch frühestens Ende 2027 marktreif sein.
Möglicher Marktstart und Preiserwartungen
Das neue Top-Gerät wird oberhalb der bisherigen MacBook-Pro-Reihe eingeordnet. Die Markteinführung könnte im Oktober oder November 2026 im Rahmen des 20. Jubiläumsjahres der Reihe erfolgen. Laut Gurman sei mit einem Start vor Ende November 2026 zu rechnen. Gurman erwähnte zudem ein mögliches Event am 13. Oktober, das neben Computern auch einen Smart-Home-Hub, Apple TV oder neue iPads umfassen könnte.
Preislich markieren die aktuellen M5-Pro-Modelle mit 2.499 US-Dollar für 14 Zoll und 2.999 US-Dollar für 16 Zoll die Basis. Für die Touchscreen-Variante mit OLED stehen Einstiegspreise von rund 2.999 US-Dollar im Raum.
Beobachter prognostizieren einen Preisaufschlag von etwa 20 Prozent gegenüber den regulären Modellen. Angaben zu Preisen und Verfügbarkeiten für den Nahen Osten liegen bislang nicht vor.

